Pilgerer Prandelli geht neue Wege

SID
Samstag, 30.06.2012 | 13:46 Uhr
Cesare Prandelli steht mit Italien im EM-Finale
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Bundesliga
DiJetzt
M05 - BVB: Die Highlights des Stöger-Debüts
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian -
Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese – Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)

Bislang galt Claudio Marchisio als der Mann mit dem größten Laufpensum im italienischen Nationalteam. Inzwischen hat der Mittelfeldmotor von Juventus Turin längst Konkurrenz erhalten - von Nationaltrainer Cesare Prandelli. Die Pilgerwanderungen des "Allenatore" bei der EM sind längst schon Tradition. Prandellis Zukunft bei der Aquadra Azzurra bleibt jedoch weiterhin offen.

Nach dem Halbfinal-Sieg über Deutschland (2:1) wanderte Prandelli noch in der Nacht mit seinem Trainerstab rund zehn Kilometer weit zur Pfarrkirche der Heiligen Familie in der Nähe von Krakau. Es war bereits seine dritte Pilgerung, nach dem Überstehen der Gruppenphase hatte der gläubige Katholik gar einen Fußmarsch von 21 Kilometern zurückgelegt. Und sollte Italien tatsächlich im EM-Finale gegen Spanien am Sonntag (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) der große Coup gelingen, dürfte er auch in Kiew auf Wanderung gehen.

Auch sonst geht Prandelli ganz neue Wege. Seit seinem Amtsantritt nach dem WM-Desaster 2010 (Vorrunden-K.o.) hat er im italienischen Fußball für eine kleine Revolution gesorgt. Weg vom unansehnlichen Catenaccio setzt der 54-Jährige auf Angriffsfußball.

Wo früher ein 1:0 mit allen Mitteln über die Zeit gebracht wurde, ist Italien bei dieser EM plötzlich das Team mit den meisten Torschüssen. "In Italien wollen inzwischen viele Trainer Fußball spielen lassen und nicht nur ein Ergebnis erzielen. Man kann gewinnen oder verlieren, aber Italien will Fußball spielen", sagt Prandelli.

Mit dem Einzug ins Finale hat er längst alle Kritiker überzeugt. Und davon gab es vor der EM noch eine Vielzahl. So war der Aufschrei nach dem 0:3 gegen Russland in der Vorbereitung groß. Bei all den Problemen wie etwa dem Wettskandal im Vorfeld des Turniers wurde der "Squadra Azzurra" nicht einmal der Einzug ins Viertelfinale zugetraut. Doch mit Prandelli gelang das Unvorstellbare.

Zukunft von Prandelli offen

Und so geht in Italien die Sorge um, dass der Signore mit den nach hinten gegelten Haaren nach der EM trotz laufenden Vertrages bis 2014 seine Mission schon wieder beenden könnte. So ließ er vor dem Endspiel Amtsmüdigkeit erkennen. "Die vergangenen zwei Monate waren hart, und mir hat die Lebensqualität gefehlt. Ich bin längst nicht so souverän, wie es oft den Anschein hat", sagte der Trainer.

Insbesondere die mangelnde Zusammenarbeit mit den Serie-A-Klubs ist Prandelli ein Dorn im Auge. "Während der Saison interessiert sich niemand für die Nationalmannschaft", sagte er. Gründe dafür seien die Strukturen im italienischen Fußball, aber auch Vereinsinteressen. Auch wenn das Verhältnis zur Verbandsspitze ausgesprochen gut sei, ließ er seine Zukunft offen. Er vermisse die tägliche Trainingsarbeit. Das heiße nicht, dass er gehen werde, aber er müsse halt alles abwägen.

Trauer um seine verstorbene Frau

Im Klubfußball hatte er sich fast 15 Jahre lang einen Namen gemacht. Insbesondere beim AC Florenz legte er seine Meisterprüfung ab, als er mit einem intelligenten Transfer- und Jugendplan das Team vom Mittelmaß bis ins Halbfinale des UEFA-Pokals und unter die besten 16 der Champions League geführt hatte.

Kaum jemand in der Geschichte der Fiorentina erfuhr eine derart kollektive Zuneigung wie Prandelli. Ende 2007 nahm die Stadt bewegt Anteil, als seine Frau Manuela nach langer Krankheit starb. Um sie zu pflegen, hatte er 2004 sein erstes prestigeträchtiges Engagement beim AS Rom aufgelöst und ein Jahr Auszeit genommen.

Damals war Rudi Völler kurzfristig eingesprungen. Prandelli erwog zu dieser Zeit gar, die Karriere zu beenden. Davon ist inzwischen keine Rede mehr. Italien wird es ihm danken.

Spanien vs. Italien im Finale

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung