Premier League, 4. Spieltag: Manchester United - Manchester City 1:2

City entscheidet Manchester-Derby für sich

Samstag, 10.09.2016 | 15:31 Uhr
Kevin de Bruyne war überragender Mann für Manchester City
Advertisement
Premier League
West Ham -
Brighton
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Premier League
Southampton -
West Brom
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Everton -
Arsenal
Premier League
Tottenham -
Liverpool
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
Premier League
Brighton -
Southampton
Premier League
Leicester -
Everton
Premier League
Burnley -
Newcastle

Am 4. Spieltag der Premier League hat Manchester United das Derby gegen Manchester City mit 1:2 (1:2) verloren. Leroy Sane feierte sein Debüt in England, Kevin de Bruyne und Kelechi Iheanacho trafen für die Citizens. Zlatan Ibrahimovics Treffer reichte für die Red Devils nicht aus.

Vor 75.635 Zuschauern im Old Trafford ging Manchester City im Derby durch Kevin de Bruyne (15.) in Führung. Beim Debüt von Claudio Bravo und später Leroy Sane waren die Citizens lange spielbestimmend und legten durch Kelechi Iheanacho (36.) nach. Zlatan Ibrahimovic (42.) gelang nach einem Fehler von Bravo der Anschluss vor der Pause.

Erlebe die Premier League Live auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

In der zweiten Halbzeit ging es hin und her, beste Chancen wurden auf beiden Seiten nicht genutzt. De Bruyne traf den Pfosten, United forderte mehrfach Elfmeter. Schiedsrichter Mark Clattenburg entschied aber stets richtig dagegen.

Durch Citys Sieg entzerrt sich die Spitze der Premier League etwas. Die Skyblues ziehen mit zwölf Punkten aus vier Spielen davon, während der Lokalrivale United die erste Niederlage hinnehmen muss und weiterhin bei neun Punkten steht.

Die Reaktionen:

Jose Mourinho (Trainer ManUnited): "In der ersten Halbzeit waren sie deutlich besser als wird. Viele Spieler waren unter ihrem Niveau. Dann wurden wir besser, Fernando kam, weil sie gemerkt haben, dass wir in Kontrolle waren. Ehrlich gesagt hatte ich zwei, drei Spieler, die ich im Nachhinein nicht mehr wählen würde. Sie haben mir nicht gegeben, was ich wollte. Ihr Fehler, mein Fehler."

Pep Guardiola Trainer ManCity): "In der zweiten Halbzeit haben wir einige Änderungen durchgeführt. Sie sind einfach stärker bei hohen Bällen als wir. Da kann alles passieren, aber Otamendi war herausragend. Wir haben insgesamt gut gespielt, den Ball schnell gewonnen, aber wir müssen mehr aus den Kontern machen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Nicht viel Grund, Dinge zu ändern sieht Jose Mourinho nach dem 1:0-Sieg bei Hull City. Mata und Martial sind erstmal draußen, Mkhitaryan und Lingard starten. Defensiv bleibt alles beim Alten, in der Zentrale mit Pogba, Rooney und Fellaini ebenfalls.

Pep Guardiola setzt derweil wie angekündigt nach dem 3:1-Sieg über West Ham erstmals auf Neuzugang Bravo im Tor, Caballero ist raus. Kolarov verteidigt für Clichy, Sagna für Zabaleta. Der gesperrte Agüero wird von Iheanacho vertreten, Sane bleibt nur die Bank. Gündogan fehlt weiterhin verletzt.

15., 0:1, de Bruyne: Bravo spielt zur linken Eckfahne auf Kolarov, United rückt nicht gut raus. Iheanacho erhält den langen Ball, gewinnt das Kopfballduell gegen Bailly und schickt de Bruyne an Blind vorbei. Der bleibt vor de Gea ganz cool.

36., 0:2, Iheanacho: City spielt den Ball von hinten schön nach vorne durch, de Bruyne dreht Blind geschickt aus und zieht flach ab. Der Ball klatscht an den Pfosten, Iheanacho reagiert fix und erhöht aus kurzer Distanz auf 2:0 City.

42., 1:2, Ibrahimovic: Valencia macht auf der rechten Seite richtig Meter und setzt Otamendi auf den Hosenboden, Silva greift zur Grätsche. Der folgende Freistoß landet in den Armen von Bravo, der den Ball aber fallen lässt. Ibrahimovic ist da und staubt ab.

45+2.: Mourinho ist schon auf dem Weg in die Kabine, da patzt Bravo fast wieder entscheidend. United kombiniert sich halblinks in den Strafraum, Bravo kommt gegen Lingard raus und muss passiv bleiben, um kein Foul zu verursachen. Lingard legt quer, Ibrahimovic scheitert an Stones, der auf der Linie klärt.

46.: Doppelwechsel zur Pause: Lingard und Mkhitaryan sind raus, Herrera und Rashford jetzt dabei.

49.: Rashford hat gleich Wirkung auf das Spiel, kommt zweimal am Flügel durch und sucht Ibrahimovic. Der Schwede ist aber doppelt glücklos im Abschluss.

