Arsenal-Trainer mahnt zur Besonnenheit

Wenger bezichtigt Medien der "Gehirnwäsche"

Von Jöran Landschoff
Montag, 26.08.2013 | 11:43 Uhr
Für Arsene Wenger ist die mediale Berichterstattung zum FC Arsenal unverhältnismäßig
© getty
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Nach dem 3:1-Erfolg gegen den FC Fulham hat Trainer Arsene Wenger die unverhältnismäßige Berichterstattung der Medien über den FC Arsenal kritisiert. Den Fans sei die Krise des Vereins von außen eingeredet worden, die Reaktionen in der heutigen Welt seien "überzogen". Der Franzose verwies auf gute Ergebnisse der Vorsaison und mahnte zur Besonnenheit.

"Die Medien haben generell das Emirates ein wenig einer Gehirnwäsche unterzogen", zitiert der "Mirror" Wenger. Die Kritik der Medien sei in Anbetracht der vielen titellosen Jahre vielleicht vertretbar. "Aber damit müssen wir leben und uns darauf konzentrieren, guten Fußball zu spielen", richtete der Trainer den Blick nach vorne.

Arsenal hatte die Saison mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Aston Villa begonnen. Die Fans kritisierten danach die Transferpolitik Wengers, der nur einen Perspektivspieler verpflichtet hatte. Das Hinspiel der Champions-League-Play-Offs gegen Fenerbahce gewannen die Gunners mit 3:0, am zweiten Spieltag der Premier League ließen sie ein 3:1 gegen Fulham folgen. Die angebliche Krise scheint damit schnell beendet zu sein.

"Immer gleich eine überzogene Reaktion"

Wenger machte die moderne, schnelllebige Welt für die Entrüstung der Fans verantwortlich: "Die Leute wollen immer Neuigkeiten. Wir leben in einer Welt, die sehr interessant, aber auch sehr exzessiv ist." Die Leute seien heutzutage schnell kritisch. "Es gibt immer gleich eine überzogene Reaktion", bemerkte der Franzose und warnte davor, sich von einer solchen leiten zu lassen. "Die Verantwortlichen müssen sich mehr denn je davon distanzieren."

In Sachen Transfers könnte Wenger bald bei Yohan Cabaye von Newcastle United Vollzug melden. Der zentrale Mittelfeldspieler soll für 18,5 Millionen Euro wechseln. Wenger verwies aber auch auf den Vorteil, keine wichtigen Spieler abgegeben zu haben. "Dies ist das erste Jahr, in dem wir nicht durch den Verlust von Spielern traumatisiert wurden."

Arsenal hatte in den vergangenen Jahren unter anderen mit Samir Nasri, Cesc Fabregas und Robin van Persie Leistungsträger abgeben müssen. Am Dienstag empfangen die Gunners Fenerbahce um 20:45 Uhr zum Play-Off-Rückspiel.

Arsene Wenger im Steckbrief

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