Entscheidung für Jones "fragwürdig"

SID
Steffi Jones wird künftig die deutsche Bundestrainerin sein
© getty

Die Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat die Ernennung von Steffi Jones zur künftigen Bundestrainerin als "frag- und diskussionswürdig" kritisiert.

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"Ich würde es Steffi von ganzem Herzen wünschen, dass sie diesen Job gut gemacht. Dennoch verlangt der DFB in allen Bereichen eine qualifizierte Trainerausbildung, auch im Frauenfußball. Und nun wird gerade das wichtigste Amt der Bundestrainerin mit jemandem besetzt, der auf dieser Position keine praktische Tätigkeit als Trainer ausgeübt hat", sagte die frühere Nationalspielerin im Interview mit ZDFsport.de.

Ihr selbst habe es für ihre "Trainertätigkeit sehr geholfen, dass ich vor meiner Zeit als Trainerin beim FCR Duisburg als Verbandssportlehrerin Nachwuchsteams aller Altersklassen betreut habe", führte die 47-Jährige vor dem WM-Test ihres Teams am Mittwoch (17 Uhr) gegen die deutsche Mannschaft aus: "Diese Erfahrungen möchte ich nicht missen, denn die Spielerinnen verlangen heutzutage nach Erklärungen."

Jones beerbt Neid

Der DFB hatte Ende März überraschend die aktuelle DFB-Direktorin Steffi Jones als Nachfolgerin für die im September 2016 aus dem Amt scheidende Silvia Neid präsentiert. Jones hat 2007 ihre Lizenz erworben, seither aber noch nicht als Trainerin gearbeitet.

Voss-Tecklenburg, die seit 2012 beim Schweizer Fußball-Verband tätig ist und die "Nati" erstmals zur WM geführt hat, erklärte, sie sei nicht als potenzielle Neid-Nachfolgerin vom DFB kontaktiert worden, wäre bei einer zukünftigen Anfrage aber nicht abgeneigt: "Wir wollen uns mit der Schweiz für die großen Turniere qualifizieren und der nächste Fokus gilt dann der EM 2017. Wenn es danach mal eine Anfrage gäbe, würde ich mir das sicher anhören. Ich bin da nach allen Seiten offen."

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