Sonntag, 16.11.2014

EM-Quali, 4. Spieltag

Remis im Pyro-Meer von Mailand

Die Sonntagsspiele der EM-Quali brachten zwei Topspiele mit sich. Tschechien siegte durch ein Eigentor gegen Island. Italien und Kroatien trennten sich mit einem Unentschieden, nachdem die Partie aufgrund von zahlreichen Pyroattacken der Gästefans kurzzeitig unterbrochen werden musste. Belgien patzte derweil gegen den Underdog aus Wales - die Niederlande sichern mit einem 6:0-Kantersieg über Lettland Guus Hiddink vorerst den Job.

Die Gästefans aus Kroatien sorgten in der zweiten Halbzeit für eine Spielunterbrechung
© getty
Die Gästefans aus Kroatien sorgten in der zweiten Halbzeit für eine Spielunterbrechung

Gruppe A

Niederlande - Lettland 6:0 (3:0)

Tore: 1:0 van Persie (6.), 2:0 Robben (35.), 3:0 Huntelaar (42.), 4:0 Bruma (78.), 5:0 Robben (82.), 6:0 Huntelaar (89.)

Die Ausgangslage vor diesem Duell war klar: Der WM-Dritte musste unbedingt siegen, um den Anschluss an das Spitzenduo aus Island und Tschechien nicht komplett zu verlieren. Bondscoach Guus Hiddink drohte vor dem Spiel gar mit seinem Rücktritt.

Der Pfostenschuss von Ibrahim Affelay nach zwei Minuten deutete bereits einen Sturmlauf der Elftal an. In der sechsten Minute brachte ManUtd-Stürmer Robin van Persie Oranje mit einem platzierten Kopfball dann auch früh in Führung. In Durchgang eins dominierten die Niederlande den Gast nach Belieben und Arjen Robben erhöhte auf seine typische Art und Weise auf 2:0 (35.). Der Schalker Klaas-Jan Huntelaar besorgte kurz vor der Pause dann schon die endgültige Entscheidung (42.).

Nach der Pause ließen es die Niederländer zunächst etwas ruhiger angehen und erhöhten erst in der Schlussphase das Ergebnis. Jeffrey Bruma (78.), nochmal Robben (82.) und Huntelaar (89.) erhöhten auf 6:0. Der Kantersieg gegen überforderte Gäste war hochverdient und sichert dem angezählten Trainer Hiddink erstmal den Job.

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Tschechien - Island 2:1 (1:1)

Tore: 0:1 Sigurdsson (9.), 1:1 Kaderabek (45.), 2:1 Bodvarsson (61./Eigentor)

Beim Duell der Spitzenreiter der Gruppe A lieferten sich beide Mannschaften eine unterhaltsame Partie. Bereits in der Anfangsphase setzte Island ein klares Zeichen, als Ragur Sigurdsson nach hervorragender Vorarbeit von Birkir Bjarnason mit dem Kopf den Führungstreffer erzielte (9.). Doch Tschechien ließ sich nicht von dem Gegentreffer verunsichern und erarbeitete sich Chancen durch Michal Kadlec und David Lafata (13./24.). Islands Keeper Hannes Halldorsson konnte den Ausgleichstreffer aber zunächst verhindern. Die Gastgeber wurden offensiver und drängten vor der Halbzeitpause auf einen Treffer. Nach einer Standardsituation leitet Daniel Pudil den Ball hervorragend auf Pavel Kaderabek weiter, der einlaufende Abwehrspieler köpfte den Ball ins Tor und sorgte kurz vor dem Kabinengang für den Ausgleich (45.).

Wie in der ersten Hälfte versuchte die tschechische Offensivabteilung um David Lafata den Druck zu erhöhen. Die isländische Verteidigung wirkte zunehmend verunsichert, nach einem Angriff über die linke Seite leitete Jon Dadi Bodvarsson einen Pass unglücklich in Richtung des eigenen Kastens weiter, Halldorsson reagierte zu spät und konnte den Führungstreffer der Mannschaft von Trainer Pavel Vrba nicht verhindern (61.). Kurz vor Schluss kamen die Gäste nochmal gefährlich vor das Tor von Petr Cech, Johann Berg Gudmundsson konnte Tschechien Keeper allerdings nicht überwinden. Unter der Leitung von Schiedsrichter Wolfgang Stark ließ die Heimmannschaft nichts mehr anbrennen und sicherte sich den vierten Sieg in der vierten Partie.

Türkei - Kasachstan 3:1 (2:0)

Tore: 1:0 Yilmaz (26./Elfmeter), 2:0 Yilmaz (29.), 3:0 Aziz (83.), 3:1 Smakov (87./Elfmeter)

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Gruppe B

Belgien - Wales 0:0

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Belgien hatte im König-Baudouin-Stadion ordentlich Probleme gegen gut eingestellte Gegner aus Wales. Nach der überstandenen Anfangsphase leitete Divock Origi mit einem Steilpass einen gefährlichen Angriff der Gastgeber ein, Wayne Hennessey konnte den Schuss von Nacer Chadli allerdings parieren. (23.).

Die Gäste zogen sich weiterhin zurück und überließen der Mannschaft von Trainer Marc Wilmots die Initiative. Der starke Eden Hazard sorgte kurz vor der Halbzeitpause für Furore in der gegnerischen Abwehr und konnte nur durch ein Foulspiel gebremst werden. Wales Torhüter Hennessey verhinderte beim darauffolgenden Freistoß von Kevin de Bruyne den Gegentreffer mit einer Glanzparade (45.).

Im zweiten Durchgang konzentrierte sich Wales weiterhin auf Konterchancen. Gareth Bale verfehlte nach Vorbereitung von George Williams nur knapp das gegnerische Tor. Die Heimmannschaft tat sich schwer mit dem Abwehrriegel um Kapitän Ashley Williams und verstärke die Offensiv-Bemühungen. Dennoch ließen die Waliser wenig zu und hätten durch Neil Taylor in Führung gehen können (65.). Obwohl die Belgier mit den Einwechslungen von Christian Benteke und Dries Mertens den Druck erhöhten, konnte sich der WM-Teilnehmer für den betrieben Aufwand nicht belohnen. Wales bleibt damit vorläufig auf dem ersten Rang der Gruppe B.

Zypern - Andorra 5:0 (3:0)

Tore: 1:0 Merkis (9.), 2:0 Efrem (31.), 3:0 Efrem (42.), 4:0 Efrem (60.), 5:0 Christofi (87., Elfmeter)

Israel - Bosnien-Herzegowina 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Vermouth (36.), 2:0 Damari (45.), 3:0 Zahavi (70.)

Rote Karte: Sunjic (Bosnien, 48.)

Gruppe H

Italien - Kroatien 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Candreva (11.), 1:1 Perisic (15.)

Kroatien hatte gegen die Italiener alles im Griff. Bis die eigenen Fans in Mailand das Spiel zu einer Unterbrechung zwangen. Zahlreiche Pyros und Leuchtraketen im Auswärtsblock verursachten nach gut 70 gespielten Minuten eine zehnminütige Spielunterbrechung. Björn Kuipers schickte die Teams kurzzeitig in die Kabinen.

Mit dem ersten wirklichen Torschuss war die Mannschaft von Trainer Antonio Conte in der elften Minute in Führung gegangen. Antonio Candreva traf mit einem fulminanten Fernschuss nach Vorarbeit von Simone Zaza. Die Antwort der Kroaten erfolgte eben durch Ivan Perisic, der von der äußeren Sechzehnmeterlinie leicht verdeckt abzog und in die Mitte des Tores traf. Buffon ließ den Ball unter seinen Beinen im Tor einschlagen.

Die Kroaten waren nach der entscheidenden Aktion das aktivere Team, konnten aber ihre vorhandenen Chancen vor der Pause nicht nutzen. Auch in der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer in Mailand ein intensives Spiel. Harte Zweikämpfe, Emotionen und einige brauchbare Torchancen, die jedoch auf beiden Seiten ungenutzt blieben. Nach der Spielunterbrechung hatte erneut Perisic die große Chance zum Siegtreffer. Kurz vor dem Ende der Partie (87.) verzog der Kroate aber denkbar knapp.

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Aserbaidschan - Norwegen 0:1 (0:1)

Tore: 0:1 Nordtveit (25.)

Bulgarien - Malta 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Galabinov (6.), 1:1 Failla (49., Elfmeter)

Besonderes Vorkommnis: Popov (Bulgarien) verschießt Elfmeter (76.)

Die EM-Qualifikation im Überblick

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