Freitag, 11.06.2010

Newcastle United im Fokus

Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft

Es ist ein gutes Jahr her, als der englische Traditionsklub Newcastle United den bitteren Gang in die zweite Liga antreten musste. Mit dem direkten Wiederaufstieg in die Premier League konnten die Magpies den Betriebsunfall schnell korrigieren. Probleme gibt es aber dennoch.

Newcastle United stieg mit elf Punkten Vorsprung souverän in die Premier League auf
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Newcastle United stieg mit elf Punkten Vorsprung souverän in die Premier League auf

Die Abstiegssaison beim als launische Diva bekannten Klub kann man selbst für dessen exzentrische Standards getrost als turbulent und chaotisch bezeichnen.

Der damalige Coach Alan Shearer, der im April als Trainer verpflichtet wurde und den totalen Absturz in die Zweitklassigkeit verhindern sollte, resümierte nach dem Abstieg: "Wir können uns nicht beschweren. Wir können nicht sagen, dass wir Pech hatten." Mit Pech hatte der Abstieg der Magpies in der Tat wenig zu tun. Die Kategorien Unvermögen und Konzeptlosigkeit treffen den Kern sehr viel besser.

Das Chaos nimmt seinen Lauf

Der Klub machte seinem Ruf als Chaos-Verein alle Ehre. Zunächst warf der wie ein Heilsbringer gefeierte Coach Kevin Keagan nach einem Streit mit Klub-Besitzer Mike Ashley und Sportdirektor Dennis Wise im September 2008 das Handtuch. Die treuen Fans quittierten dies mit dem totalen Liebesentzug für den unbeliebten Ashley, der sich daraufhin nicht mehr in Newcastle blicken lassen konnte.

Die Fans demonstrierten für den geschassten Trainer und beim darauffolgenden Match im Ligapokal gegen Tottenham fanden nur 20.577 Fans den Weg ins Stadion - der Negativrekord seit dem Umbau des St. James' Park in eine moderne Arena mit über 50.000 Plätzen im Jahr 2000.

Eigentümer Ashley, ohne jedes Gespür für das Innenleben der Fans, spielte nach den Tumulten um die Keagan-Entlassung den trotzigen Jungen und stellte den Klub zum Verkauf - allerdings ohne Erfolg.

Ashley, ein Londoner Sportartikelhersteller, der seit seiner Übernahme des Klubs Mitte 2007 stets im Newcastle-Jersey auf der Ehrentribüne zu sehen war, traute sich aus Angst vor der Toon-Army, den Fans der Magpies, nun gar nicht mehr in Englands Norden. Die Anhänger fühlten sich von der "Cockney Mafia" verschaukelt.

Die umsatzstärksten Klubs Europas 2010
Platz 20: Newcastle United. Umsatz: 101,0 Millionen Euro
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Platz 20: Newcastle United. Umsatz: 101,0 Millionen Euro
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Platz 19: Manchester City. Umsatz: 102,2 Millionen Euro
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Platz 19: Manchester City. Umsatz: 102,2 Millionen Euro
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Platz 18: Borussia Dortmund. Umsatz: 103,5 Millionen Euro
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Platz 18: Borussia Dortmund. Umsatz: 103,5 Millionen Euro
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Platz 17: Werder Bremen. Umsatz: 114,7 Millionen Euro
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Platz 17: Werder Bremen. Umsatz: 114,7 Millionen Euro
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Platz 16: Schalke 04. Umsatz: 124,5 Millionen Euro
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Platz 16: Schalke 04. Umsatz: 124,5 Millionen Euro
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Platz 15: Tottenham Hotspur. Umsatz: 132,7 Millionen Euro
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Platz 15: Tottenham Hotspur. Umsatz: 132,7 Millionen Euro
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Platz 14: Olympique Marseille. Umsatz: 133,2 Millionen Euro
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Platz 14: Olympique Marseille. Umsatz: 133,2 Millionen Euro
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Platz 13: Olympique Lyon. Umsatz: 139,6 Millionen Euro
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Platz 13: Olympique Lyon. Umsatz: 139,6 Millionen Euro
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Platz 12: AS Rom. Umsatz: 146,4 Millionen Euro
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Platz 12: AS Rom. Umsatz: 146,4 Millionen Euro
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Platz 11: Hamburger SV. Umsatz: 146,7 Millionen Euro
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Platz 11: Hamburger SV. Umsatz: 146,7 Millionen Euro
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Platz 10: AC Milan. Umsatz: 196,5 Millionen Euro
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Platz 10: AC Milan. Umsatz: 196,5 Millionen Euro
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Platz 9: Inter Mailand. Umsatz: 196,5 Millionen Euro
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Platz 9: Inter Mailand. Umsatz: 196,5 Millionen Euro
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Platz 8: Juventus Turin. Umsatz: 203,2 Millionen Euro
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Platz 8: Juventus Turin. Umsatz: 203,2 Millionen Euro
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Platz 7: FC Liverpool. Umsatz: 217,0 Millionen Euro
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Platz 7: FC Liverpool. Umsatz: 217,0 Millionen Euro
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Platz 6: FC Chelsea. Umsatz: 242,3 Millionen Euro
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Platz 6: FC Chelsea. Umsatz: 242,3 Millionen Euro
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Platz 5: FC Arsenal. Umsatz: 263,0 Millionen Euro
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Platz 5: FC Arsenal. Umsatz: 263,0 Millionen Euro
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Platz 4: FC Bayern München. Umsatz: 289,5 Millionen Euro
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Platz 4: FC Bayern München. Umsatz: 289,5 Millionen Euro
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Platz 3: Manchester United. Umsatz: 327,0 Millionen Euro
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Platz 3: Manchester United. Umsatz: 327,0 Millionen Euro
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Platz 2: FC Barcelona. Umsatz: 365,9 Millionen Euro
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Platz 2: FC Barcelona. Umsatz: 365,9 Millionen Euro
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Platz 1: Real Madrid. Umsatz: 401,4 Millionen Euro
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Platz 1: Real Madrid. Umsatz: 401,4 Millionen Euro
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Der tiefe Fall

