Europa League Zwischenrunde

Leverkusen scheidet unnötig aus

Von Stefan Rommel / Alex Truica
Donnerstag, 21.02.2013 | 22:56 Uhr
Leverkusens Stefan Kießling hatte Pech mit einem Pfostenschuss und einem Abseitstor
© getty
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Bayer Leverkusen ist im Sechzehntelfinale an Benfica Lissabon gescheitert. Die Werkself verlor nach dem 0:1 vom Hinspiel auch in Lissabon mit 1:2 (0:0).

Vor 30.000 Zuschauern in Lissabon traf Bayer durch Stefan Kießling und Andre Schürrle in der ersten Halbzeit zweimal nur den Pfosten - dann schlugen die Gastgeber nach knapp einer Stunde durch Ola Johns Tor eiskalt zu (59.).

Andre Schürrles Ausgleichstreffer (75.) ließ Bayer nur rund 60 Sekunden vom Weiterkommen träumen: Dann machte Nemanja Matic per Kopf alles klar.

Reaktionen:

Sascha Lewandowski (Trainer Bayer Leverkusen): "In beiden Spielen zusammen haben wir 150 Minuten gut gespielt. Nach dem 0:1 ist der Faden etwas gerissen. Das ist eine Erfahrung, die wir aufgreifen müssen.

Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): "Das ist bitter. Wir haben gekämpft, haben uns aber um den Lohn gebracht."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Benfica im Vergleich zum letzten Ligaspiel mit Salvio für Moreno. Bayer bringt seine beste Elf auf den Platz. Bis auf den verletzten Sam sind alle fit.

11.: Kießling raus auf Castro. Der legt klug flach zurück an den Elfer. Kießling läuft rein, steht völlig frei. Schuss aus elf Metern, an den linken Pfosten.

15.: Almeida hat rechts zu viel Zeit und flankt zur Mitte. Gaitan gewinnt den Kopfball gegen Carvajal, platziert das Ding aber genau auf Leno.

37.: Starkes Pressing und deshalb auch der Ballgewinn. Castro sofort auf Schürrle. Dessen Abschluss aus 15 Metern ist aber viel zu schwach. Artur klärt mit dem Fuß.

40.: Schürrle zieht von links zur Mitte, verzögert erst noch und zieht dann etwas überraschend auf den kurzen Pfosten ab. Artur erneut schon geschlagen, aber wieder rettet der linke Pfosten.

59., 1:0, John: Der Niederländer vernascht links erst Castro, dann auch noch Carvajal. Geht noch ein paar Schritte und schlenzt den Ball dann aus 14 Metern unhaltbar in den rechten Winkel.

67.: Carvajal flankt von rechts zur Mitte. Benfica übersieht Rolfes am zweiten Pfosten. Der Kapitän nimmt den Aufsetzer direkt und zielt aufs lange Eck, aber Artur hält überragend.

75.: John sieht Salvio rechts im Strafraum, Boenisch pennt. Der Argentinier köpft den Ball aber unbedrängt aus zehn Metern drüber.

76., 1:1, Schürrle: Langer Ball an den Strafraum. Luisao köpft direkt auf Milik, der sofort zu Schürrle rüberlegt. Trockener Volleyschuss aus 14 Metern, rechts unten schlägt's ein.

77., 2:1, Matic: Der Gegenzug: Langer Ball, Toprak hebt das Abseits auf. Lima bleibt ruhig und sieht ganz hinten am Pfosten Matic freistehen. Der köpft den Ball gegen Lenos Laufrichtung rechts unten ins Eck.

81.: Konter Benfica. John auf Lima, der an Leno scheitert. Den Nachschuss köpft Salvio aufs fast leere Tor, trifft aber nur Castro.

Fazit: Unnötige Nieedrlage für Leverkusen, das die bessere Mannschaft war. Vor dem Tor fehlte aber entweder die Kaltschnäuzigkeit oder eine Prise Glück.

Der Star des Spiels: Artur hielt seiner Mannschaft schon im Hinspiel den Sieg fest und parierte in der Phase nach der Führung mehrere Male stark. Bei Bayer eine Stunde lang sehr stark: Castro, über den fast jeder Angriff lief.

Der Flop des Spiels: Oscar Cardozo hatte das Hinspiel noch mit einem sehenswerten Tor entschieden. Im Rückspiel bekam er gegen Toprak und Wollscheid aber kein Bein auf den Boden. Der Paraguayer hatte bis zu seiner Auswechslung nach 64 Minuten nur 13 Ballkontakte und keinen Torschuss.

Der Schiedsrichter: Pavel Kravolec leitete die Partie auf eine durchaus eigenwillige Art. Ließ zunächst die Zügel schleifen und beiden Mannschaften viel durchgehen. Dann pfiff er plötzlich normale Zweikämpfe ab. Der Tscheche fand keine klare Linie. Bei Kießlings Abseitsstellung vor dem vermeintlichen 0:1 lag er richtig. Fiel am Ende ein wenig zu oft auf das offensichtliche Zeitschinden der Portugiesen rein.

Die Trainer:

Jorge Jesus wollte offenbar im Schongang in die nächste Runde. Benficas Coach verordnete ein verhaltenes Vorgehen mit dem Schwerpunkt der Torsicherung.

Sascha Lewandowski ließ seine Mannschaft weit nach vorne schieben, was phasenweise ein deutliches Übergewicht für Leverkusen bedeutete. Nach dem Rückstand ging er Alles oder Nichts und ließ den angeschlagenen Kießling drauf, brachte stattdessen Milik für Innenverteidiger Reinartz. Schürrle spielte fortan etwas tiefer und kam mehr aus dem Mittelfeld.

Das fiel auf:

 

  • Leverkusen startete ungeheuer wach und konzentriert. Die Gäste schoben früh drauf und erzeugten Druck auf den Ballführenden. So diktierte Bayer die erste Viertelstunde und hatte durch Kießling auch die dicke Chance zur Führung.
  • Mitte der ersten Halbzeit wurde Leverkusen aber immer ungenauer und verzettelte sich in vielen unnötigen Ballstafetten im Mittelfeld. Benfica dagegen wurde ruhiger am Ball und bekam die Partie so immer besser in den Griff. Allerdings auch wieder nur bis kurz vor der Pause - dann wurde Leverkusen wieder stärker und vor dem Tor auch zwingender.
  • Wie im Hinspiel gab Bayer das Spiel aber letztlich zu leicht weg. Auch wenn eine Menge Pech dabei war: Hier wäre durchaus ein Sieg möglich gewesen. Benfica schlug im zweiten Durchgang eine härtere Gangart an und nutzte dann seine Chancen eiskalt aus. Das ist dann eben auch Zeichen von Qualität, in einem K.o.-Spiel aus wenig viel zu machen.

 

Benfica - Bayer Leverkusen: Daten und Fakten zum Spiel

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