Milan vor Trennung von Coach Leonardo

SID
Donnerstag, 29.04.2010 | 18:53 Uhr
Leonardo übernahm das Traineramt bei Milan zu Beginn der laufenden Saison
© Getty
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Silvio Berlusconi, Präsident des AC Mailand, hat die Trennung von Trainer Leonardo angekündigt. "Ja, er geht", so der Italiener. Als Nachfolger wird Filippo Galli gehandelt.

Trainer Leonardo steht beim italienischen Traditionsklub AC Milan offenbar vor dem Aus. Italiens Regierungschef und Milan-Präsident Silvio Berlusconi ist entschlossen, den Brasilianer am Ende der Saison abzulösen. Dies habe Berlusconi am Mittwochabend im Gespräch mit einigen Senatoren seiner Partei in Rom verkündet, schrieb die Tageszeitung "Corriere dello Sport" am Donnerstag auf ihrer Homepage.

"Ja, er geht. Der neue Trainer? Wir verhandeln", sagte Berlusconi nach Berichten von Anwesenden. "Leonardo war zu dickköpfig, die Mannschaft hat schlecht gespielt. Aber Leonardo ist ein guter Mensch und ein guter Trainer", sagte Berlusconi.

Laut "Sky Sport 24" missfiel Berlusconi vor allem die Spielweise seiner Profis in der abgelaufenen Saison. "Das Beste wird sein, wenn ich selbst Trainer bei Milan werde", soll er gesagt haben.

Galli heißer Kandidat

Angeblich soll Leonardo durch Filippo Galli ersetzt werden. Der 47-Jährige war in seiner aktiven Zeit Torhüter bei Milan. Unter Ex-Trainer Carlo Ancelotti galt er als dessen "rechte Hand". Mailand will offenbar auf jeden Fall wieder auf einen jungen Coach setzen.

Leonardo wurde nach der Niederlage am vergangenen Wochenende gegen US Palermo von Geschäftsführer Adriano Galliani zum Krisengespräch gerufen.

Ohne Chance im Titelkampf

Die Rossoneri liegen in der Serie A mit 64 Punkten neun Zähler hinter Stadtrivale Inter Mailand (73) sowie dem AS Rom (71) auf Platz drei.

Nach dem Einzug von Inter ins Champions-League-Finale gegen Bayern München am 22. Mai in Madrid gratulierte Berlusconi dem Lokalrivalen.

"Ich unterstütze immer die italienischen Vereine, die im Ausland spielen. Inter war wirklich gut, als Milan-Besitzer ist es allerdings schwierig, das zuzugeben", sagte er.

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