Rijeka-Torjäger Andrej Kramaric im Porträt

Direkt hinter Cristiano Ronaldo

Von Adrian Fink
Sonntag, 28.12.2014 | 22:00 Uhr
Andrej Kramaric schießt derzeit die kroatische Liga in Grund und Boden
© imago
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Andrej Kramarics Torquote wird in dieser Saison europaweit nur von Cristiano Ronaldo überboten. In der kroatischen Liga erzielte der Stürmer für HNK Rijeka bislang 21 Treffer in 18 Spielen und lässt seinen Klub von der ersten Meisterschaft der Vereinshistorie träumen. Doch ob er in der Rückrunde überhaupt noch in der Küstenstadt spielen wird, scheint angesichts namhafter Interessenten unwahrscheinlich.

Andrej Kramaric steht weit weg vom gegnerischen Tor, sein Gegenspieler sitzt ihm im Nacken. Das Zuspiel kommt dennoch. Der Stürmer löst sich nach der Ballannahme von seiner Bewachung, der Ball liegt auf seinem linken Fuß. Kramaric zieht aus 25 Metern ab - und erzielt ein Traumtor.

Kramaric war 18 Jahre alt, als ihm dieser Kunstschuss gelang. Er befand sich mit Dinamo Zagreb im Trainingslager und markierte in jenem Testspiel sowohl Premieren- als auch besagtes Traumtor. Für seinen damaligen Trainer Kruno Jurcic war klar: "Kramaric bleibt bei uns. Ich bin mehr als zufrieden mit seinem Auftritt. Er ist ein Spieler, den wir auf jeden Fall brauchen."

Es war das erste Mal, dass der Kroate im Profibereich auf sich aufmerksam machte. Doch bereits in Dinamos Jugendmannschaften zerschoss Kramaric, der nur wenige Minuten vom Maksimir-Stadion entfernt aufwuchs, alles. "Mein Vater nahm mich aus dem Kindergarten und steckte mich in die Jugendmannschaft", erzählt er. Im Alter von sechs Jahren ging es los, am Ende seiner Zeit im Nachwuchs hielt die Uhr bei über 450 Toren - ein bis heute gültiger Rekord.

Für eine Million zu Rijeka

Bei Dinamo hoffte man früh darauf, dass Kramaric in die Fußstapfen von Mateo Kovacic, Alen Halilovic, Tin Jedvaj oder Luka Modric treten könnte. Sie alle entwickelten sich bei Dinamo zu gestandenen Profis. Doch bei Kramaric musste offenbar ein Umweg her, um sich auf die Zettel namhafter Klubs zu spielen.

In Dinamos erster Mannschaft kam er in fünf Spielzeiten auf zehn Treffer in 42 Spielen. Kramaric zündete nicht wie gewünscht, so dass Zagreb sein Talent für zwei Saisons an Lokalrivale Lokomotiva verlieh. Dort erzielte Kramaric zwar 20 Buden in 45 Partien, doch Dinamo schien an sein Talent nicht mehr zu glauben.

HNK Rijeka bezahlte vor der Saison 2013/2014 eine Million Euro und angelte sich die Dienste des Angreifers. Wie sich nun herausstellt, war dies eine mehr als lohnenswerte Investition: Kramaric schraubte seine Torquote in die Höhe und hält derzeit bei 45 Treffern in 58 Pflichtspielen.

Kovac mit Suker-Vergleich

Die Höhepunkte folgten in der aktuellen Spielzeit: Am 15. Spieltag schenkte er Lokomotiva fünf Tore in 63 Minuten ein. Rijeka hat sich dank der Kramaric-Treffer zu einem echten Titelfavoriten gemausert. Nach 19 Spieltagen befindet sich die Mannschaft aus der Küstenstadt auf Platz zwei und hat mit sieben Punkten Rückstand auf Dauer-Meister Dinamo (zuletzt neun Ligatitel in Serie) noch Restchancen auf die erste Meisterschaft der Vereinshistorie.

Auch in der Europa League ließ Kramaric sein Können bereits aufblitzen, Feyenoord Rotterdam schoss er mit drei Toren im Alleingang ab. Dank dieser Leistungen nominierte ihn Niko Kovac Anfang September erstmals für die kroatische Nationalmannschaft, für die er seitdem in vier Spielen zwei Tore erzielte. Und Kovac hält große Stücke auf den 23-Jährigen: "Kramaric erinnert mich an Davor Suker", sagt der Nationaltrainer.

Wie viel Suker tatsächlich in ihm steckt, wird sich noch zeigen müssen. Klar ist aber jetzt schon: Kramaric ist ein Vollstrecker - beidfüßig, kopfballstark und konsequent vor dem Kasten. Am liebsten spielt der nur 1,78 Meter große Stürmer im Zentrum, kam aber auch schon auf der Zehn und als Linksaußen zum Einsatz. Kramaric lässt sich gerne fallen, verteilt die Bälle und schafft Räume. Daher stellt ihm Rijeka-Coach Matjaz Kek mit Ivan Krstanovic oder Josip Ivancic oftmals einen zweiten Angreifer zur Seite.

Wechsel sehr wahrscheinlich

Die nackten Zahlen von 21 Toren in 18 Ligaspielen (Rijeka traf insgesamt 43 Mal) sowie die Entwicklung, die Kramaric vor allem in dieser Saison genommen hat, ließen zuletzt einige namhafte europäische Klub hellhörig werden. Eine bessere Torquote kann in Europa nur Cristiano Ronaldo aufweisen. Rijeka zog deshalb vor kurzem die Option und verlängerte den zum Saisonende auslaufenden Vertrag seiner Lebensversicherung bis 2017. Doch glaubt man mehreren Medienberichten aus Kroatien, wird Kramaric im Januar den Verein wechseln.

"Kramaric können wir nur halten, wenn wir ihn festbinden würden", richtete selbst Präsident Damir Miskovic aus und hofft, zumindest einen hohen Millionenbetrag einnehmen zu können.

An potenziellen Abnehmern mangelt es ihm nicht. Atletico Madrid, Arsenal und Chelsea, Inter und Juventus, aus der Bundesliga Leverkusen, Dortmund und Gladbach - Kramaric kann sich seinen neuen Arbeitgeber quasi aussuchen.

Kramaric grübelt

Doch die "wichtigste Entscheidung" seines Lebens macht Kramaric in diesen Tagen enorm zu schaffen: "Ich schlafe nachts wegen des Wechsels nicht, denke ständig darüber nach. Ich werde mir alle Angebote genau anschauen und dann mit klarem Kopf entscheiden, was ich tue."

Glaubt man seinen Aussagen in der kroatischen Sportzeitung "Sportske Novosti", hat er den Kandidatenkreis zumindest schon eingeschränkt: "Ich würde gerne in der spanischen Primera Division spielen, weil der Stil in Spanien meinem Spiel am meisten entgegenkommt."

Ähnliches ließ er allerdings auch bereits in Richtung BVB los: "Ich habe den BVB schon oft gesehen und mag die Mentalität wie sie Fußball spielen. Ich stehe auf den stürmerischen Spielstil der Borussia."

Die Gerüchte und Aussagen werden in den kommenden Wochen sicherlich nicht weniger werden. Kramaric grübelt noch, hat aber auch konkrete Vorstellungen: "Alles was ich will, ist eine Garantie, dass ich spiele, dass ich in der Mannschaft ein Stammspieler bin. Ohne diese Garantie gibt es keine Unterschrift."

Andrej Kramaric im Steckbrief

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