Sonntag, 05.02.2012

Primera Division - 22. Spieltag

Barca und Real mit knappen Siegen

Der FC Barcelona gewann hochverdient aber knapp gegen Real Sociedad. Eine Verletzung kurz vor Schluss könnte aber ein dicker Wehrmutstropfen für die Katalanen werden. Real Madrid reichte gegen Getafe eine mäßige Leistung, um als Sieger vom Platz zu gehen. Bilbao und Espanyol liefern sich einen tollen Schlagabtausch.

Cristian Tello traf gegen Real Sociedad gleich bei seinem Startelfdebüt für den FC Barcelona
© Getty
Cristian Tello traf gegen Real Sociedad gleich bei seinem Startelfdebüt für den FC Barcelona

FC Barcelona - Real Sociedad 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Tello (9.), 2:0 Messi (72.), 2:1 Vela (74.)

Vor dem Anpfiff: Verletzungssorgen in der Offensive plagten Pep Guardiola. So kamen Cristian Tello und Isaac Cuenca als Außenstürmer von Anfang an. Auch Dos Santos startete von Beginn an im zentralen Mittelfeld. Dafür fehlten Iniesta und Pedro verletzt. Busquets, Pique, Xavi und Abidal blieben zu Beginn auf der Bank.

Real Sociedad setzte auf ein 4-2-3-1-System mit Ifran als Sturmspitze, die mit schnellen langen Bällen in Szene gesetzt werden sollte.

Analyse: Ohne Probleme setzte sich der der FC Barcelona gegen ein völlig überfordertes Real Sociedad San Sebastian durch. Bis auf eine Chance für Ifran in der fünften Minute, die Victor Valdes stark entschärfte, dominierten die Hausherren die Partie nach Belieben. Mit dem frühen Tor des Startelf-Debütanten Tello, der eine Vorlage von Messi mustergültig an Torwart Bravo vorbei ins Tor schob, war die Vorentscheidung schon früh gefallen.

In der Folgezeit hatten die Gäste es vor allem ihrem Keeper zu verdanken, dass Barca nicht schon zur Halbzeit mit 3:0 in Führung lag. Zweimal parierte Bravo im Eins-gegen-Eins mit Messi glänzend, und Thiago fand mit einem Flachschuss seinen Meister in ihm. Das Ballbesitzverhältnis von 73:27 Prozent zur Pause spricht Bände.

Zu Beginn der zweiten Habzeit zeigte sich Real Sociedad mutiger und hatte durch Griezmann sogar die Riesenchance zum Ausgleich, doch der Franzose scheiterte an Valdes. Auf der Gegenseite vergab Messi eine Riesenchance, als er Keeper Bravo ausspielte, dann aber nur einen Verteidiger anschoss.

Als Messi nach tollem Pass von Dani Alves aus vier Metern zum 2:0 traf, schien die Partie endgültig entschieden. Doch ein schwerer Fehler von Alves und ein tolles Anspiel von Griezmann erlaubte Vela postwendend den Anschlusstreffer, als dieser aus 13 Metern geschickt am herausstürmenden Valdes vorbei einschob.

So blieb das Spiel bis zum Schluss offen, da Barcelona in der Offensive weiter fahrlässig mit seinen Chancen umging.

Am Ende war der Sieg der Katalanen hochverdient, auch wenn es sich das Team von Pep Guardiola mit seiner schludrigen Chancenverwertung schwerer als nötig machte. Der Rückstand auf Real Madrid beträgt damit weiterhin sieben Punkte. Einziger Wehrmutstropfen blieb die verletzungsbedingte Auswechslung des erst kurz zuvor eingewechselten Sergio Busquets in der 83. Minute.

Der Star des Spiels: Cristian Tello markierte bei seinem Startelfdebüt früh das wichtige 1:0, und auch danach blieb er auf links stets ein Aktivposten. Seine Gegenspieler Martinez und Gonzalez konnten einem leid tun, so oft entwischte der kleine Außenstürmer ihnen. Hätte Dani Alves nicht in Abseitsposition den Ball berührt, wäre Tello sogar ein zweites Tor geglückt.

FC Getafe - Real Madrid 0:1 (0:1)

Tore: 0:1 Sergio Ramos (18.)

Vor dem Anpfiff: Jose Mourinho setzte wieder auf eine 4-2-3-1-Formation mit Ronaldo,Kaka und Özil im offensiven Mittelfeld sowie Benzema als einzigem Stürmer. Der verletzte Khedira war ebenso wie Hamit Altintop nicht im Kader. Nuri Sahin saß auf der Bank.

Auch Getafes Trainer Garcia Plaza setzte auf ein 4-2-3-1 im defensiven Gewand und sorgte damit dafür, dass sich im Mittelfeld wenig Raum für die Madrilenen bot.

