Dienstag, 01.06.2010

Jose Mourinho und Real Madrid

Gefährliche Liebschaft

Jose Mourinho will Real Madrid eine Identität verleihen. Der Verein liefert sich dem neuen Startrainer aus. Das Projekt riecht nach Erfolg, doch es lauern eine Menge Gefahren.

Freunde oder Feinde? Reals Generaldirektor Jorge Valdano und Trainer Jose Mourinho
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Freunde oder Feinde? Reals Generaldirektor Jorge Valdano und Trainer Jose Mourinho

SPOX beantwortet die wichtigsten Fragen zum Mourinho-Transfer.

Warum geht Mourinho zu Real Madrid?

Mourinho holte in den letzten acht Jahren 17 (!) Titel mit drei verschiedenen Vereinen in drei verschiedenen Ländern. Italien war zuletzt nicht mehr gut genug, da kam das Flirtangebot aus Madrid gerade recht. Spanien fehlt Jose Mourinho ohnehin noch in seiner Sammlung.

An Real Madrid fasziniert Mourinho die "einzigartige Geschichte", die "Frustration der letzten Jahre" und die "hohen Erwartungen".

"Ich weiß nicht, ob ich dafür geboren wurde, Real Madrid zu trainieren. Aber ich bin geboren worden, um die größten Vereine zu trainieren", sagt Mourinho. Er glaubt, mit Real seinem Wunsch, als erster Trainer mit drei verschiedenen Vereinen die Champions League zu gewinnen, am nächsten zu kommen.

Wer sind Mourinhos Bezugspersonen?

Am Tag seiner Vorstellung traf sich Mourinho mit Raul. "Er hat trainiert und dann haben wir zusammen gefrühstückt. Ich werde nicht erzählen, über was wir gesprochen haben. Gespräche zwischen Spieler und Trainer gehen die Öffentlichkeit nichts an", so Mourinho.

Fan-Idol Raul gehört zu Mourinhos wichtigsten Bezugspersonen, auch wenn er dem Stürmer keine Garantie geben kann, regelmäßig zu spielen. Mourinho will den Verein "erstmal kennenlernen". Da könne er Rauls Wissen und Erfahrungsschatz nutzen.

Neben Raul gehören Iker Casillas und seine Landsleute Pepe und Cristiano Ronaldo zu Mourinhos Vertrauten. "Ich hatte bei Porto mit Vitor Baia den damals besten Torhüter Europas. Mit Petr Cech und Julio Cesar war es genauso. Ich hoffe, dass ich diese Serie mit Casillas fortsetzen kann. Ich kenne ihn nicht persönlich, weiß aber, dass er ein herausragender Torhüter ist."

Mourinho lobt Ronaldo als "unglaublichen Spieler", der aber noch dazulernen muss. "Es wird nicht schwer werden, auch Ronaldo davon zu überzeugen, dass der einzelne Spieler oder der Trainer nicht wichtig sind. Es geht nur um den Verein."

Real Madrid - Porträt in Bildern
Santiago Bernabeu: Das Stadion von Real Madrid wurde 1947 eröffnet und fasst nach seiner Modernisierung 2005 80.354 Zuschauer
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Santiago Bernabeu: Das Stadion von Real Madrid wurde 1947 eröffnet und fasst nach seiner Modernisierung 2005 80.354 Zuschauer
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In der Saison 2008/2009 besuchten im Schnitt 71.523 Zuschauer das Santiago Bernabeu - kein anderes Stadion war in Spanien besser besucht
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In der Saison 2008/2009 besuchten im Schnitt 71.523 Zuschauer das Santiago Bernabeu - kein anderes Stadion war in Spanien besser besucht
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Die Real-Fans durften seit der Vereinsgründung 1902 bereits 32 nationale Meisterschaften und unzählige Weltstars feiern
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Die Real-Fans durften seit der Vereinsgründung 1902 bereits 32 nationale Meisterschaften und unzählige Weltstars feiern
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Eines der aktuellen Idole: Iker Casillas steht in der Hauptstadt seit 1999 zwischen den Pfosten und kommt aus der eigenen Jugend
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Eines der aktuellen Idole: Iker Casillas steht in der Hauptstadt seit 1999 zwischen den Pfosten und kommt aus der eigenen Jugend
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Zur Saison 2009 wurde mächtig eingekauft: Einer der neuen Stars ist der Brasilianer Kaka. Er kostete die Madrilenen rund 65 Millionen Euro
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Zur Saison 2009 wurde mächtig eingekauft: Einer der neuen Stars ist der Brasilianer Kaka. Er kostete die Madrilenen rund 65 Millionen Euro
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Cristiano Ronaldo kam von Manchester United und wurde damit der bisher teuerste Spieler aller Zeiten. Sein Preis: 94 Millionen Euro
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Cristiano Ronaldo kam von Manchester United und wurde damit der bisher teuerste Spieler aller Zeiten. Sein Preis: 94 Millionen Euro
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Direktor für Beziehungen zu den Institutionen ist seit 2009 Ex-Profi Emilio Butragueno (r.). Von 1983-1994 war El Butre Stürmer der Königlichen
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Direktor für Beziehungen zu den Institutionen ist seit 2009 Ex-Profi Emilio Butragueno (r.). Von 1983-1994 war El Butre Stürmer der Königlichen
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Florentino Perez (M.) machte die Transfers möglich. Seit Juni 2009 ist er wieder Präsident des Vereins
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Florentino Perez (M.) machte die Transfers möglich. Seit Juni 2009 ist er wieder Präsident des Vereins
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Erfolg ist Programm: Neun Mal konnte der Verein den Landesmeister-Cup gewinnen und ist damit der erfolgreichste Klub in ganz Europa
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Erfolg ist Programm: Neun Mal konnte der Verein den Landesmeister-Cup gewinnen und ist damit der erfolgreichste Klub in ganz Europa
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Bernd Schuster war von 1988-1990 Spieler von Real. 2007 kam er als Cheftrainer zurück - ein Jahr später musste er seinen Posten jedoch schon wieder räumen...
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Bernd Schuster war von 1988-1990 Spieler von Real. 2007 kam er als Cheftrainer zurück - ein Jahr später musste er seinen Posten jedoch schon wieder räumen...
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...obwohl er in seiner ersten Trainersaison mit den Königlichen den Meistertitel in die Stadt holte
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...obwohl er in seiner ersten Trainersaison mit den Königlichen den Meistertitel in die Stadt holte
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Eine lebende Legende: Der Argentinier Alfredo Di Stefano (M.) schoss zwischen 1953 und 1964 für die Königlichen 216 Tore in 282 Spielen
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Eine lebende Legende: Der Argentinier Alfredo Di Stefano (M.) schoss zwischen 1953 und 1964 für die Königlichen 216 Tore in 282 Spielen
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Viele Jahre später war er einer der Stars: Der dreifache Weltfußballer Ronaldo (2.v.l.) wechselte 2002 von Inter Mailand nach Madrid...
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Viele Jahre später war er einer der Stars: Der dreifache Weltfußballer Ronaldo (2.v.l.) wechselte 2002 von Inter Mailand nach Madrid...
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...auch der Portugiese Luis Figo war bis 2005 ein Teil des weißen Balletts. Vor seiner Zeit in Madrid war er beim Erzrivalen FC Barcelona aktiv
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...auch der Portugiese Luis Figo war bis 2005 ein Teil des weißen Balletts. Vor seiner Zeit in Madrid war er beim Erzrivalen FC Barcelona aktiv
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Er war nicht nur im Champions-League-Finale 2002 der zentrale Mann im Spiel der Madrilenen: Der Franzose Zindedine Zidane (r.)...
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Er war nicht nur im Champions-League-Finale 2002 der zentrale Mann im Spiel der Madrilenen: Der Franzose Zindedine Zidane (r.)...
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...am Ende siegten Zidane und Co. mit 2:1 über Bayer Leverkusen und sicherten sich damit den neunten Titel
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...am Ende siegten Zidane und Co. mit 2:1 über Bayer Leverkusen und sicherten sich damit den neunten Titel
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Bereits zwei Jahre zuvor war Real-Urgestein Raul (r. mit Fernando Morientes) in der Champions League erfolgreich. Real bezwang 2000 den FC Valencia mit 3:0
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Bereits zwei Jahre zuvor war Real-Urgestein Raul (r. mit Fernando Morientes) in der Champions League erfolgreich. Real bezwang 2000 den FC Valencia mit 3:0
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Einige Jahre zuvor, 1986: Die Königlichen gewinnen die UEFA-Cup-Endspiele gegen den 1. FC Köln
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Einige Jahre zuvor, 1986: Die Königlichen gewinnen die UEFA-Cup-Endspiele gegen den 1. FC Köln
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Santillana war in dieser Zeit ein großer Spieler in der spanischen Hauptstadt. Er trat insgesamt 461 Mal für Real in der Primera Division an (186 Tore)
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Santillana war in dieser Zeit ein großer Spieler in der spanischen Hauptstadt. Er trat insgesamt 461 Mal für Real in der Primera Division an (186 Tore)
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Der Montenegriner Predrag Mijatovic (r.) ging von 1996-1999 auf Torejagd. Zehn Jahre später war er als Sportdirektor tätig, wurde dann jedoch 2009 entlassen
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Der Montenegriner Predrag Mijatovic (r.) ging von 1996-1999 auf Torejagd. Zehn Jahre später war er als Sportdirektor tätig, wurde dann jedoch 2009 entlassen
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Real Madrid ist nie aus der spanischen Primera Division abgestiegen. Das gelang sonst nur noch Athletic Bilbao und dem FC Barcelona
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Real Madrid ist nie aus der spanischen Primera Division abgestiegen. Das gelang sonst nur noch Athletic Bilbao und dem FC Barcelona
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Passt Mourinhos Philosophie zu Real Madrid?

