Sonntag, 25.05.2008

Jetzt spricht Mourinho

Theater an der Stamford Bridge

München - Kurz nach der Entlassung von Avram Grant hat sich auch Chelseas Ex-Trainer Jose Mourinho mal wieder zu Wort gemeldet - natürlich gewohnt angriffslustig. Er bezeichnet seinen Vorgänger als Verlierer.

Mourinho
© Getty

"Nach zwei Titeln pro Saison in den letzten drei Jahren hat es diesmal nicht geklappt. In meiner Philosophie ist das eine schlechte Bilanz, in der eines Losers vielleicht nicht", erklärte der Portugiese in einem Interview mit dem "Observer".

Es ist das erste Mal, dass sich Mourinho seit seiner Ausbootung im vergangenen September zur Situation an der Stamford Bridge geäußert hat.

Terry entschuldigt sich

Auch Kapitän John Terry hat sich zu Wort gemeldet. Mit einem emotionalen Brief auf Chelseas Internet-Seite entschuldigte er sich bei den Fans für seinen Elfmeter-Fauxpas in Moskau.

"Es tut mir so leid, dass ich den Elfmeter verschossen habe und euch den Fans, meinen Freunden, meiner Familie und meinen Team-Kollegen den Gewinn der Champions League vermasselt habe", erklärte Terry. "Die Nacht in Moskau wird mich für immer belasten. Ich fühle mich, als ob ich alle im Stich gelassen habe, und das tut noch mehr weh als alles andere."

Wer übernimmt?

Die Situation beim FC Chelsea ist angespannt. Um ein Führungsvakuum in der mit Superstars gespickten Truppe zu verhindern, drängt Geschäftsführer Peter Kenyon auf eine Zeitnahe Entscheidung in der Trainerfrage.

Die Liste der möglichen Kandidaten für die Nachfolge Grants ist lang: Neben Russlands Nationaltrainer Guus Hiddink werden Frank Rijkaard (FC Barcelona), Michael Laudrup (FC Getafe), Sven-Göran Eriksson (Manchester City) und Roberto Mancini (Inter Mailand) gehandelt.

Nach den jüngsten Entwicklungen an der Stamford Bridge ist sogar eine Rückkehr von Jose Mourinho nicht mehr ausgeschlossen. Das zuletzt schwierige Verhältnis zu Geldgeber Abramowitsch scheint sich verbessert zu haben.

Und besonders sein bis heute gutes Verhältnis zur Mannschaft könnte ein Pluspunkt sein. Viele Spieler, wie beispielsweise JohnTerry, erzählen nach wie vor nur Gutes über ihren ehemaligen Chef.

Keine Genugtuung

Dass Grant, der sich über eine Abfindung von stattlichen sechs Millionen Euro freuen darf, mit den Blues in dieser Saison keinen Titel einfahren konnte, ist für Mourinho allerdings keine Genugtuung.

"Klar bin ich traurig darüber, wie die Saison gelaufen ist. Besonders für die Fans, Roman Abramowitsch und die Spieler tut es mir leid. Das sind immer noch meine Jungs", sagt Mourinho.

Und wer weiß, vielleicht sind es bald auch wieder seine Spieler...

Thomas Ziemann

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