Als der neue Coach Joe Kinnear das Ruder übernahm - eine der wenigen gelungenen Entscheidungen der Klubführung - und die Mannschaft wieder in ruhigeres Fahrwasser gesteuert hatte, musste er mit akuten Herzproblemen zurücktreten. Das war dann wirklich Pech für den Verein und tragisch für Kinnear.

So kam das mit Stars wie Michael Owen, Obafemi Martins und Fabricio Coloccini besetzte Team nie zur Ruhe. Als dann in der Winterpause auch noch Torhüter Shay Given nach zwölf Jahren den Klub entnervt verließ, war das Chaos perfekt. Der irische Nationalkeeper wurde für die verhältnismäßig geringe Summe von sieben Millionen Euro an Manchester City geradezu verscherbelt.

Der Klub taumelte zielsicher Richtung zweite Liga. Auch die Maßnahme Alan Shearer als neuen sportlichen Leiter zu verpflichten, verpuffte. Der beste Newcastle-Torjäger aller Zeiten holte magere fünf Punkte aus den letzten acht Partien. Der Abstieg nach 16 Jahren Premier League war Gewissheit.

Souveräne Rückkehr

Newcastle United verlor Stars wie Owen, Martins und Mark Viduka. Das Gerüst der Mannschaft um den ehemaligen Nationalspieler Alan Smith und Coluccini blieb allerdings zusammen. In der zweiten Liga startete das Team furios.

In den ersten fünf Spielen fuhr man vier Siege und ein Unentschieden ein. Die Toon-Army unterstützte die Mannschaft vorbehaltlos. Der Klub konnte in der Aufstiegssaison einen Zuschauerschnitt von knapp 43.000 verzeichnen. Nur vier Premier-League-Vereine hatten mehr Besucher.

Der Klub lebt weiter über seine Verhältnisse

In Newcastle wurde nichts anderes als der sofortige Wiederaufstieg erwartet. Zum einen aus simplem sportlichem Prestige, zum anderen, weil der Klub hochverschuldet ist und auf Dauer die satten Einnahmen aus den Fernsehübertragungsrechten der Premier League benötigt.

Mit dem Verbleib der meisten Spieler ging der Verein ein finanziell großes Risiko ein und man lebte auch in Liga zwei weiter über seine Verhältnisse. Newcastle leistete sich einen Kader, der rund 50 Millionen Euro an Spielergehältern verschlang.

Trainer Chris Hughton verstand es aber sein Team von diesem Druck abzuschirmen. "Ich denke, dass wir sehr gut mit dem Druck umgegangen sind", bilanzierte Stürmer Alan Smith zum Abschluss einer überzeugenden Saison. Newcastle holte in 46 Ligaspielen unglaubliche 102 Punkte und stieg souverän in die Premier League auf.

Doch wie sehen die Planungen für die neue Saison aus?

Die Zuschauermagneten der Fußball-Welt
Platz 1: Manchester United. Die Reds sind bei den Fans Spitze. Durchschnittlich sehen 75.304 Zuschauer die Heimspiele im Old Trafford
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Platz 2: Real Madrid. 74.895 Fans der Königlichen sind bei den Partien im Bernabeu-Stadion dabei und jubeln den Stars um Kaka zu
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Platz 3: FC Barcelona. Auch der Erzrivale aus Katalonien kann sich auf seine Anhänger verlassen. Wenn Barca im Nou Camp aufläuft, fiebern 73.913 Menschen mit
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Platz 4: Borussia Dortmund. Die Nummer 1 in Deutschland. Im Signal-Iduna-Park sind im Schnitt 73.802 Zuschauer bei den Spielen des BVB dabei
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Platz 5: Bayern München. Wie eine Wand stehen auch die Fans des deutschen Rekordmeisters hinter ihrer Mannschaft, pro Heimspiel 69.622 in der Allianz-Arena
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Platz 6: FC Schalke 04. Die Königsblauen können sich stets großer Unterstützung sicher sein. In der Veltins-Arena jubeln durchschnittlich 61.361 Fans über die Tore der Schalker
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Platz 7: FC Arsenal. In Massen strömen auch die Fans der Gunners zu den Heimspielen "ihres" Klubs. 60.040 Zuschauer besuchen die Auftritte der Londoner im Highbury
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Platz 8: Celtic Glasgow. Ein Sieg gegen den großen Rivalen aus der Arbeiterstadt. Bei den Fans sind "The Bhoys" mit 57.670 Zuschauern pro Spiel die klare Nummer 1 in Schottland
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Platz 9: AC Mailand. Kein Verein aus der Serie A kann so viele Zuschauer zu seinen Heimspielen begrüßen wie Milan. Im Schnitt sind es 57.066 im Giuseppe-Meazza-Stadion
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Platz 10: Inter Mailand. Nur knapp hinter den Rossoneri rangieren die Blau-Schwarzen. 55.185 Anhänger jubeln Inter bei den Partien im Giuseppe-Meazza-Stadion zu
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Platz 11: Hamburger SV. Mit 54.744 Fans bei den Auftritten in der HSH-Nordbank-Arena verpassen die Hanseaten die Top-Ten nur knapp
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Platz 12: Olympique Marseille. Als einziger Verein der Ligue 1 schafft Olympique Marseille den Sprung in die Liste. Pro Partie kommen 52.376 Fans ins Stade Velodrome
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Platz 13: VfB Stuttgart. Die Schwaben begrüßen in der Mercedes-Benz-Arena 51.340 Zuschauer. In Deutschland Rang fünf, auf der Welt sind nur zwölf Vereine besser
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Platz 14: Hertha BSC. Der Schnitt in Berlin hat sich in der erfolgreichen Saison 2008/2009 erhöht. Aktuell stehen die Hauptstädter bei 49.695 Zuschauern pro Begegnung
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Platz 15: Glasgow Rangers. Die Fans von "The Gers" folgen ihren Lieblingen überall hin. Im Ibrox Park verfolgen 49.533 Zuschauer die Partien des schottischen Rekordmeisters
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Platz 16: 1. FC Köln. Der Anhang der Geißböcke war zuletzt besonders leidensfähig. Trotz Auf- und Abstiegen kommt der FC auf einen beachtlichen Schnitt von 49.086 Fans
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Platz 17: Ajax Amsterdam. In der Amsterdam Arena jubeln dem niederländischen Rekordmeister 49.014 Anhänger zu. Damit liegen sie an der Spitze im "Oranje"-Land
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Platz 18: Newcastle United. Doppelte Trauer bei den Magpies: Zunächst der Abstieg, dann verstarb Ex-Trainer Sir Bobby Robson. Bislang kamen 48.750 Fans in den St. James Park
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Platz 19: Urawa Red Diamonds. Der einzige nicht-europäische Verein in der Liste. Der frühere Mitsubishi-Klub aus Saitama wird von 47.609 Fans angefeuert
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Platz 20: Borussia Mönchengladbach. Zu den Bundesligaspielen der Fohlen kommen trotz zuletzt trostloser Jahre 47.252 Zuschauer. Dabei liegen die besten Zeiten lange zurück
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Platz 21: Eintracht Frankfurt. Gut besucht sind auch die Partien in der Commerzbank-Arena. Durchschnittlich 47.204 Anhänger stehen in den Bundesligaspielen hinter der Eintracht
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Platz 22: Atletico Madrid. 45.474 der in Spanien "Los Rojiblancos" genannten Fans der Hauptstädter kommen im Schnitt ins Vicente-Calderon-Stadion
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Platz 23: Feyenoord Rotterdam. Der Anhang der Rot-Weiß-Schwarzen macht nicht immer positive Schlagzeilen. Treu sind die Fans allemal: 44.132 sind im De Kuip dabei
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Platz 24: FC Liverpool. Die Fans der Reds sind berüchtigt für ihre Gesänge. Sie waren aber auch in zwei Katastrophen mit vielen Toten verwickelt. Ins Anfield kommen 43.611 Anhänger
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Platz 25: Manchester City. Die City-Fans können nach den Investitionen auf erfolgreiche Jahre hoffen. Schon jetzt kommen 42.897 Zuschauer ins City of Manchester Stadium
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Angespanntes Verhältnis zwischen Fans und Klubführung