Ordnung ist das halbe Leben. Mourinho vertritt die Meinung, dass eine Mannschaft mit einer perfekten Organisation und funktionierendem Positionsspiel etwaige fußballerische Mängel kaschieren kann. Er überlässt dem Gegner gerne die Initiative und setzt stattdessen auf aggressives Spiel gegen den Ball. Die daraus resultierenden Fehler des Gegners sollen mit schnellem Umschaltvermögen genutzt werden.

Seine Mannschaften waren körperlich stets auf Topniveau, wenngleich Mourinho vorgibt, darauf nicht explizit Wert zu legen: "Wenn ich sehe, wie Spieler in der Vorbereitung Strände entlang laufen oder Berge hochkraxeln, lache ich mich tot. Das sind archaische Methoden. Ich weiß nicht, wo Physis anfängt und wo Psychologie aufhört. Ich sehe Fußball als großes Ganzes."

Das Studieren des Gegners ist ein wesentliches Teil im Mourinho-Puzzle. "Fußball ist wie Krieg: du musst deinen Feind beobachten und wissen, wie er angreift und verteidigt. Umso besser kannst du seine Schwächen erkennen und deine Erfolgschancen erhöhen", sagte Mourinho einmal.

Die Fußballphilosophie von Real Madrid lässt die Teilnahme an diesem Krieg nicht zu. Aktion steht über Reaktion, Offensive wird verehrt, Defensive verteufelt. Jupp Heynckes und Fabio Capello holten mit Real große Titel und wurden trotzdem gefeuert, weil die Mannschaft chronisch unspektakulär spielte.

Mourinho wird in erster Linie an seinen Erfolgen gemessen werden, doch nackte Ergebnisse reichen in Madrid nicht aus. Spektakel gehört im Bernabeu zum Inventar.

