Fussball

Später Sieg für schwache Citizens

Yaya Toure brachte Manchester City in Front

Manchester City hat am Boxing Day der Premier League trotz einer schwachen Leistung einen Sieg beim Tabellenschlusslicht gefeiert. Gegen Hull City siegte das Team von Pep Guardiola mit 3:0 (0:0).

Vor 23.134 Zuschauern im Kingston Communications Stadium verwandelte Yaya Toure einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung für die Citizens (72.). Damit verwandelte der Ivorer alle seine zehn Elfmeter in der Premier League.

Nur sechs Minuten später erhöhte der eingewechselte Kelechi Iheanacho auf 2:0. Der Angreifer erzielte in seiner jungen Karriere zwölf Treffer mit 19 Schüssen aufs Tor.

In der Nachspielzeit unterlief Curtis Davies ein Eigentor zum 3:0-Endstand.

Durch den dritten Sieg in Folge hält City zumindest den sieben Punkte großen Rückstand auf Chelsea. Hull bleibt mit nur zwölf Zählern Tabellenletzter.

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Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Phelan setzt auf die gleiche Startelf, die in der Vorwoche bei West Ham United eine 0:1-Niederlage hinnehmen musste.

Guardiola nimmt nach dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Arsenal dagegen vier Änderungen vor. Sagna, Stones, Fernandinho und Nolito ersetzen Zabaleta, Kolarov, Fernando und Sane.

53.: Erste dicke Chance der Partie! Clichy geht links zur Grundlinie und legt zurück auf De Bruyne ans linke Strafraumeck. Der Belgier nimmt den Ball an, legt ihn sich vor und zieht aufs kurze Eck. Das Leder knallt gegen den Innenpfosten und springt zurück ins Feld.

59.: Sagna rettet die Citizens! Nach einer Ecke von rechts kommt es zur Bogenlampe. Bravo irrt orientierungslos im Fünfer herum. Dawson hebt den Ball mit dem Kopf über den Keeper. Auf der Linie steht Sagna, rettet in allerhöchster Not und köpft die Kugel raus.

70.: Vom rechten Sechzehnereck flankt De Bruyne auf den langen Pfosten. Dort hat sich Iheanacho im Rücken seines Bewachers davongestohlen und kommt aus kurzer Distanz zum Abschluss. Marshall steht jedoch richtig und fängt den Ball.

72.: Sterling geht von rechts in den Sechzehner, dribbelt an Robertson vorbei - und wird von diesem völlig plump umgegrätscht. Glasklarer Elfer!

72., 0:1, Yaya Toure (Foulelfmeter): Der Ivorer läuft an, verzögert kurz, schickt Marshall in die falsche Ecke und netzt neben den linken Pfosten ein.

78., 0:2, Iheanacho: Wunderbar ausgespielter Angriff! De Bruyne treibt das Leder zentral an den Sechzehner. Rechts löst sich Silva, bekommt den Ball im richtigen Moment vom Belgier und leitet ihn per Direktabnahme an den Fünfer weiter. Dort ist Iheanacho durchgelaufen und muss nur noch den Schlappen reinhalten.

90.+4, 0:3, Davies (Eigentor): Sterling lässt Dawson mit drei Haken stehen wie einen Schuljungen und passt vom linken Fünfereck flach nach innen. Davier lenkt das Leder ins eigene Tor.

Fazit: Manchester City war erschreckend ideenlos im Spiel nach vorne. Erst eine individuelle Dummheit brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Das Ergebnis fällt am Ende zu deutlich aus.

Der Star des Spiels: Kevin De Bruyne. Mit Abstand der Beste in Citys bisweilen ideenloser Angriffsreihe. Wenn offensiv bei den Gästen etwas ging, hatte der Belgier seine Füße im Spiel. Gab die meisten Torschüsse ab und bereitete die meisten vor. Traf mit der ersten guten Chance der Partie nur den Pfosten und leitete mit starker Übersicht das 2:0 ein.

Der Flop des Spiels: Andrew Robertson. In einer Phase, in der Hull City dem Führungstor vielleicht sogar ein Stück näher war als der Favorit, leistete er sich mit seiner plumpen Grätsche gegen Sterling eine Dummheit, die letztlich spielentscheidend war. Klassischer Matchloser.

Der Schiedsrichter: Robert Madley. Entschied sich bei Clichys Handspiel (49.) gegen einen Strafstoß. Weil der Arm weit vom Körper abgespreizt war, hätte man da allerdings durchaus auf den Punkt zeigen können. Der Elfmeterpfiff für City war korrekt und alternativlos. Ansonsten hier und da mit kleinlicher Zweikampfbewertung, insgesamt aber solide.

Das fiel auf:

  • In den ersten Momenten der Partie presste Hull hoch auf den Spielaufbau der Gäste-Verteidiger, um auf diese Art und Weise Fehler zu erzwingen. Den Gefallen taten die Citizens dem Schlusslicht jedoch nicht und überzeugten mit einer konzentrierten Spielauslösung.
  • Die Dominanz der Guardiola-Elf in der Anfangsphase war erdrückend. Nach zehn Minuten stand ManCity bei 88 Prozent Ballbesitz.
  • Im 4-2-3-1 der Gäste rochierten besonders die vier Offensivspieler ständig. Auf dem Papier begann Nolito als Stoßstürmer, immer wieder ließ dieser sich jedoch auf die Flügel fallen. Dafür rückten dann Sterling, Silva oder De Bruyne auf die Position der falschen Neun.
  • Nach einem starken Start verloren die Citizens den Faden. Im letzten Drittel wirkte das Spiel ideenlos, die einfachen Zuspielfehler häuften sich. Dadurch fiel auch die gesamte Partie in eine Art Tiefschlafphase, da sich Hull weiterhin ausschließlich auf die Abwehrarbeit konzentrierte.
  • In der zweiten Halbzeit häuften sich die Offensivaktionen - und zwar auf beiden Seiten, weil die Tigers plötzlich spürten, dass sich die Guardiola-Elf an diesem Abend nicht in der besten Verfassung präsentierte und durchaus etwas zu holen sein könnte.

Hull City - Manchester City: Die Daten zum Spiel

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