Primera Division, 7. Spieltag

Higuain sichert Real-Dreier - Barca siegt mühsam

Von Daniel Reimann
Sonntag, 02.10.2011 | 23:59 Uhr
Gonzalo Higuain (l.) war der Matchwinner bei Reals Sieg über Espanyol Barcelona
© Getty
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Gonzalo Higuain schoss Real Madrid bei Espanyol Barcelona im Alleingang zum Sieg, Mesut Özil musste angeschlagen ausgewechselt werden. Der FC Barcelona mühte sich bei Sporting Gijon zu einem knappen Dreier und ist jetzt Spitzenreiter.

Sporting Gijon - FC Barcelona 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Adriano (12.)

Vor dem Anpfiff: Pep Guardiola musste auf zahlreiche Stars verzichten: Andres Iniesta, Alexis Sanchez, Ibrahim Afellay und Cesc Fabregas fehlten verletzungsbedingt. Barca begann ohne die etatmäßige Innenverteidigung Puyol/Pique erneut im 3-4-3-System mit Adriano im Mittelfeld.

Gijons Coach Manolo Preciado ließ in einem defensiv ausgerichteten 4-2-3-1 beginnen mit Ivan Hernandez und Botia als persönliche Wachhunde für Lionel Messi.

Analyse: Selbstverständlich nahm Barca vom Anpfiff weg das Heft in die Hand und kombinierte sich geduldig durch die Reihen des Gegners. In den Anfangsminuten gelang es Sporting noch, die Katalanen halbwegs vom eigenen Strafraum fernzuhalten, vor allem Messi wurde gut aus dem Spiel genommen.

Davon profitierte zu Beginn vor allem David Villa, der links im Angriff entsprechend viele Freiheiten genoss und immer wieder gefährlich in den Strafraum eindrang. Die erste Kostprobe: Ein Hammer mit links, der nur knapp über die Querlatte rauschte (10.). Wenig später wurde es bei Xavis abgefälschtem Distanzschuss ähnlich gefährlich - der Ball krachte an den Pfosten. Allerdings stand Adriano zum Nachschuss bereit und staubte zum 1:0 für die Gäste ab.

Es war einer von vergleichbar wenigen Momenten, in denen die Sporting-Defensive den Überblick verloren hatte. Mit Ausnahme der 16. Minute, als Villa aus kurzer Distanz an Gijons Keeper Juan Pablo scheiterte, fehlte den Katalanen meist die zündende Idee. Zwar hatte Barcelona in Durchgang eins rund 75 Prozent Ballbesitz und beherrschte seinen Gegner im Mittelfeld, aber der tödliche Pass blieb fast immer aus.

Sporting verteidigte außergewöhnlich hoch und attackierte den Ballführenden früh. Zudem funktionierte die Abseitsfalle nahezu perfekt, gleich acht Mal ging bei einem Barca-Angriff an der Seitenlinie die Fahne hoch. Vor allem Messi, der umgehend gedoppelt wurde, sobald er an den Ball kam, fand kaum ins Spiel. Einzig in der 34. Minute war er nicht mehr fair zu stoppen, beim Foul von De Las Cueves hätte der Referee auf den Punkt zeigen müssen.

So engagiert und diszipliniert sich Sporting in der Defensive verhielt, so ideenarm und planlos war das Angriffsspiel der Gastgeber, falls es überhaupt stattfand.

Das gleiche Bild bot sich auch im zweiten Durchgang - mit dem Unterschied, dass sich die Gäste noch weniger Chancen herausspielten. Symptomatisch war eine Szene aus der 68. Minute, als sich die Katalanen am gegnerischen Strafraum munter die Kugel zuschoben, jedoch keiner - und war die Position noch so vielversprechend - den Abschluss suchte. Am Ende drosch Dani Alves den Ball unbeholfen weit über den Kasten.

So dauerte es bis zur 78. Minute, als die Zuschauer in El Molinon die erste Torchance in Durchgang zwei zu sehen bekamen. Messi kam nach einer Adriano-Flanke freistehend aus acht Metern zum Kopfball, doch der Ball segelte Keeper Pablo servierfertig in die Arme.

Vier Minuten vor Schlusspfiff war es erneut Messi, der Pablo per Distanzschuss prüfte. Es war das letzte "Highlight" in einer ungewohnt langweiligen Partie des FC Barcelona gegen tapfere Gastgeber, die nicht wie schon so viele andere Teams gegen Barca unter die Räder kommen wollten.

Es war ein respektabler Auftritt des Tabellenletzten, während Barcelona sich über einen wichtigen Dreier und die Tabellenführung freuen kann. Die Art und Weise, wie mühsam der Sieg zustandekam, dürfte jedoch bald vergessen werden.

Der Star des Spiels: Adriano. Er war ausnahmsweise der einzige der Guardiola-Truppe, der das Tor traf. Dank ihm fahren ideenarme Katalanen mit drei Punkten zurück nach Barcelona. Gab zudem noch vergleichbar viele Offensiv-Impulse aus dem Mittelfeld, besonders in Durchgang eins. Das reicht in diesem Fall zum Star des Spiels, vor allem in Anbetracht dessen, dass sonst kaum ein anderer Akteur nennenswert herausstach.

Espanyol Barcelona - Real Madrid 0:4 (0:1)

Tore: 0:1, 0:2, 0:4 Higuain (16., 66., 89.), 0:3 Callejon (82.)

Vor dem Anpfiff: Real-Trainer Jose Mourinho musste auf die verletzten Nuri Sahin, Karim Benzema, Pepe, Fabio Coentrao und Ricardo Carvalho sowie auf den gesperrten Angel di Maria verzichten. Der zuletzt überzeugende Youngster Raphael Varane saß auf der Bank, in der Innenverteidigung begannen Raul Albiol und Sergio Ramos. Mesut Özil lief auf rechts außen auf, Sami Khedira stand nicht in der Startelf.

Espanyol begann wie erwartet, auch Youngster Thievy Bifouma durfte gegen die Königlichen ran.

Analyse: Die Königlichen suchten sofort den Weg zum Tor, allen voran Antreiber Cristiano Ronaldo. Schon nach drei Minuten ließ der Portugiese einen seiner berüchtigten Flatterbälle los, Espanyol-Keeper Cristian Alvarez faustete die Kugel ungelenk an den Pfosten.

Der Gegner aus Barcelona wies zwar unübersehbare Lücken in der Rückwärtsbewegung auf, war aber immerhin bemüht, auch selbst ab und zu nach vorne zu spielen.

Und fast wäre Romaric in der 16. Minute ein Tor für die Ewigkeit gelungen: Der Ivorer schaltete nach einem Ballverlust von Raul Albiol im Mittelfeld besonders schnell und schoss aus rund 50 Metern direkt aufs Tor. Torhüter Iker Casillas streckte sich vergebens, doch die Kugel rauschte hauchdünn über den rechten Giebel.

Quasi im Gegenzug schloss Gonzalo Higuain einen astreinen Konter mit dem 1:0-Führungstreffer ab, der Szene war allerdings ein mehr als grenzwertiges Handspiel von Ronaldo vorausgegangen, das der Schiedsrichter nicht ahndete.

Ab Mitte der ersten Hälfte entwickelte sich ein offenes Spiel, weil nun auch Espanyol bereit war, die Initiative zu übernehmen. Vor allem aus der zweiten Reihe wurden die Gastgeber immer wieder gefährlich. Romaric (36.), Sergio Garcia (41.) und Javi Marquez (45.) prüften Casillas hartnäckig mit gefährlichen Distanzschüssen.

Vor allem die Umstellungen in der Real-Viererkette und die daraus resultierenden Abstimmungsprobleme ermöglichten die zahlreichen Chancen der Gäste vor der Pause. Auch das Zusammenspiel zwischen Abwehr und defensivem Mittelfeld funktionierte nicht wie gewohnt bei den Königlichen, sodass Espanyols Offensivabteilung um den Gäste-Strafraum herum manchmal zu spät oder gar nicht attackiert wurde.

Auch nach der Pause blieb die Partie lange offen. Während sich Real zunächst keine zwingenden Chancen herausspielen konnte, setzte Espanyol weiterhin auf Distanzschüsse - Romaric zielte aus 19 Metern rechts vorbei (56.). Doch dann war es erneut Higuain, der die Gastgeber schockte: Einen Steilpass von Alvaro Arbeloa feuerte der Argentinier aus 15 Metern direkt ins linke Kreuzeck.

Es war ein Nackenschlag für engagierte Gastgeber, die auch nach dem 0:2 noch Torchancen besaßen. So vergab der eingewechselte Vladimir Weiss aus kürzester Distanz fahrlässig (72.). Und weil die Lücken in der Espanyol-Defensive mit der Zeit immer größer wurden, kam es, wie es kommen musste.

Ronaldo lief bei einem Konter allen davon, vernaschte Gegenspieler Forlin am Strafraum per Hackentrick und legte uneigennützig auf für den einwechselten Jose Callejon, der gegen seinen Ex-Klub nur noch einschieben musste. Kurz vor Schlusspfiff krönte Higuain seine Gala-Vorstellung mit einem Lupfer zum 4:0.

Am Ende fiel das Ergebnis etwas zu hoch aus, da Espanyol lange Zeit ebenbürtig war und am Ausgleich schnupperte. Doch Ronaldos Antreiber- und Higuains Torjägerqualitäten sicherten Real einen verdienten Dreier. Der Anteil Mesut Özils hingegen ist deutlich geringer. Der Ex-Bremer war auf der rechten Außenbahn weitestgehend abgemeldet, konnte dem Spiel kaum Impulse verleihen und musste in der 77. Minute angeschlagen vom Platz.

Der Star des Spiels: Gonzalo Higuain. Eins, zwei, drei. Auf Higuain war Verlass, der Argentinier knipste ohne Gnade. Madrids Sieg bei Espanyol steht im Zeichen von Gonzalo Higuain. Punkt.

Der 7. Spieltag in der Primera Division

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