Mittwoch, 11.06.2008

EM 2008

Spielerfrauen dribbeln sich ins Rampenlicht

Hamburg - Bastian Schweinsteigers Lebensgefährtin Sarah Brander posiert im Dirndl mit Fußball-Design, Sylvie van der Vaart schreibt Kolumnen, Luca Tonis Herzdame Marta Cecchetto ist in allen Klatschblättern zu finden, Cristiano Ronaldos Freundin Nereida als ehemaliges Nacktmodel sowieso.

sarah brandner, schweinsteiger
© Getty

Die Stars der Europameisterschaft stehen nicht nur auf dem Rasen, sondern auch auf dem Laufsteg: So manche Spielerfrau geht immer ungenierter in die Offensive. Victoria Beckham hatte es als Stil-Ikone der WM 2006 schließlich vorgemacht. Selbst einige Begleiterinnen der deutschen Profis haben ihre Zurückhaltung aufgegeben.

Sarah Brandner (19/im Bild) wirbt - den knallroten Stöckelschuh lässig auf einen Ball gesetzt - für einen bayrischen Dirndlschneider. Um Schweini bei der EM zu unterstützen, hat sie nach Angaben von "Bild" alle Fotoshootings und TV-Termine auf Eis gelegt.

Julia Gödicke, Partnerin von Außenverteidiger Marcell Jansen, posiert in der Zeitschrift "Gala" vor der Kulisse der Schweizer Berge in sündhaft teuren Kleidern - ebenso wie Sylvie van der Vaart, Marta Cecchetto und Nadege Gallas, die Frau von Frankreichs Nationalspieler William Gallas.

Tonis Herzdame pfeift auf Fußball

Cecchetto hat nicht nur auf Titelbildern von Modezeitschriften, sondern auch als Fernsehmoderatorin Karriere gemacht. Luca Toni lief ihr über den Weg, als der Beau noch in der dritten Liga stürmte.

"Egal, was ich erreiche: Marta wird sich wohl nie wirklich für Fußball interessieren. Während ich spiele, geht sie lieber mit dem Hund spazieren", beklagte sich der Bundesliga-Torschützenkönig vom FC Bayern München kürzlich im Fachblatt "kicker".

Sylvie ist der größte Fan

Sylvie van der Vaart ist da anders gestrickt. "Für mich sind Holland-Spiele eine emotionale Achterbahnfahrt. Es beginnt schon damit, wenn Rafa unten auf dem Rasen steht und unsere Hymne ertönt. Dann schießen mir immer wieder die Tränen in die Augen", plauderte sie in ihrer "Bild"-Kolumne. "Immer wieder werde ich auf der Tribüne schwach."

Nach dem fulminanten 3:0 von Oranje gegen Luca Tonis Italien stand die Niederländerin mit dem wallenden Haar auf ihrem Sitz. Als ihr Gatte mal wieder nicht zu halten schien beim Hamburger SV, nahm es ein Fan ganz gelassen und hielt ein Plakat hoch: "Rafael, du kannst gehen. Aber lass' Sylvie hier!"

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Zielgruppe blond?

Ein blondes Modell a la van der Vaart und Cecchetto - das scheint immer noch der Prototyp der Spielerfrau zu sein. Auch wenn beispielsweise die Partnerin von Stürmer Mario Gomez, die 22-jährige Pharmatechnik-Studentin Silvia, braune Haare hat.

Dabei hatte Petra Frings, die Ehefrau von Mittelfeldspieler Torsten Frings mal gesagt: "Ich mag das Wort Spielerfrau eigentlich nicht, weil dabei jeder an blond und blöde denkt."

Pech für Philipp Lahms neue Flamme Claudia: Sie ist ebenfalls blond. Fußballprofis gelten als "Frühheirater", einige Nationalspieler sind bereits Väter von mehreren Kindern - wie England-Profi Michael Ballack, der seine Simone im Juli in München heiraten will und mit ihr Louis (6), Emilio (5) und Jordi (3) hat.

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung sind aber auch noch vier deutsche EM-Teilnehmer auf dem zwischengeschlechtlichen Transfermarkt zu haben: Christoph Metzelder, Per Mertesacker, Clemens Fritz und Thomas Hitzlsperger.

"Die Zukunft des Fußballs ist weiblich"

Bereits seit 1986 verheiratet ist Joachim Löw. Seine Frau Daniela lernte der Bundestrainer während seiner Lehre zum Großhandelskaufmann kennen. Doch sie will keine "Trainerfrau" sein: In der Öffentlichkeit ist das in Freiburg lebende Paar äußerst selten zu sehen.

Das Liebesleben von Joseph Blatter, dem mehrfach verheirateten Präsidenten des Fußball-Weltverbandes FIFA, war in der Schweiz hingegen immer wieder ein Medien-Thema.

Seine stets jüngeren, meist ebenfalls blonden Damen hatte er mit seinem inzwischen oft zitierten Satz "Die Zukunft des Fußballs ist weiblich" dennoch nicht gemeint: Spätestens bei der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland rücken die Männer mal ganz ins Abseits, wenn der Ball rollt. Es sei denn, der "Spielerinnenmann" wird dann ein Volltreffer.


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