Eigene Liga für Spitzenteams?

Unterstützung für Berlusconis Superliga

SID
Freitag, 25.04.2008 | 11:09 Uhr
Berlusconi, Lotito, Serie A, superliga
© Imago
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Mailand - Gerade erst hat Silvio Berlusconi die Wahlen in Italien gewonnen, schon macht sich der 71-Jährige wieder Gedanken über Fußball. Eine Superliga will er in Italien gründen - und erhält dafür jetzt Unterstützung.

Claudio Lotito, seines Zeichens Präsident von Lazio Rom, stärkt Berlusconi den Rücken. "Ich glaube, seine Idee könnte viele der Probleme lösen, mit denen so viele Teams zu kämpfen haben", sagte Lotito. "Wir müssen die Situation genau auswerten und einen fairen Wettbewerb schaffen, in dem die teilnehmenden Klubs die gleichen Chancen haben."

Derzeit sei dies laut Lotito nicht möglich. Denn: "Einige Vereine haben ganz einfach größere Ressourcen als andere", so der Lazio-Präsident. "Erst durch eine Superliga gäbe es gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Teilnehmer." Das Lazio, derzeit nur auf Platz zwölf der Serie A, dadurch einige finanzschwache Konkurrenten auf den vorderen Plätzen eliminieren würde, verschweigt Lotito allerdings.

Eigene Meisterschaft für Top-Klubs?

Zur Erinnerung: "Die großen Klubs sollten ihre eigene Meisterschaft haben", hatte Berlusconi in einem Radio-Interview gefordert. "Wenn man eine so teure Mannschaft aufbaut, kann man nicht in der Provinz vor weniger als 20.000 Zuschauern spielen."

Nur bei den Duellen der großen Klubs seien die Stadien voll und die Einschaltquoten der TV-Übertragungen hoch. Und nur mit diesen großen Teams könne Italien wieder eine Macht im internationalen Fußball werden.

"Altes Steckenpferd" 

Dabei ist Berlusconis Vorschlag nicht einmal neu. "Das ist sein altes Steckenpferd", kommentierte etwa die "La Gazzetta dello Sport". Schon Anfang der 90er Jahre wollte Berlusconi nämlich eine eigene Liga. Damals allerdings auf europäischer Ebene.

Als Milan-Präsident wird auch Berlusconi sein Projekt nicht weiterverfolgen können. Sobald er als Ministerpräsident vereidigt wird, tritt der Multi-Milliardär als Präsident zurück, er bleibt jedoch Besitzer des Klubs.

Ein neuer Präsident wird nicht gewählt. Die Geschäfte führt dann Vize-Präsident Adriano Galliani. Berlusconis Vertrauensmann hatte auch schon während Berlusconis vorhergehender Amtszeit als Regierungschef den Verein geleitet.

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