Donnerstag, 22.03.2012

Primera Division, 29. Spieltag

Nächster Real-Patzer - glatt Rot für Özil

Real Madrid macht das Meisterrennen in der Primera Division wieder spannend. Gegen Villarreal setzte es erneut den späten Ausgleich. Dazu gab es Platzverweise für Mesut Özil, Sergio Ramos und Pepe. Trainer Jose Mourinho musste auf die Tribüne. Barcelona holte derweil einen spektakulären 5:3-Sieg gegen Aufsteiger Granada - dabei knackte Messi einen Torrekord.

Real Madrids Mesut Özil flog gegen den FC Villarreal mit glatt Rot vom Platz
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Real Madrids Mesut Özil flog gegen den FC Villarreal mit glatt Rot vom Platz

FC Villarreal - Real Madrid 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Ronaldo (62.), 1:1 Marcos Senna (83.)

Rote Karte: Mesut Özil (86.), Pepe (nach Schlusspfiff)

Gelb-Rote Karte: Sergio Ramos (85.)

Im Vorfeld der Partie wurde das Spiel als "Charaktertest" für Real Madrid betitelt. In diesem Sinne wären die Königlichen durchgefallen. Durch das 1:1 beim FC Villarreal rückt der FC Barcelona wieder bis auf sechs Punkte an den Spitzenreiter heran.

Die Gastgeber, bei denen Neu-Coach Miguel Angel Lotina sein Debüt auf der Trainerbank gab, hielten von Beginn an mutig dagegen und machten Real zu schaffen. Mehrmals musste Iker Casillas die Königlichen vor einem Rückstand bewahren. Madrid selbst kam auch zu Chancen, erwies sich aber als ineffektiv im Abschluss.

Nach Wiederanpfiff sorgte Real-Fitnesscoach Rui Faria für den ersten Aufreger, er wurde wegen vehementen Reklamierens auf die Tribüne verbannt. Mit diesem Schicksal sollte jedoch nicht alleine bleiben. Referee Paradas Romero ging großzügig mit Gelben Karten um, so kündigte sich früh an, dass die Partie nicht mit 22 Mann zu Ende gehen würde.

Eine Viertelstunde nach der Pause besorgte Cristiano Ronaldo mit seinem 100. Ligator für Real die Führung, indem er freistehend vor dem Tor Keeper Diego Lopez umkurvte und locker einschob. Die Vorlage zum Tor gab Özil mit einem sehenswerten Hackentrick. Kurz später vergab Sami Khedira die Möglichkeit zum 2:0, der zuerst an Lopez und im zweiten Anlauf an einem Villarreal-Verteidiger scheiterte.

Am Ende schenkte Marcos Senna Real ein bitteres Deja-Vu-Erlebnis. Wie schon vergangene Woche kassierten die Königlichen in der Schlussphase ein direktes Freistoßtor zum Ausgleich. Senna schnibbelte die Kugel aus 23 Metern ins Torwarteck, Casillas sah dabei nicht gut aus.In der Folge brannten bei einigen Madrilenen die Sicherungen durch. Trainer Jose Mourinho wurde auf die Tribüne verbannt, eine Minute später sah Sergio Ramos nach einem Foul im Mittelfeld zurecht Gelb-Rot.

Mesut Özil ließ sich offenbar zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen und musste mit glatt Rot vom Platz. Pepe machte es ihm nach Schlusspfiff in den Katakomben gleich, als er den Referee beschimpfte ("Diebstahl! Du Hurensohn!") und nachträglich die Rote Karte gezeigt bekam. Auch Ronaldo noch auf dem Platz in die gleiche Kerbe und sprach davon, bestohlen worden zu sein.

Damit hat Real nicht nur zwei Punkte mit Blick auf Barcelona verloren, sondern muss auch kommenden Spieltag gegen Real Sociedad auf drei Stammspieler verzichten. Auch Mourinhos erneutes Fehlverhalten dürfte große Diskussionen und womöglich ein Verfahren durch den Verband nach sich ziehen. Zudem könnte Mourinho noch bestraft werden, weil er zusammen mit seinem Assistenten mal wieder die Pressekonferenz nach der Partie sausen hat lassen.

