Juves Stephan Lichtsteiner im Interview

"Antonio Conte ist die pure Entschlossenheit"

Von Interview: Christian Bernhard
Donnerstag, 12.01.2012 | 14:49 Uhr
Stephan Lichtsteiner (l.), Rechtsverteidiger bei Juventus, hat sich in Turin bestens eingelebt
© Imago
Advertisement
Bundesliga
Bundesliga Test 1
First Division A
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Arsenal -
Benfica
Bundesliga
Bundesliga Test 2
Bundesliga
Bundesliga Test 3
Bundesliga
Bundesliga Test 6
Bundesliga
Bundesliga Test 4
Bundesliga
Bundesliga Test 5
Bundesliga
Bundesliga Standout Test 7
First Division A
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Partizan -
Javor
1. HNL
Rijeka -
Istra
Super Cup
Monaco -
PSG
Serie A
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
Real Madrid -
Barcelona
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
Arsenal -
Sevilla
Bundesliga
Bundesliga Test 9
First Division A
St. Truiden -
Gent
Superliga
Brondby -
Lyngby
Bundesliga
Bundesliga Test 8
Bundesliga
Bundesliga Test 10
Super Liga
Rad -
Roter Stern
Serie A
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Gremio -
Santos
Premier League
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Villarreal -
Real Saragossa
UEFA Champions League
Basaksehir -
Brügge
Copa Sudamericana
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Lens -
Nimes
First Division A
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Monaco -
Toulouse
Championship
Sunderland -
Derby
J1 League
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Tottenham -
Juventus
Championship
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Caen
Ligue 1
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Rennes
CSL
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
Lille -
Nantes
Allsvenskan
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
Bolton -
Leeds
First Division A
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
Inter Mailand -
Villarreal
Copa Libertadores
River Plate -
Guarani
J1 League
Shimizu -
Osaka
J1 League
Kobe -
Kashima
League Cup
Colchester -
Aston Villa
Copa Libertadores
Gremio -
Godoy Cruz
Club Friendlies
Sevilla -
AS Rom
Copa Libertadores
Botafogo -
Nacional

Stephan Lichtsteiner ist unumstrittener Stammspieler bei Juventus Turin und führt mit den Bianconeri zusammen mit Meister Milan die Serie-A-Tabelle an. Im Interview spricht der Schweizer Rechtsverteidiger über die Weltmarke Juventus, die Geheimnisse von Trainer Antonio Conte, ein spezielles Erlebnis mit Andrea Pirlo und einen prägenden Aufenthalt in Mosambik.

SPOX: Herr Lichtsteiner, Juventus steht zusammen mit Meister Milan an der Spitze - und unweigerlich macht im Umfeld das Wort Scudetto die Runde.

Stephan Lichtsteiner: Unser großes Ziel ist die Qualifikation für die Champions League. Das ist für uns Spieler, die Fans und den Verein extrem wichtig. Juve ist eine Weltmarke und den Verein über zwei Jahre nicht in der Königsklasse zu sehen, ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Klar, wenn es für ganz oben reicht, sagen wir nicht nein, aber Milan ist extrem stark und Udinese, Inter, Napoli, sowie Lazio sind auch vorne dabei.

SPOX: Welche Rolle spielt das neue "Juventus Stadium" für die Mannschaft?

Lichtsteiner: Die Heimspiele sind immer extrem wichtig. Wenn wir jetzt im neuen Stadion vor einem hervorragenden Publikum und bei dieser tollen Stimmung spielen, gibt es uns zusätzliche Power.

SPOX: Das Stadion ist also ein Faktor für die Mannschaft?

Lichtsteiner: Natürlich. Die Spiele sind nicht von vornherein gewonnen, aber die Stimmung gibt dir weitere Energie, dass du den einen zusätzlichen Schritt machst. Dadurch steigt unser Selbstvertrauen und die Gegner sind eingeschüchtert, wenn sie zu uns kommen.

SPOX: Ihr Name wird für immer mit dem neuen Stadion verbunden sein: Sie haben das erste Pflichtspieltor erzielt.

Lichtsteiner: Für mich persönlich war das ein super Augenblick. Für einen Verteidiger ist es immer speziell, so weit vorne zu sein und dann auch noch zu treffen. Das Wichtigste ist aber, dass wir die Spiele gewinnen. Wer dann die Tore macht, ist eigentlich nebensächlich.

SPOX: Juventus ist einer der größten Vereine der Welt. Im Zusammenhang mit den Bianconeri ist immer wieder vom "spirito Juve" die Rede. Wie zeigt sich der?