Analyse: Eine solide Leistung reichte Real Madrid, um das defensiv disziplinierte Getafe zu bezwingen. Dabei fingen die Gastgeber druckvoll an und hatten durch Mika schon in der dritten Minute die Chance, in Führung zu gehen. Doch der Stürmer legte eine schöne Hereingabe von links aus fünf Metern Zentimeter über das Tor.

Die Top-Torjäger der Primera Division 2011/2012
Rang 1: Lionel Messi vom FC Barcelona (50 Tore)
© Getty
1/5
Rang 1: Lionel Messi vom FC Barcelona (50 Tore)
/de/sport/diashows/1109/fussball/international/torjaeger-spanien/torjaeger-primera-division-cristiano-ronaldo-soldado-agirretxe-alvaro-negredo-lionel-messi.html
Rang 2: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (46 Tore)
© Getty
2/5
Rang 2: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (46 Tore)
/de/sport/diashows/1109/fussball/international/torjaeger-spanien/torjaeger-primera-division-cristiano-ronaldo-soldado-agirretxe-alvaro-negredo-lionel-messi,seite=2.html
Rang 3: Radamel Falcao von Atletico Madrid (24 Tore)
© Getty
3/5
Rang 3: Radamel Falcao von Atletico Madrid (24 Tore)
/de/sport/diashows/1109/fussball/international/torjaeger-spanien/torjaeger-primera-division-cristiano-ronaldo-soldado-agirretxe-alvaro-negredo-lionel-messi,seite=3.html
Rang 4: Gonzalo Higuain von Real Madrid (22 Tore)
© Getty
4/5
Rang 4: Gonzalo Higuain von Real Madrid (22 Tore)
/de/sport/diashows/1109/fussball/international/torjaeger-spanien/torjaeger-primera-division-cristiano-ronaldo-soldado-agirretxe-alvaro-negredo-lionel-messi,seite=4.html
Rang 5: Karim Benzema von Real Madrid (21 Tore)
© Getty
5/5
Rang 5: Karim Benzema von Real Madrid (21 Tore)
/de/sport/diashows/1109/fussball/international/torjaeger-spanien/torjaeger-primera-division-cristiano-ronaldo-soldado-agirretxe-alvaro-negredo-lionel-messi,seite=5.html
 

In der Folgezeit gelang es Getafe, den Gästen die Freude am Spiel zu nehmen. Flüssiges Kombinationsspiel blieb auf beiden Seiten Mangelware, und so war es bezeichnenderweise eine Standardsituation, die das Spiel in die erwarteten Bahnen lenkte: Mesut Özil spielte einen Eckball von links exakt auf den Kopf von Sergio Ramos, der aus sechs Metern präzise ins rechte Eck traf.

Getafe fiel in der Folgezeit eher durch überhartes Einsteigen als durch spielerische Bemühungen auf. Doch auch Real bekleckerte sich mit weitestgehend ideenlosen weiten Bällen in die Spitze nicht mit Ruhm.

Auch in der zweiten Halbzeit blieben klare Aktionen auf beiden Seiten aus. Zwar kamen die Königlichen durch Benzema, Higuain und Özil zu weiteren Torchancen, doch die letzte Konsequenz und Laufbereitschaft ließ die Mannschaft von Jose Mourinho vermissen - gegen einen limitierten Gegner reichte es allerdings auch so.

Der Star des Spiels: Es fällt schwer, einen wirklichen herausragenden Spieler in dieser zerfahrenen Partie zu finden. Sergio Ramos hat mit seinem Tor letztlich der Partie seinen Stempel aufgedrückt. Hinten hielt er gegen das wenig ambitionierte Getafe den Laden sauber, vorne war er der Akteur der spielentscheidenden Szene.

Athletic Bilbao - Espanyol Barcelona 3:3 (1:1)

Tore: 1:0 De Marcos (26.), 1:1 Romaric (33.), 1:2 Weiss (48.), 2:2 Llorente (58.), 3:2 Javi Martinez 65.), 3:3 Albin (90.+2)

Zwei Mannschaften, die an diesem Abend bestätigt haben, warum sie um einen Champions-League-Platz kämpfen. Bilbao, nur zwei der letzten 16 Ligaspiele verloren, und Espanyo, vier Siege und zwei Remis in den letzten sechs Spielen, lieferten sich einen ansehnlichen Schlagabtausch.

De Marcos erzielte mit seinem dritten Saisontor das 1:0 (25.), ehe Romaric (33.) und Weiss (48.) das Spiel drehten. Nur zehn Minuten später glich Llorente wieder aus: bereits Saisontor Nummer 11 für den Bilbao-Publikumsliebling. Youngster Martinez (65.) erhöhte wieder und als alle im San Mames auf den Schlusspfiff warteten, gelang Juan Albin in der 92. Minute noch der Ausgleich. Ein Remis, das beiden Seiten im Kampf um die CL nicht hilft.

Die Zuschauer-Tabelle der Primera Division

SPOX

Diskutieren Drucken Startseite
SPA

Primera Division, 15. Spieltag


www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.