Dass das Verhältnis zwischen Klubführung und Fans gelinde gesagt ein großes Missverständnis ist, machen die Erwartungen und Planungen für die kommende Saison deutlich.

Die Fans erwarten nun Investitionen in den Kader. Diesem Wunsch erteilte die Vereinsspitze aber eine klare Absage. "Die erst Mannschaft, die dieses Jahr die Liga gewonnen hat, wird die Basis für die kommende Premier-League-Saison bilden", ließ der Klub in einer Pressemitteilung verlautbaren.

Die Mannen um Ashley besannen sich damit offenbar auf verantwortungsvolles Wirtschaften. In den letzten beiden Geschäftsjahren hat der Verein einen Verlust von umgerechnet 85 Millionen Euro gemacht.

Keine Investitionen für die neue Saison

Auch wenn der Aufstieg rund 70 Millionen Euro wert sein dürfte, gehen die Planungen eher in die Richtung, dass Jugendspieler in die erste Mannschaft geholt werden oder aber dass man Spieler ausleiht.

Mit Jack Wilshere von Arsenal, Danny Welbeck und Tom Cleverley von ManUtd hat man drei Spieler auf dem Zettel, die dem Spiel der Magpies mehr Kreativität verleihen sollen. "Ich gehe nicht davon aus, dass viele neuen Spieler zu uns stoßen werden. Es werden aber auch nicht viele den Verein verlassen", so Trainer Hughton.

Einer, der den Verein möglicherweise verlassen könnte, ist Andy Carroll. Der Stürmer erzielte 19 Tore in 35 Spielen und weckt Begehrlichkeiten beim FC Chelsea. Die sind bereit, rund neun Millionen Euro für den 21-Jährigen zu investieren.

Mit der Personalie Carroll zeigt sich das Dilemma, in welchem Newcastle steckt. Einerseits will man die Leistungsträger halten, kann aber aufgrund des selbstverordneten Sparzwangs die ohnehin schon üppige Gehaltsliste nicht noch weiter aufblähen.

Toon-Army kritisiert Klubführung

Die, die kommen werden, sollen vor allem charakterlich in das Mannschaftsgefüge passen. "Es kann nicht noch mal so ablaufen wie letztes Mal. Wir kaufen einen großen Namen ein und alles fokussiert sich dann auf ihn", so Mittelfeldspieler Kevin Nolan.

Der Klub plant in fünf Jahren die Gewinnschwelle zu erreichen und dafür muss gespart werden. Trainer Chris Hughton ist also dazu verdammt, mit dem vorhandenen Spielermaterial auszukommen.

Fangruppierungen sehen das Sparmodell weitaus kritischer. "Sie reden zwar davon in fünf Jahren den Break-even-Point zu erreichen, aber das ist davon abhängig, dass der Klub in der Premier League bleibt", sagt Mark Jensen, Herausgeber des Fanmagazins "The Mag".

Die Fans befürchten, dass der jetzige Kader den Ansprüchen der Premier League nicht genügt. "Wir haben immer gesagt, dass der Klub eine langfristige Strategie verfolgen muss. Aber dieser Fünf-Jahres-Plan reflektiert nicht, was Newcastle wirklich nach vorne bringt", so Jensen weiter.

Erfolgreich in der Premier League, wenn...

Für Newcastle geht es darum, das in der letzten Saison gewonnene Selbstvertrauen in die neue Spielzeit hinüber zu retten. Wenn sich die Mannschaft als geschlossene Einheit präsentiert und als Team funktioniert, kann der Klassenerhalt gelingen. Die Qualität besitzt der Kader allemal.

Der Klubführung muss es gelingen, die Balance zwischen den nötigen Sparzwängen und gezielten, zukunftsweisenden Investitionen zu finden. Es muss darum gehen, das verlorene Vertrauen der Fans zurückzugewinnen. Dann ist auch eine Versöhnung mit den Anhängern möglich und der Verein kann sich langfristig und erfolgreich in der Premier League etablieren.

Alle Daten und Fakten zur Premier League

Matthias Kerber

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