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Vogts neuer Nationaltrainer von Aserbaidschan

SID
Donnerstag, 03.04.2008 | 19:53 Uhr
fußball, international, vogts
© Getty
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Baku - Berti Vogts will als Nationaltrainer von Aserbaidschan zur Weltmeisterschaft 2010. Der frühere Bundestrainer unterschrieb in München einen Zwei-Jahres-Vertrag, berichtete die Internetzeitung "azerisport.com".

Auch der Verband der Kaukasus-Republik bestätigte eine Einigung auf seiner Internetseite. Vogts war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der 61-Jährige werde am 13. April in der Hauptstadt Baku erwartet, hieß es.

Aserbaidschan ist Gegner der deutschen Nationalmannschaft in der Qualifikationsgruppe für die WM in Südafrika. Vogts war am 20. Februar von seinem Posten als Nationaltrainer Nigerias zurückgetreten.

Er sei froh über seine neue Aufgabe, sagte der Ex-Bundestrainer laut der Internetzeitung nach der Unterzeichnung. Die Qualifikationsgruppe, in der auch noch Russland, Wales, Finnland und Liechtenstein spielen, bezeichnete er als sehr schwer.

Mindestens ein deutscher Co-Trainer

Ein Sprecher des aserbaidschanischen Fußballverbandes sagte, Vogts werde mindestens einen deutschen Co-Trainer mitbringen. Am 19. August 2009 bestreitet die deutsche Nationalmannschaft in Aserbaidschans Hauptstadt Baku das erste Länderspiel gegen die Kaukasus-Republik überhaupt. Das Rückspiel findet am 9. September 2009 in Hannover statt.

Für Vogts ist das Engagement in der früheren Sowjet-Republik der fünfte Posten als Nationaltrainer. Nach der deutschen Mannschaft, die er von 1990 bis 1998 trainierte, betreute er auch schon die Länderauswahlen von Kuwait, Schottland und Nigeria. In der Bundesliga coachte der frühere Weltklasseverteidiger Bayer Leverkusen.

Noch am Sonntag hatte der Weltmeister von 1974 eine bevorstehende Einigung über eine Tätigkeit am Kaspischen Meer dementiert und bestritten, den Präsidenten des aserbaidschanischen Verbandes zu kennen.

Wiedersehen Nummer zwei

Schon als schottischer Nationaltrainer hatte Vogts ein Wiedersehen mit der DFB-Auswahl gefeiert. Bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 gab es in Glasgow ein 1:1, in Dortmund gewann Deutschland 2:1.

Nach Angaben aserbaidschanischer Medien waren für den Trainerposten in Baku auch die deutschen Trainer Hans-Peter Briegel und Horst Köppel sowie der Franzose Philippe Troussier im Gespräch.

Der aserbaidschanische Fußball-Verband hatte noch vor der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen im November 2007 in Durban (Südafrika) beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) angefragt, ob man einen deutschen Trainer empfehlen könne.

Anfang März war der ehemalige Bundesliga- Coach Eckhard Krautzun als Trainer-Ausbilder in den Kaukasus entsandt worden. In Aserbaidschan leitet bereits der Frankfurter Bernhard Lippert die U 21-Auswahl.

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