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Nach Verurteilung: Nicklas Bendtner akzeptiert Gefängnisstrafe

SID
Nicklas Bendtner hatte Anfang September einen Taxifahrer attackiert und soll diesem dabei den Kiefer gebrochen haben.
© getty

Nicklas Bendtner hat drei Wochen nach seiner Verurteilung zu einer 50-tägigen Gefängnisstrafe seine Berufung zurückgezogen. Das gab der zuständige Staatsanwalt am Mittwoch in Kopenhagen bekannt.

"Nicklas stimmt der Entscheidung des Gerichts nicht zu, hat sich jedoch dazu entschieden, den Fall hinter sich zu lassen und sich auf seinen Verein und seine Familie zu konzentrieren", sagte Bendtners Anwalt Anders Nemeth der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau.

Bendtner, der aktuell bei Rosenborg Trondheim unter Vertrag steht, hatte Anfang September einen Taxifahrer attackiert. Bendtner hatte sich zwar beim Klub für den Vorfall, bei dem der Fahrer einen Kieferbruch erlitten haben soll, entschuldigt. Zugleich aber seine Unschuld beteuert. Die Rede war von einer "Schutzreaktion" Bendtners für seine Begleiterin. Dies stand im Widerspruch zu den Aussagen des verletzten Fahrers sowie des Taxiunternehmens.

Fußfessel statt Gefängnis? Bendtner auf den Spuren von Jamie Vardy

Trotz der zurückgezogenen Berufung ist jedoch noch nicht sicher, ob Bendtner tatsächlich ins Gefängnis muss. Nach Angaben der dänischen Zeitung Politiken kann der 30-Jährige den Zeitpunkt des Haftantritts selbst beantragen und somit zumindest bis zum letzten Pflichtspiel Rosenborgs am 2. Dezember auf freiem Fuß bleiben.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Bendtner seinen permanenten Wohnsitz zurück in seine dänische Heimat verlagert und einen Antrag stellt, seine Strafe mit einer Fußfessel in den eigenen vier Wänden absitzen zu dürfen. Bei Freiheitsstrafen, die die Dauer von sechs Monaten nicht überschreiten, ist das per Gesetz möglich.

Prominentes Beispiel für einen solchen Strafvollzug ist Jamie Vardy. Bevor dem 31 Jahre alten Stürmer von Leicester City der Durchbruch gelang musste er 2007 wegen einer Kneipenschlägerei mit anschließender Verurteilung wegen Körperverletzung ebenfalls sechs Monate lang eine Fußfessel tragen.

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