Africa Cup

Erfolgszwang für deutsche Trainer

SID
Donnerstag, 17.01.2008 | 12:42 Uhr
Fußball, Vogts
© Getty
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Accra - Für Berti Vogts und Otto Pfister zählt nur der Sieg. Beim 26. Afrika Cup vom 20. bis zum 10. Februar in Ghana haben die deutschen Trainer den Titel fest im Visier.

Unter Erfolgsdruck steht vor allem Ex-Bundestrainer Vogts als Chefcoach von Nigeria. "Das Land erwartet den Titelgewinn - ohne Gegentor", sagte der 61-Jährige und fügte selbstbewusst an: "Wir sind Mitfavorit und haben eine starke Mannschaft mit hoher Qualität. Deshalb brauchen wir nicht zu Gott beten. Wir können ihm jedoch danken, wenn wir den Cup gewonnen haben."

Auch Otto Pfister ist mit Kameruns Nationalteam, das wie Gastgeber Ghana jeweils viermal den Titel gewann, auf den Sieg fixiert. "Wir wollen das Turnier gewinnen", sagte Pfister. Für den 70-Jährigen, der bei der WM 2006 Togo betreute, ist es der vierte Afrika Cup seit 1978 als Trainer.

Außenseiter in der Todesgruppe 

Sein Debüt feiert Reinhard Fabisch als Nationalcoach von Benin, das in der Gruppe B Gegner von Nigeria, der Elfenbeinküste und Mali ist. Der frühere Profi von Borussia Dortmund dürfte kaum Chancen haben, mit seinem Team die Gruppenphase zu überstehen.

Schließlich musste der Fußballverband von Benin im Herbst Spieler per Internet- Aufruf suchen. "In dieser Todesgruppe sind wir Außenseiter", sagte Fabisch, "aber wir nehmen jeden Strohhalm. Der erste ist das Spiel gegen Mali."

Das Auftaktspiel Nigerias gegen die Elfenbeinküste steht nach dem Rücktritt von Trainer Ulli Stielike, der wegen der schweren Erkrankung seines Sohnes zurücktrat und vom Franzosen Gerard Gili ersetzt wurde, unter besonderen Vorzeichen. "Da braucht man nicht lange über sportliche Dinge reden. Er hat unser Mitgefühl", sagte Vogts, der mit Hilfe von Co-Trainer Steffen Freund und Torwarttrainer Uli Stein in die "Mission Gold" geht.

"Das ist unser Jahr" 

Allerdings weiß Vogts auch, dass die Begegnung gegen die Ivorer ein Schlüsselspiel für seine Super Eagles ist. "Sie wissen, was die Stunde geschlagen hat und das es um den Gruppensieg geht." Nigerias Sportminister Abdulrahman Hassan Gimba ist das nicht genug, er fordert den dritten Triumph nach 1994 und 1980: "Das ist unser Jahr. Tut uns den Gefallen und holt den Cup."

Ärger verursacht in den europäischen Profi-Ligen vor jeder Afrika-Meisterschaft der Turnierzeitpunkt und der Zwei-Jahres-Rhythmus. Rund 100 Spieler müssen die Top-Ligen für die 16 Mannschaften abstellen, davon die in Frankreich (43) und England (33) den Großteil.

Die deutschen Bundesliga-Klubs verzichten auf 12 Kicker. "Diese Terminierung ergibt keinen Sinn", schimpfte Arsenal Londons Trainer Arsene Wenger. "Man kann von den Vereinen nicht verlangen, dass sie mitten in der Saison für mehr als einen Monat auf einige ihrer wichtigsten Spieler verzichten."

Vogts sieht es ähnlich, plädiert deshalb für eine Austragung alle vier Jahre: "Dazwischen könnte man alle zwei Jahre ein Turnier mit Local player austragen." Dies lehnt jedoch Issa Hayatou strikt ab.

Cup der guten Hoffnung 

"Solange ich Präsident der CAF bin, wird sich am Termin nichts ändern", sagte der Chef der afrikanischen Konföderation (CAF) dem Sportmagazin "Kicker". "Wir werden den Launen und Marotten der Clubbosse keineswegs nachgeben." Eine Verschiebung in den Sommer komme wegen Regenzeit und Hitze in Afrika nicht infrage.

Eröffnet wird der Afrika Cup am Sonntag in Accra mit der Begegnung Ghana gegen Guinea. Titelverteidiger ist Ägypten, das mit fünf Erfolgen als Rekordsieger firmiert. Die 32 Partien bis zum Finale am 10. Februar werden in Accra, Sekondi-Takoradi, Kumasi und Tamale ausgetragen. Für Renovierung und Neubau der Stadien wurden rund 100 Millionen Euro aufgewendet.

Der Afrika Cup ist zwei Jahre vor der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika für den Kontinent auch eine Chance, nach den negativen Schlagzeilen der vergangenen Wochen das Image wieder zu verbessern.

So hatten der Mord am Österreicher Peter Burgstaller während der WM-Auslosung in Durban, die Absage der Rallye Dakar wegen Terror-Gefahr oder die Unruhen in Kenia, denen der Langläufer Lucas Sang zum Opfer fiel, lange Schatten geworfen. So gesehen könnte die Meisterschaft auch zu einem "Cup der guten Hoffnung" werden.

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