Atletico Madrid - Athletic Bilbao 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Falcao (49.), 2:0 Falcao (70.), 2:1 Javi Martinez (90.+1)

Im direkten Duell der Europa-League-Gegner von Schalke und Hannover setzte sich Atletico Madrid gegen Athletic Bilbao durch und zeigte so die richtige Reaktion auf die 1:2-Pleite auf Mallorca vom vergangenen Wochenende.

Die Tore erzielte Atleticos Super-Goalgetter persönlich: Nach torloser erster Hälfte traf Falcao zunächst per Abstauber, nachdem Mikel San Jose einen Adrian-Schuss ungünstig nach vorne abgewehrt hatte.

Rund 20 Minuten später legte Falcao per Kopfball auf Flanke von Juanfran nach. Der Anschlusstreffer von Javi Martinez kurz vor Schluss kam zu spät.

Die Top-Torjäger der Primera Division 2011/2012
Rang 1: Lionel Messi vom FC Barcelona (50 Tore)
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Rang 1: Lionel Messi vom FC Barcelona (50 Tore)
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Rang 2: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (46 Tore)
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Rang 2: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (46 Tore)
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Rang 3: Radamel Falcao von Atletico Madrid (24 Tore)
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Rang 3: Radamel Falcao von Atletico Madrid (24 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain von Real Madrid (22 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain von Real Madrid (22 Tore)
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Rang 5: Karim Benzema von Real Madrid (21 Tore)
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Rang 5: Karim Benzema von Real Madrid (21 Tore)
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FC Barcelona - FC Granada 5:3 (2:0)

Tore: 1:0 Xavi (4.), 2:0 Messi (17.), 2:1 Mainz (55.), 2:2 Siqueira (62., Elfmeter), 3.2 Messi (67.), 4:2 Tello (82.), 5:2 Messi (86.), 5:3 Siqueira (89., Elfmeter)

Gelb-Rot: Dani Alves (88.)

Die Katalanen zogen gegen Granada vom Anpfiff weg ihr gnadenloses Kombinationsspiel auf, der Aufsteiger lief ständig nur hinterher. Keine vier Minuten waren gespielt, da hatte Barca schon Grund zum Jubeln: Nach einer Cuenca-Flanke von links hatte Messi per Kopf quergelegt. Xavi knallte die Kugel aus 14 Metern volley ins rechte Eck - unhaltbar.

Das 2:0 besorgte der 24-Jährige persönlich, ebenfalls mit einem hübschen Volley. Sein 232. Pflichtspieltor für Barca, damit hatte er den besten Torschützen der Klub-Geschichte, Cesar Rodriguez, eingeholt.

Nach Wiederanpfiff ließen die Katalanen allerdings die Zügel locker und wurden prompt bestraft. Mainz erzielte per Kopf den Anschluss, Siqueira versenkte wenig später einen Foulelfmeter souverän links unten - der Ausgleich.

Dani Alves, der den Strafstoß verursacht hatte, machte seinen Fehler aber durch einen Zuckerpass auf Messi wieder gut. Der Argentinier überlupfte Granadas Keeper zum 3:2 und ist seitdem alleiniger Rekordtorschütze des FC Barcelona.

In der 82. Minute machte der eingewechselte Tello mit einem Abstauber-Tor zum 4:2 alles klar, danach folgte das nächste Highlight des Rekordhalters: Messi umkurvte Keeper Cesar elegant und traf ins linke obere Eck. Sein 234. Tor!

Für den negativen Höhepunkt sorgte schließlich Dani Alves, der sich zu einem Handspiel im eigenen Strafraum hinreißen ließ und mit Gelb-Rot vom Platz flog. Den folgenden Elfmeter versenkte Siqueira per Lupfer. Das 3:5 war allerdings nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Nach dem Spiel sangen die spanischen Medien eine Lobesarie auf Messi. "Er ist der Torsammler. Es gibt keinen wie ihn. Er überragt Cruyff, Maradona, Ronaldo, Charlton, Henry und George Best", schreibt die "Marca". "El Mundo Deportivo": "Messi bricht den Rekord von Cesar mit seiner ganzen Pracht. Messi ist eine spielende Legende."

El Pais" bringt es auf den Punkt: "Messis Nacht für die Ewigkeit."

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