Gruppe D: Frankreich - England

Rendezvous ohne Schmerzen

SID
Dienstag, 12.06.2012 | 11:03 Uhr
Samir Nasris (r.) Torjubel beinhaltete eine unmissverständliche Aufforderung
© spox
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
So18:00
Die Highlights vom Sonntag: Freiburg-Frankfurt
2. Liga
So16:00
Die Highlights der Sonntagsspiele
Eredivisie
Live
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Live
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Ligue 2
Chateauroux -
Nimes
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien

Die beiden Trainer waren sich hinterher verdächtig einig. Diese unmenschliche Hitze, ja, die sei zu großen Teilen dafür verantwortlich gewesen, dass die knapp 49.000 Zuschauer in der Donbass Arena kein besseres Spiel zu sehen bekommen hätten. Nicht zu vergessen der gegenseitige Respekt.

Roy Hodgson, England, und Laurent Blanc, Frankreich, erhoben schließlich noch jeweils das Team des anderen zum Topfavoriten in der Gruppe D. Und dann schieden die alten Feinde nach diesem seltsam harmonischen Abend voneinander. Je ein Tor hatte jeder dem anderen zugestanden.

Ein unter dem Strich enttäuschendes Spiel zwischen diesen beiden großen Fußballnationen hatte wenig Aufschluss über deren wahre Stärke gegeben.

Zwar bestätigte sich einiges von dem, was man vorher befürchten musste: Dass Frankreichs Innenverteidiger nicht sonderlich belastbar und die Franzosen ihre Schwäche bei Standards noch immer nicht losgeworden sind.

Oder dass England tatsächlich spielt wie Chelsea. Nur weniger erfolgreich, bislang. Aber noch mehr Fragen blieben offen.

Hodgson: Kein Ärger

"Die Herangehensweise beider Mannschaften war durchweg gut. Es gab keinen Ärger", sagte Hodgson. Und genau darin lag eines der Hauptprobleme. Auch für die Zuschauer. Keiner wollte dem anderen wehtun in diesem nur äußerlich hitzigen Auftaktspiel, das ein Rendezvous ohne Schmerzen war.

Es wurde kaum ernsthaft Foul gespielt. Eine noble Einstellung, sicherlich, aber auch eine, die eine Annahme verriet, die sich rächen könnte: Nämlich dass der Gegner vom Montag der stärkste Konkurrent in der Gruppe ist, und daher ein Remis nicht schaden konnte.

"Das erste Spiel nicht zu verlieren, ist sehr wichtig", sagte Hodgson entsprechend. Gastgeber Ukraine aber hat nach dem anschließenden 2:1-Sieg gegen Schweden nun schon mal zwei Punkte mehr als England - und als Frankreich, das am Freitag dann doch besser gewinnen sollte gegen Schewtschenko und Co., wenn es was werden soll mit dem angestrebten Viertelfinaleinzug.

"Das gewisse Extra finden"

"Es ist leichter zu verteidigen als anzugreifen, wenn es heiß ist", moserte Blanc dann auch noch ein bisschen in Richtung England, das sich speziell in der zweiten Hälfte mit einer doppelten Viererkette am Strafraum verschanzte.

"In der Offensive muss man das gewisse Extra finden." Das gelang den Franzosen in der ostukrainischen Schwüle nicht. Hodgson sagte diplomatisch: "Die Bedingungen waren für beide schwierig."

Doch auch positive Geschichten schrieb dieses Spiel. Joleon Lescott köpfte sein erstes Länderspieltor, wozu ihm sein ehemaliger Klubkamerad bei Manchester City, Jerome Boateng, alsbald per Twitter gratulierte: "Großartiger Kopfball, mein Freund."

Ebenfalls beachtlich: Der EM-Einstand von Alex Oxlade-Chamberlain, 18 Jahre alt, auf der linken Außenbahn. "Ich habe ihm einfach gesagt, er solle sich nicht zu viele Sorgen um den heutigen Abend machen, denn er wird noch viele Gelegenheiten haben, im englischen Trikot zu glänzen", sagte Hodgson väterlich.

Torschütze Nasri grüßt Journalisten: "Mund halten"

Und Samir Nasri löste sein Problem mit einem Teil der französischen Presselandschaft auf denkbar beste Art - mit einem ebenso trockenen wie erfolgreichen Schuss ins kurze Toreck. Die "Mund-halten"-Geste, die er danach vorführte, war an einen besonders kritischen Journalisten von "L'Equipe" gerichtet, wie Nasri hinterher freimütig aufklärte. Blanc wollte sich dazu lieber nicht äußern.

Das Fazit des Tages, für das es, anders als für den "Man of the Match" (Nasri), leider keine Trophäe gibt, kam auch vom französischen Chefcoach: "Wir waren gut genug, dieses Spiel nicht zu verlieren, aber nicht gut genug, es zu gewinnen." Dem ist nichts hinzuzufügen.

Frankreich - England: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung