Fussball

Nach Ausraster: Özbek für acht Spiele gesperrt

SID
Baris Özbek hatte seine Nerven gegen die Sportfreunde Lotte nicht mehr im Griff

Drakonische Strafe für Baris Özbek vom MSV Duisburg nach seinem Ausraster bei den Sportfreunden Lotte (2:0). Der 30-Jährige wurde vom Sportgericht des DFB für acht Spiele gesperrt, vier weitere wurden zur Bewährung ausgesetzt

Der MSV hatte den Profi zudem mit einer vereinsinternen Geldstrafe belegt. Özbek hatte am Sonntag nach einer Tätlichkeit (26.) die Rote Karte gesehen. Er hatte einen Gegner umgestoßen. Auf dem Weg in die Kabine trat der frühere deutsche U21-Nationalspieler einem am Boden liegenden Lotte-Akteur auf den Unterschenkel und schlug zwei weiteren ins Gesicht.

"Das Strafmaß ist angemessen, weil er mehrfach und gezielt gegen Lotter Spieler vorgegangen und diese körperlich angegangen ist", begründete Einzelrichter Stephan Oberholz, der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, das Urteil: "Sein gravierendes sportfremdes Verhalten geht deutlich über die bisher vom Sportgericht behandelten Fälle hinaus."

Özbek entschuldigt sich für Ausraster

An die Rekordstrafe für eine Tätlichkeit im deutschen Profifußball reicht Özbeks Sperre aber nicht heran. 2012 war Lewan Kobiaschwili von Hertha BSC für siebeneinhalb Monate gesperrt worden. Der Georgier hatte beim skandalösen Relegationsspiel bei Fortuna Düsseldorf, das unter anderem wegen eines Platzsturms von Fortuna-Fans unterbrochen werden musste, Schiedsrichter Wolfgang Stark geschlagen.

Özbek hatte sich nach seinem Ausraster entschuldigt: "Egal, was in Lotte dazu geführt hat - so etwas darf mir nicht noch einmal passieren."

"Baris hat seinen schweren Fehler eingesehen. Er weiß, dass ein solches Auftreten im Trikot des MSV Duisburg nicht akzeptabel ist. Ich bin mir sicher, dass so etwas nicht mehr vorkommt", hatte Sportdirektor Ivo Grlic betont: "Damit ist der Vorfall für uns geklärt."

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