Freitag, 13.06.2008

Vor dem Spiel gegen die Türkei

Elfmeterschießen besser als Münze werfen

Seefeld - Tschechiens Torhüter Petr Cech findet es gut, dass im Fall eines Unentschiedens gegen die Türkei im letzten Gruppenspiel ein Elfmeterschießen über den Einzug ins Viertelfinale entscheidet.

EM 2008, Fussball, Tschechien, Cech
© DPA

"Das ist besser als eine Münze zu werfen", sagte er bei einer Pressekonferenz im Trainingsquartier seines Teams in Seefeld. Beide Teams weisen in der Gruppe A nach zwei Partien ein identisches Punkt- und Torverhältnis auf.

Der Sieger kommt als Zweiter hinter den bereits als Gruppenerster feststehenden Portugiesen eine Runde weiter.

Brückner setzt alles auf Sieg

"Wir haben für ein eventuelles Elfmeterschießen geübt", sagte Trainer Karel Brückner. "Aber darauf ist nicht unser Hauptaugenmerk gerichtet. Wir wollen gut spielen und gewinnen." Kapitän Tomas Ujfalusi betonte: "Wir sind stark genug, um die Türkei zu schlagen. Wir wollen doch nicht nach der Vorrunde heimfahren."

Cech glaubt ebenfalls nicht an die Notwendigkeit einer Entscheidung vom ominösen Punkt: "Wir haben es selbst in der Hand. Ich denke, wir schlagen die Türkei auch so." Es wäre töricht, auf ein Remis zu spielen.

Positive Bilanz für Tschechen

Cech stand schon mehrmals in Elfmeterschießen. Zuletzt verlor er allerdings im Champions-League-Finale mit dem FC Chelsea im Mai gegen Manchester United. Er parierte einen Strafstoß, sein Gegenüber, der niederländische Nationalkeeper Edwin van der Sar, hielt dagegen zwei.

Die Tschechen weisen aber eine positive Bilanz bei Elfmter-Entscheidungen auf: 1976 gewannen sie den EM-Titel gegen Deutschland nach einem 2:2 nach regulärer Spielzeit, weil Uli Hoeneß den Ball weit über die Latte gedroschen hatte.

Vier Jahre später bezwangen sie Italien im kleinen Finale auf diese Weise. Bei der EM 96 schalteten die Tschechen dann Frankreich im Halbfinale im Elfmeterschießen aus.


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