Lichtsteiner: Der war von Anfang an zu spüren. Juve ist eine Weltmarke und gehört zu den wichtigsten Vereinen der Welt. Es ist normal, dass es im Lauf der Vereingeschichte vielleicht auch Phasen gibt, in denen es nicht so läuft, wie es der Klub eigentlich gewohnt ist - so wie es Juve in den letzten Jahren ergangen ist. Zweimal Platz sieben war alles andere als Juventus-like. Deshalb hat man von Beginn an den Druck, aber auch den Hunger der Klubführung und der Spieler gespürt: Wir sind Juve und müssen zeigen, dass wir nicht damit zufrieden sind, nur für den Verein zu spielen, sondern für ihn zu gewinnen. Das ist das Wichtigste und das bekommen wir auch eingehend von unserem Trainer eingetrichtert, der ja jahrelang für den Klub gespielt und sehr viel gewonnen hat. Diese Mentalität übermittelt er uns.

SPOX: Was macht Antonio Conte aus?

Lichtsteiner: Abgesehen davon, dass er ein sehr guter Fußballer war und alles mitbringt, was man taktisch und technisch wissen muss, ist er ein super Trainer. Er kennt den Verein, was extrem wichtig ist und er hat die Fans hinter sich. Conte ist die pure Entschlossenheit, er will immer gewinnen. Er verlangt in jedem Training das Maximum und ist nach keinem Spiel so richtig zufrieden. Conte lässt einfach nicht nach.

SPOX: Juve tritt unter Conte taktisch sehr variabel auf: Zuerst bevorzugte der Coach das 4-2-4-System, dann stellte er auf 4-3-3 um und in Neapel hat er im 3-5-2 spielen lassen.

Lichtsteiner: Das ist eine weitere Qualität des Trainers. Er schafft es, uns im Training die Systeme samt Laufwege und allem was dazu gehört sehr gut zu erläutern. Er weiß, wie der Fußball funktioniert und er kann sich anpassen. Als Juve gibt es nicht viele Spiele, in denen du dich anpasst, aber gegen Napoli war es wichtig, da sie ein spezielles System spielen.

SPOX: Conte verkörpert die "Juventinitá" wie kaum ein zweiter. Dieser Geist scheint wieder zurück zu kehren.

Lichtsteiner: Das stimmt. Wobei man auch sagen muss, dass er schon letztes Jahr mit Siena in der Serie B hervorragenden Fußball gespielt und seine Ideen vermittelt hat. Jetzt versteht man auch, wieso die Juve-Fans so hinter ihm stehen: Man sieht eine Mannschaft, die guten Fußball spielt und die 90 Minuten Vollgas gibt.

SPOX: Immer Vollgas - das deckt sich mit Ihrer Spielweise.

Lichtsteiner: Ja, ich denke wir spielen fast schon englischen Power-Fußball. Diese Art zu spielen ist sehr kraftraubend, deshalb ist es für uns von Vorteil, dass wir nicht international spielen. Für mich ist dieser Stil perfekt, ich bin auch einer, der sowohl offensiv als defensiv immer Vollgas geben will. Ich marschiere die Linie seit mehreren Jahren rauf und runter, auch bei Lazio und Lille habe ich so gespielt. Und wenn mich die Fans weiter so anfeuern wie bisher, lasse ich erst recht nicht nach.

SPOX: Sie haben sich in Turin sofort sehr gut zurechtgefunden und sind zusammen mit Andrea Barzagli der einzige Spieler, der in den bisherigen 17 Ligaspielen immer durchgespielt hat. Sind Sie überrascht, dass es so schnell ging?

Lichtsteiner: Eigentlich nicht, denn es ist ja nicht so, dass ich die Liga gewechselt habe: Ich kenne die Serie A und die italienische Mentalität schon seit drei Jahren, und ich spreche die Sprache. Das hat mir die Eingewöhnung erleichtert. Dazu kommt, dass Juve nach zwei, drei schweren Jahren wieder gewisse Erwartungen hatte. Aber es ist schön, dass es so schnell geklappt hat und die Mannschaft in dieser Saison wirklich vorne mitspielen kann. Für mich war es der richtige Wechsel, um mich fußballerisch und persönlich weiter zu entwickeln. Mit all diesen Spielern und Persönlichkeiten zu arbeiten, ist ein Traum.

Seite 2: Lichtsteiner über Pirlo, Vidal und ein prägendes Erlebnis in Mosambik

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung