Fussball

Allianz Arena will Spielort bei EURO 2020 werden

Von Nikolai Mende
Eines der modernsten Stadien der Welt: Die Allianz Arena in München
© getty

Die Münchner Allianz Arena will Spielort bei der EURO 2020 werden. Das Land Bayern, die Stadt München und Rekordmeister Bayern München werden sich bewerben.

Als erste Stadt in Europa hat sich München als einer der 13 Austragungsorte für die Europameisterschaft 2020 beworben. Die endgültige Vergabe durch die UEFA erfolgt im September 2014. Auf einer Pressekonferenz demonstrierten Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, Ministerpräsident Horst Seehofer und Karl-Heinz Rummenigge einen Schulterschluss.

"Für Bayern spricht die Mentalität unserer Bevölkerung. Bayern ist ein weltoffenes Land - die Bayern haben oft bewiesen, dass sie sehr gute Gastgeber sind. Auch was die Infrastruktur anbelangt, den Flughafen usw., haben wir eine Menge zu bieten", erklärte Horst Seehofer die Vorzüge des Freistaates.

Wunsch der Politik

Karl-Heinz Rummenigge erläuterte die Idee hinter der europaweiten EM. "Es war der Wunsch der UEFA der Politik Rechnung zu tragen. Wir leben in Europa mit einer gemeinsamen Währung, dem Euro, und es war der Wunsch der Politik, dass der Fußball hier auch sozialpolitisch Flagge bekennt. Und ich finde das auch angebracht. Das Geld ist knapp und jeder kann sich ausrechnen, was die Ausrichtung der EM in einem Land kosten würde", so der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern.

München bewirbt sich laut Rummenigge für beide möglichen Austragungsoptionen. "Es gibt eine Option eins: drei Gruppenspiele plus ein Achtelfinalspiel oder ein Viertelfinalspiel. Die zweite Option sieht so aus, dass zwei Halbfinalspiele plus das Finale in einer Stadt stattfinden. Wir haben heute gemeinsam beschlossen, dass wir uns für beide Optionen bewerben werden. Wir müssen das aber noch mit dem DFB besprechen", erklärte Rummenigge weiter.

Ein Stadion auf Top-Niveau

Da die Allianz Arena "von der Funktionalität her höchsten Ansprüchen genügt", glaubt der Bayern-Vorstand, dass München "ordentliche Chancen" hat, man jedoch "bei jeder Bewerbung mit einem Schuss Demut" rangehen müsse. Man werde jedoch "alles in die Waagschale werfen, was die Stadt München und das Land Bayern auszeichnet."

Vor allem der sichere und hervorragende Ablauf beim Champions-League-Finale soll bei der EM wiederholt werden.

Außer der 71.000 Zuschauer fassenden Arena in München kämen beispielsweise auch das Berliner Olympia-Stadion, der Dortmunder Signal Iduna Park, die Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena, die Hamburger Imtech Arena und die Veltins-Arena in Gelsenkirchen als Spielorte aufgrund ihres Fassungsvermögens (Sitzplätze) infrage.

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