Europa League - Viertelfinale, Hinspiel

Knapper Sieg für den HSV

Von Stefan Rommel
Donnerstag, 01.04.2010 | 22:56 Uhr
Ruud van Nistelrooy (r.) erzielte kurz vor der Pause das 2:1 für den Hamburger SV
© Getty
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Der Hamburger SV hat sich im Hinspiel des Europa-League-Viertelfinales gegen Standard Lüttich eine vernünftige Ausgangsposition zum Erreichen des Halbfinales geschaffen.

Die Hamburger kamen gegen den noch amtierenden belgischen Meister zu einem 2:1 (2:1) und haben gute Chancen, wie im letzten Jahr erneut in die Vorschlussrunde einzuziehen.

Vor 47.000 Zuschauern hatte der HSV aber ein schweres Stück Arbeit zu verrichten.

Die Gäste gingen durch Dieumerci Mbokani in der 31. Minute in Führung. Mladen Petric mit einem verwandelten Foulelfmeter (42.) und Torjäger Ruud van Nistelrooy (45.) besorgten noch vor der Pause den Endstand.

Video von ran: Hamburg - Lüttich: Die Highlights

Labbadia zufrieden und befreit

"Die Mannschaft hat eine sehr gute Moral gezeigt", sagt van Nistelrooy nach dem Spiel zufrieden. "Jeder hat heute seine Leistung gebracht."

Sein Coach Bruno Labbadia war sichtlich gelöst. "Ich muss der Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Und es war gut, wie wir nach der schwächeren Phase und dem Gegentor zurückgekommen sind."

So diskutierten die mySPOX-User während des Spiels

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Der HSV ohne Trochowski und Rincon. Dafür beginnen Torun und Pitroipa im Mittelfeld. Boateng wieder neben Mathijsen in der Innenverteidigung.

Die Gäste mit ihrer vollen Offensivpower: de Camargo, Jovanovic und Mbokani bilden die Angriffsformation, dahinter zieht Witsel die Fäden.

27.: Pocognoli zieht zweimal volles Rohr ab. Zweimal hätte der gepasst - aber zweimal blockt Boateng gerade noch ab.

31., 0:1, Mbokani: Ecke von links. Boateng verliert Mbokani aus den Augen. Der ist zehn Meter vor der Kiste völlig blank und setzt den Kopfball unhaltbar ins rechte Eck.

32.: Petric am Elfer plötzlich völlig frei. Der Schuss des Kroaten aber ohne Wucht. Bolat packt zu.

37.: Van Nistelrooy befreit sich von Mangala. Schuss aus 18 Metern. Bolat schon geschlagen, der Ball prallt an den Pfosten. Den Nachschuss verstolpert Ze Roberto kläglich.

42., Elfmeter für Hamburg: Camozzato lässt Pitroipa über die Klinge springen. Klare Sache.

42., 1:1, Petric: Der Kroate zielt einfach in die Mitte, Bolat springt nach links.

45., 2:1, van Nistelrooy: Aogo flankt von links flach in den Sechzehner. Van Nistelrooy ist da und lenkt den Ball trotz starker Bedrängnis aus zehn Metern ins lange Eck.

Halbzeit-Fazit: Hamburg zu Beginn und zum Ende der Halbzeit klar besser. Dazwischen aber Lüttich sehr gefährlich. Die Führung geht trotzdem in Ordnung.

50.: Pitroipa nimmt wieder Anlauf, geht an Camozatto vorbei. Jarolim nimmt ihm den Ball vom Fuß und zieht aus 15 Metern ab. Bolat ist im kurzen Eck und hält sicher.

63.: Pitroipa wirbelt über links. Querpass auf Petric. Dessen Schuss aus 18 Metern zischt haarscharf rechts vorbei.

65.: Ze Roberto vertändelt 20 Meter vor dem eigenen Tor leichtsinnig den Ball. Wunderschöner Lupfer von de Camargo in den Strafraum. Mbokani köpft das Ding unbedrängt über Rost an die Latte. Der Ball springt Zentimeter vor der Linie auf, beim Nachschuss behindern sich Mbokani und Goreux gegenseitig.

85.: Nach einer Ecke von rechts kommt Demel mit dem Kopf aus sieben Metern an den Ball. Bolat hält.

Fazit: Verdienter HSV-Sieg, der aber imemr mal wieder auf der Kippe stand.

Der Star des Spiels: Jonathan Pitroipa. Nach ein paar guten Minuten zuletzt hatte sich Pitroipa einen Einsatz von Beginn an mal wieder verdient. Und den wusste er zu nutzen! Pitroipa wirbelte über die linke Seite, fädelte eine gefährliche Szene nach der anderen ein, holte den Elfer zum 1:1 raus. Dabei ließ er sich immer wieder geschickt tief fallen, um mit Anlauf seine Tempodribblings auszupacken. Bester Spieler auf dem Platz.

Die Gurke des Spiels: Marcos Camozzato hatte die undankbare Aufgabe, der direkte Gegenspieler von Pitroipa zu sein. Der Brasilianer bekam den Hamburger dabei nie in den Griff, handelte sich früh die Gelbe Karte ein und verursachte zudem den Elfmeter. Nach vorne war Camozzato praktisch nicht existent.

Die Pfeife des Spiels: Martin Atkinson zeigte alles in allem eine ordentliche Vorstellung. Auch wenn der Engländer bisweilen eine sehr eigenwillige Regelauslegung an den Tag legte. Die Elfmeterentscheidung ging absolut in Ordnung, in den wichtigen Situationen entschied Atkinson richtig.

Die Lehren des Spiels: Am Montag traf sich die Mannschaft mit dem Trainergespann zur großen Aussprache - ganz offenbar mit dem angemessenen Ergebnis. Eine zuletzt zögerliche, uninspirierte Mannschaft präsentierte sich wie ausgewechselt.

Nach zuletzt vier Pflichtspielen ohne Sieg war der HSV aggressiv und bissig, sicherte sich fast alle zweiten Bälle und hatte so ein deutliches Übergewicht fast über die komplette Spielzeit. Allerdings hatte Hamburg teilweise richtig große Mühe mit den plötzlichen Tempowechseln der Belgier.

Andere Probleme bleiben zudem: Die Schwäche bei Defensivstandards, die schlechte Umkehrbewegung, vor allem nach hinten.

Ze Roberto wirkt einfach nicht fit genug, um die langen Wege auch in der Defensive gehen zu können. Das Leistungsloch anderer Eckpfeiler neben Ze Roberto wie Boateng oder Petric bleibt. Immerhin konnte der HSV anders als zuletzt gegen Ende der Partie nochmal zulegen.

Bruno Labbadia hat sich für's erste vom immensen Druck befreit und kann zumindest bis zum Rückspiel wieder etwas ruhiger arbeiten. Das 2:1 ist ein passables Ergebnis, angesichts der letzten Auswärtsauftritte in Europa aber alles andere als eine echte Garantie für das Weiterkommen.

Hamburger SV - Standard Lüttich: Daten und Fakten

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