Fussball

Coupe de la Ligue: Sensation! PSG fliegt gegen Liga-Schlusslicht Guingamp raus

SID
Treffer ins Herz: Ein Elfmeter in der Nachspielzeit besiegelte die erste Pariser Niederlage im Coupe de la Ligue seit 2012.

Paris Saint-Germain hat seine erste Niederlage der Saison in einem nationalen Wettbewerb kassiert. Im Ligapokal schied die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel im Viertelfinale mit 1:2 (0:0) gegen EA Guingamp aus. Thomas Tuchel reagierte verärgert.

Mit den früheren Bundesligaprofis Julian Draxler und Thilo Kehrer in der Startelf ging Paris zunächst durch Superstar Neymar (63.) in Führung.

Yeni N'Gbakoto (81.) und Marcus Thuram (90.+3), der Sohn von Frankreich-Legende Lilian Thuram, drehten die Partie mit zwei Strafstößen. Zuvor hatte Thuram (61.) bereits einen Elfmeter vergeben. Den Elfmeter zur Entscheidung hatte Kehrer mit einem ungeschickten Einsteigen gegen Thuram verursacht.

Für die Hauptstädter war es die erste Niederlage im Ligapokal seit 2012 oder anders gesagt die erste Pleite nach 44 Pokal-Siegen in Folge. Anschließend gewann PSG den Coupe de la Ligue fünf Mal in Folge.

Thomas Tuchel erklärt PSG-Niederlage: "Zu viel Selbstvertrauen"

"Ehrlich gesagt haben wir mit zu viel Selbstvertrauen gespielt", ordnete Tuchel die Niederlage im Anschluss ein. Gegen den Underdog waren die PSG-Stars nicht am Leistungslimit: "Wir haben ohne Hunger gespielt, um dieses Spiel zu gewinnen. Es gilt, viele Dinge zu verbessern und daraus zu lernen."

Gleichwohl betonte er die Wichtigkeit von Niederlagen und will aus dem Dämpfer lernen: "Es ist wichtig, im Sport zu verlieren. Es ist schwer, aber notwendig, um weiter zu wachsen. War es ein Unfall? Ich hoffe es." Sein Team habe aber trotz allem "großen Druck" erzeugt.

Dass Guingamp drei Elfmeter zugesprochen bekam, fand Tuchel übertrieben: "Ich bin wegen des zweiten Elfmeters gegen uns sauer. Der ist nie im Leben ein Strafstoß. Da war absolut nichts. Es gab keinen Kontakt zwischen beiden Spielern."

AS Monaco siegt im Elfer-Krimi - Naldo scheitert bei Debüt vom Punkt

Die AS Monaco hat derweil beim Debüt des ehemaligen Schalke-Profis Naldo das Halbfinale im französischen Ligapokal erreicht. Im Viertelfinale setzte sich die Mannschaft von Trainer Thierry Henry gegen Stade Rennes mit 9:8 (1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen durch. Naldo scheiterte vom Punkt, der frühere Leverkusener Benjamin Henrichs verwandelte.

Torhüter Loic Badiashile führte mit dem elften Strafstoß der Monegassen die Entscheidung herbei, nachdem sein Gegenüber Tomas Koubek zuvor verschossen hatte. In der regulären Spielzeit traf zunächst Benjamin Bourigeaud (30.) für die Gäste, Rony Lopes (55.) glich für Monaco aus.

Die weiteren Halbfinalisten sind Girondins Bordeaux, das sich 1:0 (0:0) gegen AC Le Havre durchsetzte, und Racing Straßbourg. Die Elsässer hatten am Dienstag 2:1 bei Olympique Lyon gewonnen.

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