DFB-Anwalt droht dem Spiegel

SID
Montag, 19.10.2015 | 09:54 Uhr
DFB-Anwalt Christian Schertz (l.) droht dem Spiegel mit Schadenersatzforderungen
© getty
Advertisement
La Liga
Sa13:00
El Clasico auf DAZN:
Real Madrid vs. Barcelona
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Premier League
Liverpool -
Leicester
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Premier League
Man Utd -
Southampton
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus
Premier League
Crystal Palace -
Man City
Premier League
West Brom -
Arsenal

Christian Schertz, Rechtsvertreter des DFB im Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen bei der WM-Vergabe 2006, droht dem Nachrichten-Magazin Der Spiegel mit Schadenersatzforderungen.

"Wir werden Unterlassung fordern, wir werden Gegendarstellung fordern, und sollte dem Deutschen Fußball-Bund durch diese Berichterstattung ein wirtschaftlicher Schaden entstehen, werden wir den Spiegel-Verlag dafür auch haftbar machen", sagte der Rechtsanwalt in der Diskussionsrunde Sky90.

Er finde in dem Spiegel-Bericht keinen Beweis für die vorgebrachten Anschuldigungen gegen das deutsche Bewerbungskomitee. Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, WM-Bewerbungs- und OK-Chef Franz Beckenbauer sowie der sogenannte WM-Koordinator Fedor Radmann hatten die Vorwürfe am Wochenende energisch bestritten.

Schertz, Fachanwalt für Medienrecht, führte weiter aus: "Ich werde bei dieser Sachlage, die für mich tatsächlich ungewöhnlich und eindeutig ist, dem Präsidenten und dem DFB empfehlen, selbstverständlich eine Gegendarstellung zu verlangen und insbesondere der Aussage mit aller Härte entgegenzutreten, die WM sei gekauft worden aus einer schwarzen Kasse des DFB."

Gibt keinen Beweis für Behauptung

Schertz: "Wenn man dann aber den Spiegel-Artikel, diesen seitenlangen Text, durcharbeitet, und das ist meine Arbeit als Anwalt, den Sachverhalt zu prüfen, dann ist es ein für mich einmaliger Vorgang, da heißt es auf Seite 17 des Artikels wörtlich: 'Es gibt dafür keinen Beweis.' Das heißt, der Spiegel selber sagt: 'Wir haben nicht irgendeinen Beweis für diese Behauptung'."

Er habe noch nie eine Geschichte erlebt, die so groß verkauft worden sei, obwohl dann im Artikel stehe, "für diese Kernbehauptung, die hier die Besonderheit und die Gefährlichkeit ausmacht, haben wir keinen Beweis".

Zur Zahlung von 6,7 Millionen Euro vom deutschen WM-OK an den Weltverband FIFA sagte Schertz: "Man muss ganz sauber trennen, und das passiert im Moment in der ganzen Aufgeregtheit nicht. Man muss trennen zwischen der Behauptung, das Sommermärchen sei gekauft worden, und der Summe, die hier vom Spiegel festgestellt wurde."

Laufende Prüfung

Und der DFB-Anwalt weiter: "Dieser Sachverhalt ist bekannt und wird geprüft, und er wurde in den letzten Wochen auch intern beim DFB geprüft. Wenn die Verantwortlichen im Spätsommer von einem Sachverhalt Kenntnis erhalten, können sie nicht einfach sofort zu den Medien rennen und ständig Wasserstandsmeldungen machen."

Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, man sei jetzt an die Medien gegangen, "weil die Thematik öffentlich geworden ist. Der saubere Weg wäre es gewesen, den Sachverhalt noch abschließend zu prüfen, aber das ist im Augenblick der Zwischenstand", so der Justiziar.

Jens Weinreich, Co-Autor des Spiegel-Artikels, äußerte auf die Frage, ob die Handschrift von Niersbach als Randnotiz auf einem Schreiben geprüft worden sei: "Das haben wir noch nicht prüfen lassen, nein."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung