Keine Panik bei Fortuna

SID
Donnerstag, 31.07.2008 | 12:12 Uhr
fortuna, düsseldorf, paderborn
© Getty
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Düsseldorf - Den freien Tag hat Trainer Norbert Meier nach dem verpatzten Saisonstart gestrichen, Panikattacken aber will der Drittligist Fortuna Düsseldorf vermeiden.

"Wir haben ein echtes Frusterlebnis verpasst bekommen, werden die Fehler aber bis zum nächsten Spiel in Ruhe aufarbeiten", sagte Fortunas Sportmanager Wolf Werner.

Nach der 1:4-Schlappe im ersten Saisonspiel gegen den SC Paderborn setzt der Aufstiegs-Mitfavorit bei den Stuttgarter Kickers auf eine Trotzreaktion. "Wir haben noch 37 Spiele Zeit, um diese Scharte auszuwetzen", beschwor Werner.

Auf dem Boden der Tatsachen angekommen

Mit der hohen Auftaktniederlage sind die Düsseldorfer allerdings hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen. "Manche unserer Fußballer haben wohl gedacht, dass alles von alleine geht und waren nicht konzentriert genug", meinte Werner.

In der Vorsaison stellte die Fortuna mit nur 29 Gegentoren noch die stabilste Defensive der Regionalliga und verpasste den Aufstieg in die 2. Liga nur knapp. Gegen Paderborn bot Trainer Meier mit zwei Ausnahmen die eingespielte Mannschaft aus der vergangenen Spielzeit auf. "Die Gegner sind jetzt aber stärker als früher, jeder Fehler wird direkt bestraft", sagte der Coach, der nun schon zum Saisonstart unter Druck gerät.

Davon will der Manager jedoch noch nichts wissen. "In Düsseldorf haben wir immer Druck, hier wird seit vielen Jahren vom Aufstieg geträumt", erklärte Werner, der sich zur Umsetzung solcher Ziele mehr Unterstützung aus dem Umfeld wünscht. Nur 15 000 Zuschauer im Heimspiel gegen Paderborn stellten Werner nicht zufrieden: "Ich hatte mit mindestens 20 000 Fans gerechnet."

Finanzielle Engpässe

Auch aus der Wirtschaft kommen nach Werners Einschätzung zu wenig finanzielle Hilfestellungen. "Wir konnten uns kaum verstärken, trotzdem erwartet alles von uns in einer stärkeren Liga den Aufstieg", schimpfte der Funktionär.

Mit Deniz Kadah (VfB Lübeck) und Stefan Sieger (Kickers Offenbach) holte der Verein bei einem Etat von vier Millionen Euro zur neuen Spielzeit nur zwei Zugänge. Weitere Verpflichtungen passen vorerst nicht ins finanzielle Konzept.

Verbessert wurden die Perspektiven durch den Dämpfer zum Start keineswegs, trotz des in Düsseldorf oft unruhigen Umfelds glauben Werner und Meier aber weiter an eine gelungene Saison. "Schwarzmalen kann ich selber, wenn wir unsere nächsten beiden Auswärtsspiele in Stuttgart und Burghausen aber optimal bestreiten, ist im anschließenden Heimmatch gegen Unterhaching auch die Euphorie wieder da", sagte der Manager.

"Erst nach rund sieben Spieltagen sehen wir eine Tendenz für die Zukunft", meinte Meier. In der kommenden Woche will er seinen Profis dann auch wieder einen freien Tag gewähren.

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