56.: Bravo hat hier kein leichtes Spiel. Die Fans buhen und pfeifen, jeder lange Ball wird bejubelt. Stones schickt ihn in eine Grätsche gegen Rooney, der Engländer bleibt liegen, kann aber weitermachen.

70.: Rashford nimmt Stones im Konter einige Meter ab, zieht im Strafraum rein und trifft. Ibrahimovic stand aber im Abseits und lenkte den Ball entscheidend an Bravo vorbei ins Tor.

75.: Wieder Aluminium für de Bruyne. Sane dribbelt rechts auf Shaw zu, de Bruyne läuft ein, bekommt den Pass und zieht aus sehr spitzem Winkel ab. Innenpfosten und raus!

Fazit: Ein überragendes Spiel, das sich klar in zwei Halbzeiten unterteilen ließ. City kontrollierte die erste, United rannte in der zweiten an. Die Umstellungen beider Trainer neutralisierten sich letztlich zum Sieg der Citizens.

Der Star des Spiels: Kevin de Bruyne strahlte in der Offensive der Citizens eine unglaubliche Spiel- und Bewegungsfreude aus. Der Belgier war überall zu finden, immer für eine Idee gut und hatte so Anteil an beiden Treffern. Traf später nochmal Pfosten.

Der Flop des Spiels: Für Jesse Lingard wäre in der ersten Halbzeit eine Vermisstenanzeige angebracht gewesen. Auf dem linken Flügel fand er überhaupt nicht ins Spiel, hatte keine nennenswerte Aktion und wurde nach 45 Minuten ausgewechselt. Daley Blind war an zwei Gegentore nicht unbeteiligt, stabilisierte sich allerdings im Laufe der zweiten Hälfte. Claudio Bravo erlebte ebenfalls kein gutes Spiel.

Der Schiedsrichter: Mark Clattenburg ließ überhaupt keine Diskussionen aufkommen, was entscheidend dafür war, das Derby im Griff zu behalten. Jede Entscheidung wurde getroffen und nicht diskutiert, das tat dem Spiel gut. Trotz aller Elfmeterforderungen ein sehr gutes Spiel des Unparteiischen, der auch die Gelben Karten im richtigen Moment setzte.

Das fiel auf:

  • Manchester United überließ den Citizens wie angekündigt den Ball. Die Zonen links und rechts nahe der Mittellinie wurden in einem 4-2-3-1-Mittelfeldpressing als Ziele ausgegeben, Innenverteidiger wie Torhüter nur selten angelaufen. Stieß einer der Innenverteidiger vor, blieb United relativ passiv und verstellte die nächsten Anspielstationen.
  • Besonders Otamendi fand über halblinks so vermehrt viel Platz vor, um weit in die gegnerische Halbzeit zu gehen. Fernandinho ließ sich dann leicht zurückfallen und sicherte den Argentinier ab. Auffällig dabei, wie oft Iheanacho aus dem Zentrum entgegen kam und so den Weg für die einstoßenden Silva und de Bruyne frei machte - siehe 1:0.
  • Nach einiger Zeit stellte Mourinho um und ließ früher attackieren. Wobei attackieren nicht ganz zutrifft, schoben die Red Devils doch höher, wurden aber nur selten wirklich aktiv. City verschob den Aufbau weiter nach hinten und band Bravo ein. Silva und Fernandinho halfen aus dem Mittelfeld mit und zogen so Lücken für vertikale Pässe auf.
  • Pogba und Rooney versuchten im Konter immer wieder, den Ball schnell nach außen zu verlagern. Da City im Gegenpressing eine große Kompaktheit aufbauen wollte, waren diese Zonen oft verwaist. Dabei fehlte aber das Timing durch die Flügelspieler, die den Ball nicht immer gleich mit dem ersten Kontakt vorantreiben konnten. Mourinho schickte nach 20 Minuten Martial und Rashford zum Aufwärmen.
  • Guardiola reagierte nach der Pause schnell und brachte Fernando für Iheanacho. Anschließend verschob er mehrmals, die Einwechslung von Sane machte ein 4-3-3 mit de Bruyne an vorderster Front perfekt, das United tatsächlich kommen ließ, um anschließend umzuschalten.
  • Dieser Ansatz war angesichts der United-Aufstellung sicher nicht falsch. Fellaini schob neben Ibrahimovic, um seine Stärke in der Luft einzubringen, Pogba und Herrera brachten die Mitte aber nicht gestopft. Rooney gab zwar den Box-to-Box-Spieler, lief aber viel hinterher.
  • Für die letzten zehn Minuten stellte Guardiola auf eine Fünferkette in der Defensive um, um dem Langholz von United entgegenzuwirken. Die Verteidiger sicherten sich gegenseitig ab, damit Fellainis Verlängerungen besser zu kontrollieren waren. Silva und Fernandinho bildeten die Zentrale, Sane und Nolito flankierten den beweglichen de Bruyne.

Manchester United - Manchester City: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung