West Ham muss 40 Millionen Euro zahlen

Von Merja Schubert
Donnerstag, 25.09.2008 | 21:36 Uhr
Fußball, England, Premier League, Carlos Tevez, West Ham
© Getty
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Der Streit zwischen den englischen Fußballklubs West Ham United und Sheffield United in der "Affäre" um Carlos Tevez ist - zumindest vorerst - beendet.

Das Schiedsgericht des englischen Verbandes FA sprach Sheffield knapp 40 Millionen Euro Schadensersatz zu.

Auf der vereinseigenen Internetseite wird Klubchef Kevin McCabe wie folgt zitiert: "Ich kann bestätigen, dass beide Klubs über die Entscheidung informiert wurden. Das Gericht hat zu unseren Gunsten entschieden."

Verstoß gegen Transferrechte

Es ging um folgenden Sachverhalt: 2006 wechselte Carlos Tevez vom brasilianischen Klub Corinthians zu West Ham United. Die Londoner hatten bei Tevez' Verpflichtung und der seines argentinischen Landmannes Javier Mascherano allerdings gegen die Transferbestimmungen der FA verstoßen, wonach keine dritte Partei die Politik eines Vereins beeinflussen dürfe.

Die Transferrechte der verpflichteten Spieler hatte jedoch eine Investmentgesellschaft inne.

Im Abstiegskampf der Saison 2006/07 schoss Tevez fünf Tore und verhinderte durch seinen Siegtreffer gegen seinen jetzigen Klub Manchester United in letzter Minute West Hams Abstieg. Leidtragender war am Ende Sheffield.

Eine Geldstrafe in Höhe von 6,94 Mio. Euro wurde West Ham auferlegt, jedoch kein Punkteabzug. Ein Einspruch Sheffields gegen den Abstieg 2007 blieb erfolglos.

"Leben wurden verändert"

Die Blades forderten daraufhin Schadenersatz für die ausbleibenden TV-Einnahmen, Sponsoren- und Zuschauergelder sowie den Wertverlust der Spieler, die laut Klubchef McCabe rund 60 Millionen Euro betragen.

"Es war skandalös und hätte nicht passieren sollen. Ein paar Leben wurden dadurch verändert", sagt Neil Warnock, damaliger Sheffield-Trainer, laut "Daily Mail".

Die Entscheidung des Tribunals veranlasste West Ham nun zu einer Entschädigungssumme in Höhe von knapp 40 Millionen Euro, die an Sheffield gezahlt werden muss.

Eine offizielle Stellungnahme von West Ham steht noch aus. Die "Times" berichtet, dass der Londoner Klub die Angelegenheit erstmal mit den Anwälten besprechen wolle.

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