Beckenbauer wird nicht befragt

SID
Samstag, 06.06.2015 | 11:39 Uhr
Franz Beckenbauer war bei der Vergabe für die WM 2018 und 2022 stimmtberechtigt
© getty
Advertisement
Primera División
Eibar -
Getafe
Premiership
Hibernian -
Celtic
Premier League
West Bromwich -
Liverpool
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Serie A
SPAL -
AS Rom
Championship
Ipswich -
Aston Villa
Premier League
Watford -
Crystal Palace
Primera División
Celta Vigo -
Valencia
Ligue 1
Marseille -
Lille
Serie A
Sassuolo -
Florenz
Super Liga
Radnicki Nis -
Roter Stern
Ligue 1
Amiens -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Monaco
Ligue 1
Metz -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Angers
Championship
Cardiff -
Nottingham
Serie A
AC Mailand -
Benevento
Copa del Rey
FC Sevilla -
FC Barcelona
Primeira Liga
Estoril -
Benfica
Primera División
Girona -
Espanyol
Serie A
Cagliari -
Bologna
Premier League
Arsenal -
West Ham
Ligue 1
Nizza -
Montpellier
Serie A
Udinese -
Crotone
Serie A
Chievo Verona -
Inter Mailand
Serie A
Lazio -
Sampdoria
Serie A
Atalanta -
FC Turin
Premier League
ZSKA Moskau -
FK Krasnodar
Primera División
Malaga -
Real Sociedad
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
St. Etienne -
Troyes
Premier League
Man City -
Swansea
First Division A
Brügge -
Lüttich
Primera División
Las Palmas -
Alaves
Premier League
Stoke -
Burnley (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Real Betis
Serie A
Juventus -
Neapel
Ligue 1
Bordeaux -
PSG
Superliga
Boca Juniors -
Newell's Old Boys
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad

Der deutsche Fußball kommt im FIFA-Skandal bislang gut weg. Die WM 2006 ist nicht Bestandteil der Ermittlungen und auch Franz Beckenbauer ist im Zuge der Untersuchung der WM-Vergaben an Russland (2018) und Katar (2022) nicht von der Schweizer Bundesanwaltschaft befragt worden.

Der Korruptionssumpf im Fußball-Weltverband FIFA wird immer tiefer - und der deutsche Fußball will auf keinen Fall hineingezogen werden. Offiziell sind weder das "Sommermärchen" 2006 noch "Kaiser" Franz Beckenbauer als früherer Entscheider in den höchsten FIFA-Kreisen Bestandteil der Ermittlungen der US- und Schweizer Behörden.

"Wir haben uns absolut nichts vorzuwerfen", sagte Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), im ZDF zu den Gerüchten um die Endrunde im eigenen Land: "Ich darf daran erinnern, dass wir die absolut beste Bewerbung hatten. Wir haben die Abstimmung mit 12:11 gewonnen. Wir wissen, dass die acht Europäer für uns gestimmt haben. Woher die anderen vier Stimmen kamen, können wir nur vermuten. Die haben wir mit unserer Bewerbung überzeugt." Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière kennt nach Gesprächen mit den US-Behörden "keine Deutschland-Bezüge".

Schlüsselfigur Jack Warner

Im Zuge des Skandals, der die FIFA in die tiefste Krise ihrer Geschichte stürzte, sind die Weltmeisterschaften 1998, 2010, 2018 und 2022 ins Fadenkreuz der Ermittler aus den USA und der Schweiz geraten. Zumindest vor den Vergaben für 1998 und 2010 wurde sehr offensichtlich bestochen und betrogen. Das geht aus den Protokollen der US-Vernehmung des früheren FIFA-Funktionärs und "Whistleblowers" Chuck Blazer hervor.

Die Schlüsselfigur ist der in den USA angeklagte ehemalige FIFA-Vize Jack Warner, der am Samstag auch von Ägypten schwer belastet wurde. Vor der Vergabe für 2010 soll er seine Stimme gegen die Zahlung von sieben Millionen US-Dollar feilgeboten haben. Das nordafrikanische Land lehnte ab. Von den Endrunden 2002 und 2006 ist bislang keine Rede.

"Ich halte es für ausgeschlossen, dass von den für die Bewerbung verantwortlichen Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes versucht worden sein sollte, die Mitglieder des Exekutivkomitees durch unlautere Mittel zu beeinflussen", sagte der damalige Innenminister Otto Schily der Bild. Genährt werden die Gerüchte unter anderem durch einen Waffendeal der Bundesregierung mit Saudi-Arabien eine Woche vor der Vergabe im Juli 2000, den Ankauf fraglicher TV-Rechte und die Entscheidung des Neuseeländers Charles Dempsey, der vor der Wahl im FIFA-Exko den Raum verließ und damit zum "Zünglein an der Waage" wurde.

Beckenbauer wird nicht befragt

Wie Beckenbauer zehn Jahre später bei der Wahl der dann scharf kritisierten Ausrichter Russland (2018) und Katar (2022) abstimmte, hat der Kaiser bislang nicht verraten. Offenbar finden die Behörden aber auch nichts Anrüchiges an der Entscheidung des inzwischen 69-Jährigen, der von 2007 bis 2011 in der "Regierung des Weltfußballs" saß.

"Nein, natürlich nicht", antwortete Beckenbauer auf die Frage, ob er von der Schweizer Bundesanwaltschaft kontaktiert worden sei. Sieben andere Entscheider des damaligen Exko sind bereits befragt worden. Die Schweizer Behörde ermittelt wegen einer von der FIFA selbst gestellten Strafanzeige gegen Unbekannt wegen "Unregelmäßigkeiten" bei der doppelten Vergabe. Seit Jahren wird die Vorbereitung auf die Endrunden durch schwere Korruptionsvorwürfe belastet.

"Was in der FIFA passiert, betrifft uns alle. Wir sind alle Fußballer", sagte der Kaiser: "Es ist furchtbar für den Fußball, dass es solche Entwicklungen gegeben hat."

"Die alle zu kontrollieren, kann nicht funktionieren"

In der vergangenen Woche, im Zuge des "FIFA-Bebens", waren die Ermittler in der Züricher FIFA-Zentrale und sammelten dort Daten und Dokumente ein. Fast zeitgleich wurden davon unabhängig sieben hochrangige FIFA-Funktionäre aufgrund von Ermittlungen des FBI und der US-Staatsanwaltschaft verhaftet. In der Folge trat der eigentlich wiedergewählte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter am vergangenen Dienstag zurück.

"Die FIFA hat 209 Mitgliedsverbände, das sind bestimmt 1000 Funktionäre", sagte Beckenbauer: "Die alle zu kontrollieren, kann nicht funktionieren. Es muss ein Schlüssel gefunden werden, um so etwas in Zukunft zu verhindern." Mehr könne er nicht sagen. "Ich weiß nur, was in den Medien steht. An Spekulationen möchte ich mich nicht beteiligen", sagte Beckenbauer.

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung