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Verkehrte Welt auf beiden Seiten

Von Daniel Börlein
Samstag, 22.09.2007 | 11:45 Uhr
fc barcelona fc sevilla ronaldinho aitor ocio
© Getty
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München - Drei deutsche Niederlagen zum Auftakt der Champions League. Aufgrund der durchwachsenen Starts von Schalke, Stuttgart und Werder in der Bundesliga durchaus standesgemäß. 

Keineswegs standesgemäß, gemessen am Ligastart, waren dagegen die Auftritte zweier spanischer Vertreter. Nein, was der FC Sevilla und der FC Barcelona in Europas Königsklasse ablieferten war schlichtweg verkehrte Welt. 

UEFA-Cup-Sieger Sevilla, mit zwei 4:1-Erfolgen in die Primera Division gestartet, ging bei seiner ersten Champions-League-Partie mit 0:3 bei Arsenal London unter. Barca hingegen, mit fünf Punkten aus drei Spielen eher zurückhaltend gestartet, ließ Olympique Lyon beim 3:0 nicht den Hauch einer Chance.

Am vierten Spieltag in Spanien stehen sich beide Teams nun im Camp Nou gegenüber. "Es wird eine besondere Partie für uns", sagt Barca-Coach Frank Rijkaard, der den Aufwärtstrend vom Lyon-Spiel bestätigen will. "Das war nur ein Spiel. Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten und uns als Mannschaft verbessern. Ich will, dass wir uns als Einheit präsentieren. Nur so können wir Sevilla schlagen."

Ronaldinho in der Kritik

Vor allem in der Offensive offenbarten die Katalanen zuletzt ungeahnte Schwächen und mit Ronaldinho war ein Schuldiger schnell ausgemacht. Der Brasilianer läuft seiner Normalform derzeit noch weit hinterher und erhielt von Rijkaard dafür auch prompt die Quittung.

Dreimal wechselte der Niederländer seinen Superstar zuletzt aus und sagt dazu: "Ich erwarte eine Reaktion von ihm. Aber ich wehre mich gegen einen 'Fall Ronaldinho'. Er ist nach wie vor ein sehr, sehr wichtiger Spieler für den FC Barcelona."

Fakt ist allerdings auch, dass Lionel Messi derzeit groß aufspielt und mit den beiden Youngstern Giovanni dos Santos und Bojan Krkic zwei hoffnungsvolle Talente auf Einsatzzeiten brennen.

Sevilla will "schönes Gesicht zeigen"

Auch Sevilla brennt, und zwar auf Wiedergutmachung für den Ausrutscher gegen Arsenal, auch wenn Coach Juande Ramos der Niederlage keine große Bedeutung beimessen will: "Im Fußball zählt die Vergangenheit nicht. Wir schauen nur nach vorne. Wir werden in Barcelona das schöne Gesicht Sevillas sehen."

Dass sich die Andalusier gegen Barca ähnlich schwach wie in London präsentieren, ist allerdings fast auszuschließen, gilt Sevillas Defensive doch als eine der stabilsten. Drei Gegentore kassierten die Ramos-Elf zuletzt im Oktober 2006. Gegner damals: der FC Barcelona.

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