Mourinho will Real Madrid eine Identität verleihen. Dafür habe er bei vier Jahren Vertrag ausreichend Zeit. Seinen Stil werde er aber nicht ändern, geschweige denn anpassen. "Ich werde der gleiche Mourinho bleiben - mit all meinen Qualitäten und Fehlern."

Mourinho ist intelligent genug, um zu wissen, dass er mit 1:0-Fußball in Madrid keine Freunde gewinnen kann. Andererseits lässt sich der Coach ungern verbiegen und womöglich sogar diktieren, wie er seine Arbeit zu erledigen hat. In Mourinhos Team hat jeder seine Stimme. Jeder wird gehört, damit teilt Mourinho die Verantwortung auf. Am Ende aber legt er den Kurs fest. Und der sieht eben eher vorsichtig aus. Das birgt Konfliktpotential.

Wie ist das Verhältnis zu den Vorgesetzten?

Gleich am ersten Tag düpierte Mourinho Präsident Florentino Perez. Dem Boss schwebte eine pompöse Vorstellungszeremonie a la Cristiano Ronaldo vor. Mourinho winkte ab und setzte durch, im wenig glamourösen Pressesaal präsentiert zu werden. Perez war nicht zugegen, dafür aber Generaldirektor Jorge Valdano.

Ausgerechnet Valdano. Der Argentinier hatte Mourinho einst heftig kritisiert. Das Champions-League-Halbfinale 2007 zwischen dem FC Liverpool und Chelsea habe die hässliche Fratze des Fußballs gezeigt. "Wenn Chelsea und Liverpool Vorreiter des Fußballs der Zukunft sind, sollten wir der Schönheit und dem Ausdruck des Fußballs, den wir in den letzten 100 Jahren schätzen und lieben gelernt haben, Goodbye sagen", so Valdano damals.

Mourinho war damals Coach der Blues. Bei der Vorstellung des neuen Real-Trainers sagte Valdano: "Wir sind stolz, einen der prestigeträchtigsten Trainer der Welt bei uns zu haben."

Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass Valdano bis zuletzt an Manuel Pellegrini festhielt. Der Generaldirektor fürchtet um die Beschneidung seiner Kompetenzen. Mourinho engagiert sich mit Vorliebe über sein Amt als Trainer hinaus. Er spielt Manager und fordert das absolute Sagen in Sachen Spielertransfers. Er wird sich keine Stars vor die Nase setzen lassen, nur weil diese den Trikotverkauf ankurbeln.

Im August 2009 schickte Valdano Arjen Robben und Wesley Sneijder weg, obwohl Pellegrini gerne mit den Niederländern gearbeitet hätte. Mourinho dagegen ist kein Spielball der Bosse. Der Portugiese wird sich wehren, notfalls auch auf Kosten seines Jobs. Angeblich besitzt Mourinho eine Vertragsklausel, nach der er direkt an Perez berichtet und nicht an einen zwischengeschalteten Direktor.

Mourinho hat die Macht, Valdano das Nachsehen. Eigentlich ist die Notwendigkeit des Generaldirektors obsolet geworden.

Jose Mourinho - Eine Karriere in Bildern
Kein normaler Trainer. Nein, er ist The Special One: Jose Mourinho!
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Kein normaler Trainer. Nein, er ist The Special One: Jose Mourinho!
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1997 wird er als Bobby Robsons Übersetzer und Scout mit dem FC Barcelona Sieger im Europapokal der Pokalsieger
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1997 wird er als Bobby Robsons Übersetzer und Scout mit dem FC Barcelona Sieger im Europapokal der Pokalsieger
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Louis van Gaal machte Mourinho bei Barca zu seinem Co-Trainer. Von 2000 bis 2002 trainierte Mourinho Benfica Lissabon und Uniao Leiria
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Louis van Gaal machte Mourinho bei Barca zu seinem Co-Trainer. Von 2000 bis 2002 trainierte Mourinho Benfica Lissabon und Uniao Leiria
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2002 wechselte er zum FC Porto. Dort gewann er 2003 den UEFA-Cup und 2004 die Champions League. Mourinho wikrt unbeteiligt...
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2002 wechselte er zum FC Porto. Dort gewann er 2003 den UEFA-Cup und 2004 die Champions League. Mourinho wikrt unbeteiligt...
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...doch er nutzte schon vorher die Gelegenheit für einen innigen Moment mit der wichtigste Trophäe im Vereinsfußball
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...doch er nutzte schon vorher die Gelegenheit für einen innigen Moment mit der wichtigste Trophäe im Vereinsfußball
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2004 wechselt Mourinho auf die Insel und trainiert bis 2007 den FC Chelsea
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2004 wechselt Mourinho auf die Insel und trainiert bis 2007 den FC Chelsea
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Mit den Blues wird Mourinho Meister (2005, 2006), Pokalsieger (2007), Liga-Pokalgewinner (2005, 2007) und Supercup-Gewinner (2005)
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Mit den Blues wird Mourinho Meister (2005, 2006), Pokalsieger (2007), Liga-Pokalgewinner (2005, 2007) und Supercup-Gewinner (2005)
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Der ganz große Triumph in der Champions League bleibt ihm allerdings verwehrt
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Der ganz große Triumph in der Champions League bleibt ihm allerdings verwehrt
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2008 wechselt Mourinho zu Inter Mailand und freut sich wie ein Wahnsinniger, als sein Team in der Champions League 2010 gegen Barca den Finaleinzug schafft
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2008 wechselt Mourinho zu Inter Mailand und freut sich wie ein Wahnsinniger, als sein Team in der Champions League 2010 gegen Barca den Finaleinzug schafft
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In der Serie feiert er derweil seinen zweiten Meistertitel. Präsident Maurizio Beretta überreicht Jose Mourinho die verdiente Medaille
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In der Serie feiert er derweil seinen zweiten Meistertitel. Präsident Maurizio Beretta überreicht Jose Mourinho die verdiente Medaille
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Neben den beiden Meistertiteln holt er mit Inter 2008 den Supercup und 2010 den italienischen Pokal
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Neben den beiden Meistertiteln holt er mit Inter 2008 den Supercup und 2010 den italienischen Pokal
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Am 22. Mai 2010 krönte Mourinho mit dem CL-Sieg die Saison 2009/2010 - das Triple mit Inter Mailand war perfekt
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Am 22. Mai 2010 krönte Mourinho mit dem CL-Sieg die Saison 2009/2010 - das Triple mit Inter Mailand war perfekt
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Nach dem CL-Sieg verkündete Mourinho trotz seinen Abschied aus Mailand. Er wechselte zu Real Madrid. Nach drei Jahren ging es dann zurück zum FC Chelsea
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Nach dem CL-Sieg verkündete Mourinho trotz seinen Abschied aus Mailand. Er wechselte zu Real Madrid. Nach drei Jahren ging es dann zurück zum FC Chelsea
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Mit Madrid gewann er die Meisterschaft und die Copa del Rey - jedoch nie die Champions League. 2013 kehrte er zu Chelsea zurück
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Mit Madrid gewann er die Meisterschaft und die Copa del Rey - jedoch nie die Champions League. 2013 kehrte er zu Chelsea zurück
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Wie ist das Verhältnis zu den Medien?

Mourinho treibt das Spiel mit der Presse gerne auf die Spitze. Mourinho beleidigt keine Journalisten, aber er stellt ihre Inkompetenz mit Vorliebe anhand zynischer Kommentare heraus. Auf Kritik reagiert Mourinho dünnhäutig. Den Mailänder Journalisten gab er seit März nur noch in offiziellen Pressekonferenzen Auskunft.

Die Zusammenarbeit mit der nicht gerade zimperlichen spanischen Presse dürfte interessant werden.

Wie sieht der Kader 2010/11 aus?

Mourinho hält wenig von der von den Fans gewünschten "Espanolization" des Kaders. "Die Identität einer Mannschaft hängt nicht von der Nationalität der Spieler ab", sagte er am Montag in Madrid. Bei Inter stand unter Mourinho selten ein Italiener in der Startelf.

Bei den gehandelten Neuzugängen sind mit Jesus Navas (FC Sevilla) und David Silva (FC Valencia) aber immerhin zwei Spanier dabei. Mourinhos erklärter Wunschspieler ist Maicon. Der Coach würde den Rechtsverteidiger liebend gerne aus Mailand mitbringen. Sergio Ramos sieht Mourinho eher als Innenverteidiger.

Als Defensivpart zu Xabi Alonso hat Mourinho Daniele De Rossi vom AS Rom im Auge. Außerdem im Gespräch: Steven Gerrard (FC Liverpool), Angel Di Maria (Benfica Lissabon) und Aleksandar Kolarow (Lazio Rom), der als neuer Roberto Carlos gilt. Geld hat bei Neuverpflichtungen in Madrid selten eine Rolle gespielt. Mourinho wird Perez von seinen Wünschen unterrichten. Der Boss wird seinem Heilsbringer jeden Wunsch erfüllen (wollen).

Über Namen will Mourinho aber nicht sprechen: "Nennt man den Spieler einmal, kostet er eine Million. Nennt man ihn zehn Mal, kostet er zehn Millionen. Es geht nicht um Namen, sondern um die Frage: Welches Profil muss ein Spieler haben, um die Mannschaft weiterzubringen. Ich kann sagen, dass die Basis des Kaders gelegt ist und ich damit zufrieden bin. Große Transfers wird es nicht geben."

Christoph Metzelder und Guti werden den Verein verlassen. Als Streichkandidaten gelten Fernando Gago, Royston Drenthe, Mahamadou Diarra, Rafael van der Vaart und Karim Benzema.

Gonzalo Higuain hat seinen Vertrag bis 2016 verlängert.

Wie lauten Mourinhos Ziele?

La Decima steht über allem. "Der Verein und die Fans träumen vom zehnten Titel im Landesmeistercup. Das tue ich auch. Mit Porto und Inter habe ich jeweils in meiner zweiten Saison die Champions League gewonnen. Ich kann nichts versprechen, aber ich möchte es bei Real Madrid früher schaffen."

Zudem will Mourinho die Vormachtstellung in Spanien zurückerobern. "Ich habe keine Angst vor Barcelona. Das Wort Angst existiert nicht in meinem Wortschatz. Ich hätte kein Problem damit, am ersten Spieltag gegen Barcelona zu spielen. Mein erster Gegner als Chelsea-Coach war Manchester United, in der Serie A habe ich mit Inter am zweiten Spieltag gegen Milan gespielt."

Wo Mourinho ist, ist Erfolg, auch wenn er 2007 bei Chelsea rausflog. Seine Titelsammlung ist beeindruckend und sein Selbstvertrauen seit jeher enorm: "Ich denke nicht im Geringsten an eine Entlassung, sondern an Titel. Es ist das Größte, mit Real Titel zu gewinnen."

Wie reagiert die Konkurrenz?

Mit der branchenüblichen Gehässigkeit. Barca-Präsident Joan Laporta respektiert Mourinho und spricht von einem sehr guten Trainer. Das Trainer-wechsel-dich-Spielchen beim Erzfeind nimmt Laporta aber wiederholt zum Anlass, sich über die verzweifelten Versuche der Königlichen nach einer Identitätsfindung zu amüsieren.

"Real Madrid leidet an Barcelonitis. Wir sind in der komfortablen Situation, dass unser Modell funktioniert. Wir haben in den letzten zwei Jahren alles gewonnen. Real sucht fieberhaft nach Lösungen, unserem Erfolgsmodell entgegenzuwirken", sagte Laporta.

Fortsetzung folgt...

Der aktuelle Kader von Real Madrid

Thomas Gaber

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