Frankfurt startet mit Sieg in die neue Saison

SID
Sandra Smisek schoss den 1. FFC Frankfurt gegen die SG Essen-Schönebeck in Führung
© Getty

Der 1. FFC Frankfurt ist mit einem 3:0-Erfolg gegen die SG Essen-Schönebeck in die neue Saison gestartet. Dabei ließen sich die Frankfurterinnen auch nicht von einer Gewitterunterbrechung abhalten.

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43 Tage nach dem bitteren Viertelfinal-K.o. bei der Heim-WM hat die Bundesliga mit einem Donnerschlag begonnen: Das Spiel zwischen dem Topfavoriten 1. FFC Frankfurt und der SG Essen-Schönebeck (3:0) musste nach 31 Minuten wegen eines heftigen Gewitterregens aus Sicherheitsgründen für 13 Minuten unterbrochen werden.

"Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Partie deswegen unterbrochen wird. Es war aber richtig, die Gesundheit der Spielerinnen geht vor", sagte die verletzte Nationalspielerin Kim Kulig (Kreuzbandriss), die ihrem neuen Klub aus Frankfurt von der Tribüne aus die Daumen drückte.

Potsdam mit 4:0-Sieg Tabellenführer

Die Tabellenführung hat nach dem Auftakt Titelverteidiger Turbine Potsdam inne. Das Team von Trainer Bernd Schröder besiegte den Hamburger SV mit 4:0 (2:0).

Es trafen Genoveva Anonma (8./62.) und die japanische Weltmeisterin Yuki Nagasato (20./58.) doppelt. "Wir sind schon ganz gut eingespielt, haben aber noch viel Luft nach oben", sagte Schröder.

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Vor 2750 Zuschauern im Stadion am Brentanobad taten sich die mit einem Rekordetat von 1,7 Millionen Euro in die Saison gestarteten Frankfurter Meisterschaftsfavoritinnen besonders in der ersten Halbzeit sehr schwer. Erst Ex-Nationalspielerin Sandra Smisek (38.) sorgte mit ihrem Führungstreffer für ein wenig Erleichterung vor dem Wechsel.

Kulig: "Glückliche Führung"

Zuvor hatte Essen durch Melanie Hoffmann (22.) und Isabell Wolff (24.) gute Chancen vergeben. "Unsere Führung war glücklich. Man hat gesehen, dass wir noch nicht so eingespielt sind", sagte Kulig dem "hr-Fernsehen", das die Partie live übertrug.

Da sich vor den Augen der Bundestrainerin Silvia Neid und DFB-Präsident Theo Zwanziger besonders Fatmire Bajramaj steigerte, sprang für die Hessinnen am Ende ein Arbeitssieg heraus. Neuzugang Bajramaj war am zweiten Treffer durch Svenja Huth (50.) beteiligt und erzielte den Endstand mit einem Schlenzer in den Winkel höchstpersönlich (53.).

"Wir haben die WM-Stimmung mit zu uns ins Stadion nehmen können. Die Unterbrechung wegen des Gewitters kam genau zum richtigen Zeitpunkt nach dem starken Essener Beginn", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich.

In der Startelf der Gastgeberinnen stand auch die japanische Weltmeisterin Saki Kumagai, die nach 70 Minuten durch die US-amerikanische Vize-Weltmeisterin Alexandra Krieger ersetzt wurde. Der siebenmalige Meister aus Frankfurt peilt das zweite Triple nach 2008 an.

Große Probleme hatte beim Bundesligastart indes der FCR Duisburg. Der Meister von 2000 mühte sich vor 1870 Zuschauern zu einem 2:1 (0:1) gegen Aufsteiger Lok Leipzig. Die Führung der Gäste durch Lyn Meyer (14.) glich Nationalspielerin Alexandra Popp (59.) aus, Stefanie Weichelt (85.) besorgte den Siegtreffer.

Neid: "Manager sind gefragt"

Sieben der zwölf Trainer hatten den FFC Frankfurt als kommenden Meister getippt. Nur Achim Feifel vom Hamburger SV rechnet mit einer erfolgreichen Titelverteidigung von Potsdam. Bundestrainerin Silvia Neid glaubt an eine spannende Saison.

"Meiner Ansicht nach werden Frankfurt, Potsdam, Duisburg und Wolfsburg um den Titel kämpfen", sagte Neid, die mit Blick auf eine höhere Aufmerksamkeit die Vereine in der Pflicht sieht: "Die Manager sind gefragt. Die WM hat viele Familien angesprochen, das war unser Publikum. Um dieses Publikum müssen sich auch die Klubs kümmern."

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