Wilde Elfer-Party im Bernabeu

Von SPOX
Sonntag, 20.03.2016 | 18:01 Uhr
© getty
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Am 30. Spieltag der Primera Divison versuchte der FC Villarreal als nächstes, den FC Barcelona zu stoppen - mit Erfolg. Atletico Madrid ließ sich in Gijon ebenso vom aggressiven Gegner beeindrucken und verlor trotz Griezmann-Zaubertor. Real Madrid hat mit dem FC Sevilla keinerlei Probleme.

Sporting Gijon - Atletico Madrid 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 Griezmann (29.), 1:1 Sanabria (79.), 2:1 Castro (89.)

Unfassbare Szenen in Gijon! Vier Minuten vor Schluss hatte Sportings Carlos Castro die Riesenchance zum Sieg: Antonio Sanabria war über links frei durch und legte vor Oblak perfekt quer auf den mitgelaufenen Mitspieler, der aus sechs Metern aber nicht ins leere Tor, sondern nur die Latte traf!

Doch die hochmotivierten Gastgeber steckten nicht auf - und Castro bekam noch einmal die Chance: In der 89. Minute behielt er nach Zuspiel von Jonathan Menendez dann doch die Nerven und vollstreckte kurz vor dem Schlusspfiff zum 2:1!

Dabei hatte alles ganz anders begonnen: Der in vielen Situationen übermotivierte Pablo Perez hatte in der 29. Minute Luciano Vietto von den Beinen geholt. 21 Meter halbrechts vor dem Tor nahm sich Antoine Griezmann dem Freistoß an - und er sagte auf wunderschönste Weise Danke: Der Franzose zirkelte die Kugel sehenswert in den rechten oberen Knick (29.), Atletico war noch vor der Pause auf Siegkurs.

Danach wurde schnell klar, dass der Tabellen-Vorletzte Gijon die Rojiblancos Gras fressen lassen wollte - auf die brutale Art: Immer wieder stiegen die unterlegenen Gastgeber überhart in die Zweikämpfe und riskierten ein ums andere Mal Verletzungen beim ersten Barca-Verfolger.

Atletico ließ sich spätestens in der zweiten Halbzeit von der harten Gangart der Gastgeber beeindrucken und agierte nicht mehr mit der nötigen Konsequenz. Die Folge war der Ausgleich - fast eine Kopie des 1:0: Sanabria jagte einen Freistoß aus zentraler Position 18 Meter vor dem Tor kompromisslos in die Maschen. Atletico-Keeper Jan Oblak hatte aus der kurzen Distanz und mit Blick in die grelle Sonne keine Chance (79.). Die Pointe der Partie war dann Castro vorbehalten.

FC Villarreal - FC Barcelona 2:2 (0:2)

Tore: 0:1 Rakitic (20.), 0:2 Neymar (41., FE), 1:2 Bakambu (57.), 2:2 Mathieu (63., ET)

Der FC Barcelona kann den Patzer von Atletico Madrid nicht nutzen, um an der Tabellenspitze auf elf Zähler davonzuziehen. Die Katalanen wirkten gegen den FC Villarreal über weite Strecken der Partie etwas phlegmatisch und mussten sich letztlich mit einem Remis zufriedengeben.

Passenderweise begann das Spiel für die Katalanen direkt mit einem Schock. Nach nicht einmal einer Minute krachte der Ball nach einer unübersichtlichen Strafraumszene an die linke Stange.

In der Folge spielte Villarreal zwar mutig mit, wie erwartet dominierte aber der FC Barcelona das Geschehen. In der 20. Minute erzielte Rakitic schließlich den Führungstreffer. Daraufhin ging es durchaus rustikal zur Sache, Schiedsrichter Jose Sanchez Martinez zückte die Gelbe Karte alleine in der ersten Halbzeit sieben Mal. Einen Platzverweis sprach Martinez zwar nicht gegen einen Spieler, dafür aber gegen Villarreal-Trainer Marcelino aus.

Im Fokus stand der Unparteiische auch in der 41. Minute, als er nach einem vermeintlichen Foul von Villarreal-Tormann Sergio Asenjo an Neymar auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 2:0. Mit diesem Treffer schien die Partie eigentlich entschieden.

Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt jedoch. Villarreal wurde im letzten Spielfelddrittel zwingender und kam so zum Anschlusstreffer durch Cedric Bakambu, der in der 57. Minute verkürzte. Es folgten weitere gute Torchancen durch erneut Bakambu und Roberto Soldado; für den Ausgleich brauchte Villarreal dann aber gar keinen eigenen Spieler: Einen Eckball leitete der kurz zuvor eingewechselte Jeremy Mathieu zum 2:2 ins eigene Tor.

Real Madrid - FC Sevilla 4:0 (1:0)

Tore: 1:0 Benzema (6.), 2:0 Ronaldo (64.), 3:0 Bale (66.), 4:0 Jese (86.)

Bes. Vorkomnisse: Navas hält Foulelfmeter gegen Gameiro (28.); Ronaldo verschießt Foulelfmeter (58.)

Keine zehn Minuten hielt die Abwehrreihe der Gäste stand, ehe Keeper Sergio Rico zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Gareth Bale durfte auf der rechten Seite ungestört flanken, seine halbhohe Hereingabe nutzte Karim Benzema eiskalt per Dropkick ins rechte Eck.

Auch nach dem frühen Führungstreffer ließen die Königlichen den Fuß auf dem Gaspedal und erhöhten durch Gareth Bale eigentlich auf 2:0, sein Treffer wurde jedoch wegen Abseits zurückgepfiffen - eine klare Fehlentscheidung. Stattdessen blieb Sevilla im Spiel und durfte sich wenig später über ein Elfmetergeschenk freuen. Kevin Gameiro trat nach einem unnötigen Foul von Raphael Varane an, scheiterte jedoch an Real-Keeper Keylor Navas.

Anschließend drückte Real weiter mit aller Macht auf den zweiten Treffer, scheiterte aber entweder am glänzenden Rico, oder wie im Fall von Cristiano Ronaldo an den eigenen Nerven. Der Portugiese trat nach knapp einer Stunde ebenfalls zum Strafstoß an, semmelte den Ball aber deutlich über den Kasten.

Von diesem Missgeschick angestachelt, schalteten die Königlichen einen weiteren Gang hoch und nutzten die nachlassende Gegenwehr der Gäste zunehmend aus. Erst machte Ronaldo sein Missgeschick per Direktabnahme aus kurzer Distanz wieder gut, kurz danach vollendete Bale eine sehenswerte Lupfer-Vorlage von Benzema. Kurz vor Ende traf auch noch der eingewechselte Jese zum hochverdienten Endstand.

Für Real rückt zumindest der zweite Platz wieder in Reichweite, Sevilla muss dagegen einen Rückschlag im Kampf um Platz vier hinnehmen.

Die Primera Division in der Übersicht

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