Aalens Andreas Schön im Interview

"Würde nicht Nein zu Hoffenheim sagen"

Von Kevin Bublitz / Mark Heinemann
Freitag, 04.02.2011 | 10:08 Uhr
Andreas Schön (r.) spielt seit 2009 beim VfR Aalen und kämpft in der 3. Liga um den Klassenerhalt
© Imago
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Andreas Schön wurde aufgrund seiner Spielübersicht schon mit Uwe Bein verglichen. In der U-17-Nationalelf kickte der Sohn des ehemaligen Fußballprofis Alfred Schön mit Marko Marin und Toni Kroos. Trotzdem reichte es für das Spielmachertalent nicht zum Sprung in den Profikader von 1899 Hoffenheim. Daher schloss sich der 21-Jährige im Jahr 2009 dem VfR Aalen an und kämpft derzeit um den Klassenerhalt in der 3. Liga.

Sein Vater (180 BL-Spiele für Waldhof Mannheim) ist mittlerweile Chefscout in Hoffenheim. Eine Rückkehr des Sohnes ist aber noch nicht in Sicht. Im Interview mit SPOX spricht Schön über seine Familie, die Wahl zwischen Schule und Profifußball und seinen großen Traum.

SPOX: Herr Schön, der VfR ist nun sechs Spiele ohne Sieg. Wie ist die Stimmung im Team?

Andreas Schön: Die Stimmung ist trotz allem gut. Wir wissen um den Ernst der Lage und müssen am Samstag in Unterhaching endlich wieder dreifach punkten.

SPOX: In den kommenden Wochen treffen Sie auf unmittelbare Konkurrenten. Würden Sie von den entscheidenden Wochen sprechen?

Schön: Nicht unbedingt. Zu Beginn der Saison hatten wir eine ähnliche Phase mit nur zwei Punkten aus fünf Spielen und haben dann gegen die etwas größeren Mannschaften die Punkte geholt. Aber es ist doch völlig klar, dass wir gegen unsere unmittelbaren Konkurrenten unbedingt punkten müssen.

SPOX: Als Aalen das letzte Mal in der 3. Liga gespielt hat, waren die Ambitionen sehr groß. Als dann die Ergebnisse nicht gestimmt haben, war jede Menge Unruhe da. Wie erleben Sie das Umfeld in diesen Tagen?

Schön: Die Zuschauer wissen schon, dass es um den Abstieg geht. Natürlich sehnt man sich hier seit Jahren nach gutem Fußball. Aber den großen Druck, den es vor zwei Jahren gab, gibt es in der Form nicht mehr.

SPOX: Druck ist das Stichwort. Wie lebt es sich als Sohn eines ehemaligen Bundesligaprofis?

Schön: Es lebt sich relativ normal, seitdem ich in Aalen bin. Als ich noch für Hoffenheim gespielt habe, war mein Vater dort Trainer. Es gab schon Leute, die der Meinung waren, dass ich nur wegen meines Vaters dort spiele. Deswegen war der Wechsel auch der richtige Schritt.

SPOX: Ihr Vater ist mittlerweile Chefscout bei der TSG. Zieht er andere vor, oder warum holt er Sie nicht zurück?

Schön: (lacht) Es wäre komisch, wenn mein Vater mich der TSG anbieten würde, zumal er das ja nicht alleine entscheidet. Wenn ich jetzt eine oder zwei überragende Saisons spielen würde, wäre das vielleicht etwas anderes. Der Beigeschmack würde trotzdem immer bleiben.

SPOX: Wie kritisch ist er Ihnen gegenüber?

Schön: Mittlerweile hat er kaum noch Zeit, Spiele von mir zu verfolgen. Als er die noch hatte, war er schon sehr kritisch. Er sagt mir klar, was ich besser machen kann, aber davon kann ich ja auch profitieren. Es ist kein Problem für mich, wenn er am Spielfeldrand steht.

SPOX: Ihre Schwester spielt im Frauenteam der TSG. Wie stolz sind Sie?

Schön: Da bin ich sehr stolz drauf. Wenn ich die Zeit hab, was leider nicht oft der Fall ist, gucke ich ihr gerne zu. Sie ist aber öfter bei meinen Spielen.

SPOX: Wer gewinnt Ihre direkten Privatduelle?

Schön: Ich muss zugeben, dass sie bis zur C-Jugend besser als ich war. Aber ich glaube, das hat sich irgendwann geändert. (lacht) Sie ist aber auch heute immer dabei, wenn ich daheim mit Freunden kicken gehe. Und sie hält sehr gut mit.

SPOX: Sie waren Kapitän in der B- und A-Jugend der TSG. Wieso ist Ihnen der Sprung ins Profiteam nicht vollends geglückt?

Schön: In der A-Jugend durfte ich bereits mit den Profis ins Trainingslager fahren und auch am regulären Training teilnehmen, wenn die Zeit da war. Der Verein legt aber enorm großen Wert darauf, dass die schulische Ausbildung vorhanden ist. Ich war damals erst in der elften Klasse und da war es für den Klub klar, dass ich die Schule erfolgreich beenden soll.

SPOX: Würden Sie im Nachhinein sagen, dass die Schule für Sie hinderlich war?

Schön: Aus meiner Sicht ist es gut so, wie es gelaufen ist. Klar, wer weiß schon, was passiert wäre, wenn ich die Schule abgebrochen und jeden Tag mittrainiert hätte. Aber insgesamt bin ich der Meinung, dass man die Schule nicht abbrechen sollte.

SPOX: Führt Ihr Weg irgendwann zurück nach Hoffenheim?

Schön: Ich antworte mal mit der Phrase: 'Im Fußball kann alles passieren.' Ich hatte dort schöne Zeiten und hätte auch kein Problem, dorthin zurückzukehren. Ich habe jetzt über zwei Jahre meine Erfahrung woanders gemacht und wer weiß, wie lange ich hier noch bleibe. Klar ist für mich aber, dass ich mir irgendwann höhere Ziele stecken muss. Ich will eines Tages in der Bundesliga spielen. Ganz ehrlich: Wenn die TSG mich fragen würde, ob ich zurückkommen will, würde ich nicht nein sagen.

SPOX: Ihr Vertrag läuft aus. Haben Sie die Absicht, Aalen bereits nach diesem Jahr zu verlassen?

Schön: Wichtig ist, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Diesem Ziel widme ich meine volle Konzentration. Es ist ja auch der Verein, der den ersten Schritt gehen muss. Wenn sie verlängern wollen, höre ich mir das natürlich an. Momentan gibt es aber keine Gespräche.

SPOX: Sie haben in der U-17 unter anderem mit Toni Kroos und Marko Marin zusammengespielt und danach von einer besonderen Ehre gesprochen.

Schön: Das war einfach eine schöne Erfahrung. Man hat damals schon gesehen, welche Qualitäten die beiden haben. Für mich war von vorneherein klar, dass es die beiden in den Profibereich schaffen. Dass es ihnen so früh gelingt, ist umso mehr eine Bestätigung. Marko und Toni spielen in der Bundesliga, ich in der 3. Liga. Mit anderen Worten: die haben das erreicht, was ich noch schaffen will. Das spornt mich zusätzlich an.

SPOX: Sie werden aufgrund Ihrer Übersicht und Ihrer Art und Weise, die Stürmer in Szene zu setzen, unter anderem mit Uwe Bein verglichen. Ein Kompliment oder mögen Sie Vergleiche nicht?

Schön: Natürlich ist das ein Kompliment, wenn man mit einem ehemaligen Fußballprofi verglichen wird. Ich muss aber dazu sagen, dass ich Uwe Bein damals nicht so verfolgen konnte. Da war ich noch zu jung.

SPOX: Wer ist denn Ihr Vorbild, wenn Sie überhaupt eines haben?

Schön: In meiner Jugendspielzeit war es immer Zinedine Zidane. Mittlerweile ist es Xavi Hernandez. Ein Riesen-Fußballer, der eher meine Spielweise verkörpert. Aber der Allergrößte ist für mich Lionel Messi.

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