Primera Division, 18. Spieltag: FC Sevilla - Real Madrid 2:1

Spiel gedreht! Jovetic zerstört Reals Rekordserie

Von Niccolo Schmitter
Sonntag, 15.01.2017 | 22:40 Uhr
Sevilla siegte verdient gegen Real Madrid
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Am 18. Spieltag der Primera Division gewann der FC Sevilla mit 2:1 (0:0) gegen Real Madrid. Die 40 Pflichtspiele andauernde Serie ohne Niederlage der Königlichen ist somit gerissen.

Die 40.386 Zuschauer im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan sahen eine ereignisarme erste Hälfte, in der Sevilla zwar mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatte, sich aber keine Torchancen herausspielen konnte.

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Die zweite Hälfte gestaltete sich ähnlich. Letztlich brachte Cristiano Ronaldo (67.) Real nach einem berechtigten Foulelfmeter in Führung. In den Schlussminuten drehte Sevilla jedoch die Partie. Erst köpfte Sergio Ramos (85.) einen Freistoß ins eigene Tor, in der Nachspielzeit sorgte Stevan Jovetic (90.+2) mit einem Distanzschuss für die Entscheidung.

Damit endet die 40 Pflichtspiele andauernde Serie ohne Niederlage der Königlichen. Die letzte Pleite für Real setzte es in der Champions League beim VfL Wolfsburg 6. April 2016.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Nach dem 3:3 gegen Real in der Copa del Rey rotiert Sampaoli sieben frische Spieler aus der ersten Garde ins Team. Im Kasten steht für Soria wieder Rico. In der Abwehrkette werden dazu Mercado und Lenglet mit Mariano und Pareja ersetzt. Correa, Kranevitter, Sarabia und Vietto müssen derweil für Vitolo, N'Zonzi, Vazquez und Nasri weichen. In der vordersten Reihe rückt für Vietto in die Startelf.

Auch Zidane stellt sein Team fleißig um, schonte er beim Pokalspiel doch den Großteil seiner Stars. Der Franzose bringt sechs neue Spieler und setzt zudem auf eine Dreierkette. Das Tor hütet wieder Navas, Casilla wird auf die Bank verwiesen. In die Abwehr rückt wieder Varane, er bildet nun mit Nacho und Ramos die Abwehr. Carvajal kommt für Danilo ins Spiel und besetzt die rechte Außenbahn, Marcelo geht auf links. Asensio muss somit auf die Bank. Modric kommt derweil für Vazquez ins Team. In der Offensive kommen wie erwartet Ronaldo und Benzema zum Einsatz, Morata und Mariano werden dafür aus dem Team rotiert.

39.: Benzema bekommt auf links den Ball und spielt einen scharfen flachen Pass auf Ronaldo an den Elfmeterpunkt. Der Portugiese hält seinen Fuß noch hin, kann die Hereingabe aber nicht präzise aufs Tor bringen.

54.: Beste Chance für Sevilla! Die Andalusier verlagern das Spiel gekonnt auf rechts, wo Ben Yedder Platz einen flachen Schuss aufs Tor bringt. Navas ist jedoch blitzschnell unten und kann den Ball parieren.

63.: Modric antizipiert einen Ball von Sevilla und treibt das Spiel nach vorne. Auf rechts wird Carvajal eingesetzt, dessen flache Hereingabe nach einer kurzen Billardeinlage bei Benzema landet. Der Franzose schießt den Ball aus fünf Metern jedoch über die Latte.

67., 0:1, Ronaldo (Foulelfmeter): Rico holt an der Grundlinie den vorbeisprintenden Carvajal unnötigerweise von den Beinen, Hernandez zögert keine Sekunde und zeigt auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelt Cristiano Ronaldo unhaltbar unten links.

85., 1:1, Ramos (Eigentor): Ein klassischer Fall von "ausgerechnet"! Ausgerechnet Ramos köpft einen indirekten Freistoß der Hausherren am ersten Pfosten ins eigene Tor, Navas ist ohne Chance.

90.+2, 2:1, Jovetic: Wahnsinn! Sevilla dreht die Partie. Nach Ballgewinn kann Jovetic in aller Seelenruhe Richtung Tor marschieren. Aus rund zwanzig Metern zieht der Neuzugang ab und zirkelt den Ball ins lange Eck. Navas ist zwar noch dran, kann am Gegentor aber nichts mehr ändern.

Fazit: Eine taktisch geprägte Partie, die Sevilla letztlich verdient für sich entschied. Die Hausherren nahmen die ihnen zugewiesene Rolle an und machten das Spiel, Real verlegte sich aufs Kontern. Fast wäre dies gut gegangen, am Ende drehte Sevilla mit einer starken Schlussphase aber noch die Partie.

Der Star des Spiels: Steven N'Zonzi. War der Herr im Mittelfeld. Dirigierte das Spiel der Andalusier und verteilte gekonnt die Bälle. Hatte mit 108 Ballaktionen die meisten auf dem Platz. Führte zudem 18 Zweikämpfe, von denen er starke 75 Prozent gewann.

Der Flop des Spiels: Karim Benzema. Im Gegensatz zu Ronaldo war der Franzose kaum ins Offensivspiel eingebunden und brachte keine Impulse auf das Feld. Vertändelte zudem den Ball vor dem Gnadenstoß von Jovetic.

Der Schiedsrichter: Alejandro Jose Hernandez Hernandez. Hatte mit der Partie ohne strittige Szenen leichtes Spiel. Lag beim Elfmeterpfiff richtig und zeigte auch sonst eine souveräne Spielleitung.

Das fiel auf:

  • Schon ein Blick auf die Aufstellungen verriet, wo sich die Schlacht abspielen werde: auf den Flügeln. Sampaolis Fußball legt bekanntlich einen hohen Fokus auf die Außenbahnen, über sie ziehen seine Teams stets das Spiel auf. Für seinen Fußball ist es also essentiell, Überzahlsituationen auf den Flügeln zu generieren. Dies wollte Zidane mit einer Dreierkette verhindern - mit Erfolg. Sevilla bekam auf den Außen nicht genug Platz. Vor allem wenn die Andalusier in Strafraumnähe kamen, machte Real alles dicht. Hohe Bälle hinter die Abwehr oder Distanzschüsse waren so die Folge.

  • Es war bemerkenswert, mit welch einem Respekt die Königlichen die Partie antraten. Schon allein die krasse Anpassung an den Gegner ist für Real höchst ungewöhnlich, dazu verweigerten die Gäste auch noch vehement den Spielvortrag. Madrid attackierte Sevilla erst kurz vor der Mittellinie und verließ sich so auf seine größte Stärke: das Umschaltspiel. Ronaldo und Benzema dienten dabei als variable Anspielstationen in der Spitze. Somit hatten die Gäste nach 90 Minuten nur 42 Prozent Ballbesitz.

  • Hatten die Königlichen den Ball, war der Plan klar. Das intensive Pressing Sevillas auf die Flügel sollte ausgenutzt werden. Dazu versuchten die Spieler über ihre individuelle Klasse den Ball in die Mitte zu bringen, von wo ein langer Ball auf die verwaiste rechte bzw. linke Seite geschlagen wurde. Dort standen dann Marcelo respektive Carvajal und trieben den Ball durch den offenen Raum vor ihnen.
  • Kroos und Modric sollten auf den Außenbahnen für die nötige Überzahl sorgen, gingen aber teilweise auf waghalsige Pressingtouren durch die gegnerische Hälfte und ließen so offene Räume hinter sich. Im Gegensatz zum Pokalspiel bot Zidane nun aber drei zentrale Mittelfeldspieler auf, sodass die vertikale Kompaktheit dennoch relativ Bestand hielt. Kroos war zudem insgesamt kaum am Spielgeschehen beteiligt, da er mit N'Zonzi einen Kettenhund angelegt bekam.

FC Sevilla - Real Madrid: Die Statistik zum Spiel

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