Razzien: Britischem Fußball droht Skandal

SID
Mittwoch, 26.04.2017 | 13:43 Uhr
Bei Newcastle United soll es zu Festnahmen gekommen sein
Advertisement
World Cup
45 Min. nach Abpfiff: Schaue die WM-Highlights auf DAZN
World Cup
Belgien -
Tunesien (Highlights)
World Cup
Südkorea -
Mexiko (Highlights)
World Cup
Deutschland -
Schweden (Highlights)
World Cup
England -
Panama (Highlights)
World Cup
Japan -
Senegal (Highlights)
World Cup
Polen -
Kolumbien (Highlights)
World Cup
Saudi-Arabien -
Ägypten (Highlights)
World Cup
Uruguay -
Russland (Highlights)
World Cup
Spanien -
Marokko (Highlights)
World Cup
Iran -
Portugal (Highlights)
World Cup
Australien -
Peru (Highlights)
World Cup
Dänemark -
Frankreich (Highlights)
World Cup
Nigeria -
Argentinien (Highlights)
World Cup
Island -
Kroatien (Highlights)
J2 League
Fagiano -
Tokyo Verdy
World Cup
Südkorea -
Deutschland (Highlights)
World Cup
Mexiko -
Schweden (Highlights)
World Cup
Schweiz -
Costa Rica (Highlights)
World Cup
Serbien -
Brasilien (Highlights)
World Cup
Senegal -
Kolumbien (Highlights)
World Cup
Japan -
Polen (Highlights)
World Cup
Panama -
Tunesien (Highlights)
World Cup
England -
Belgien (Highlights)

Dem englischen Fußball droht ein Betrugsskandal: Die Steuerbehörde HMRC hat am Mittwoch mit 180 Fahndern koordinierte Razzien in Großbritannien und Frankreich durchgeführt - im Zentrum der Ermittlungen stehen der Premier-League-Klub West Ham United und Zweitligist Newcastle United, der erst am Montag den Wiederaufstieg perfekt gemacht hatte. Newcastle-Direktor Lee Charnley soll Medienberichten zufolge verhaftet worden sein.

"Die Beamten haben eine Vielzahl von Räumlichkeiten im Nord- und Südosten von England durchsucht, mehrere Personen verhaftet und Geschäftsberichte, Handys und Computer beschlagnahmt", teilte die Behörde mit, die auf der Insel für die Steuern, den Zahlungsverkehr und Zoll zuständig ist: "Die französischen Behörden haben die Ermittlungen unterstützt und an verschiedenen Stellen ebenfalls mehrere Verhaftungen durchgeführt."

West Ham bestätigte in einer Stellungnahme seine "vollumfängliche Kooperation" mit den Behörden. Einen BBC-Bericht, laut dem 50 Beamte die Geschäftsräume im Londoner Olympiastadion durchsucht haben, kommentierten die Hammers in dieser Form aber nicht.

Aus Newcastle kam zunächst keine Reaktion. Laut der britischen Zeitung Guardian klopften die Steuerfahnder aber am Vormittag an den Toren des Trainingsgeländes in einem Vorort der Stadt. Die Spieler, die vor zwei Tagen euphorisch die Rückkehr in die Premier League gefeiert hatten, seien "geschockt" gewesen, als sie im Anschluss zum Training erschienen.

Das verdächtig französische Newcastle

"Die Ermittlungen senden das klare Zeichen, dass jeder, der Steuerbetrug begeht, mit Konsequenzen rechnen muss - egal, wo er sich aufhält", schrieb die HMRC, die aber, mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen, keine weiteren Angaben machten.

Die britischen Medien spekulierten umgehend, dass es im Kern um Betrug bei der Einkommensteuer und Sozialversicherung gehen könnte. Zwischen England und Frankreich wechseln traditionell viele Fußballprofis, speziell Newcastle bediente sich in der Vergangenheit gerne bei Vereinen aus der Ligue 1. Die Verantwortlichen der Premier League äußerten sich am Mittwoch zunächst nicht.

Über das Steuersystem im britischen Fußball wird seit geraumer Zeit diskutiert. Dabei geht es vor allem um den Umgang mit Einkünften aus den persönlichen Verträgen der Profis und den Rechten am eigenen Bild, die derzeit separat von den "normalen" Einkünften angegeben werden können.

Alles zum internationalen Fußball

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung