Und es hat Klick gemacht

Von Adrian Franke
Samstag, 30.05.2015 | 10:49 Uhr
Daniel Caligiuri hat sich im Wolfsburger-Mittelfeld zur festen Größe etabliert
© getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Ligue 1
Bordeaux -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Nizza
Club Friendlies
FC St. Pauli -
VfL Bochum 1848
Ligue 1
Amiens -
Montpellier
Ligue 1
Angers -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Lyon
Ligue 1
Lille -
Rennes
Ligue 1
Metz -
St. Etienne
Ligue 1
Toulouse -
Nantes
Copa del Rey
DAZN-Konferenz: Copa del Rey
Copa del Rey
Atletico Madrid -
FC Sevilla
Copa del Rey
Valencia -
Alaves
Ligue 1
PSG -
Dijon
Copa del Rey
Espanyol -
FC Barcelona
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
Saint-Etienne -
Caen
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis

Einst als schlampiges Genie abgestempelt, hat Daniel Caligiuri es beim VfL Wolfsburg zu einer festen Größe gebracht. Der langjährige Freiburger glaubt, dass die Verpflichtung von Andre Schürrle ihm sogar noch geholfen hat und ist Christian Streich bis heute dankbar. Sein Selbstvertrauen ist ungebrochen, seinen Worten folgen Taten - und jetzt soll der Pott her.

Erst wenige Sekunden waren gespielt, als Daniel Caligiuri den Pass von Ilkay Gündogan abfing. Direkt schickte er Kevin De Bruyne steil auf dem linken Flügel, der Belgier legte die Kugel vorbei an Erik Durm und am Fünfer musste der durchgestartete Caligiuri nur noch einschieben. 41 Sekunden waren auf der Uhr gerade abgelaufen. Der Traumstart war perfekt.

Gleichzeitig war der Führungstreffer im letzten Saison-Heimspiel gegen den BVB ein Mini-Kosmos des Wolfsburger Erfolgsrezepts, welches dem VfL die Vizemeisterschaft bescherte. Aggressives Pressing, schnelles Flügelspiel, Effizienz im Strafraum - und Caligiuri mittendrin. Doch der Weg dahin war für den 27-Jährigen nicht ohne Stolpersteine.

"Wolfsburg war schon eine Umstellung für mich", gab er jüngst in der Bild zu: "Aber jetzt habe ich mich eingelebt und bin voll da. Ich habe mich immer Schritt für Schritt entwickelt. Und das geht auch in Wolfsburg so weiter."

Geläutert unter Streich

Insgesamt acht Jahre hatte sich Caligiuri vor seinem Wechsel zum VfL beim SC Freiburg, nahe an seiner Heimat Villingen-Schwenningen, entwickelt. 100 Profi-Einsätze, 19 Torbeteiligungen sprangen im Breisgau heraus. Keine desolaten Zahlen für einen Spieler, der frisch aus der Jugend kam, und doch hinterließ es einen Beigeschmack: Der Mittelfeldmann hatte stets den nagenden Eindruck hinterlassen, dass er eigentlich viel mehr kann.

"Nach ein, zwei guten Spielen habe ich gedacht: So, jetzt bin ich drin in der Mannschaft. Keine Ahnung, was da in meinem Kopf los war", so Caligiuri in einem Interview mit der BZ vor zwei Jahren: "Jedenfalls war ich dann ganz schnell wieder draußen. Ich wusste, dass ich Qualität habe. Inzwischen denke ich aber nicht mehr, dass nach einer guten Aktion alles von alleine läuft."

Der Stempel des "schlampigen Talents" wurde immer wieder mit Caligiuri in Verbindung gebracht. Doch unter dem neuen Trainer Christian Streich machte es Klick: "Er hat mir sein Vertrauen geschenkt, auch wenn ich mal nicht so gut gespielt habe. Früher habe ich andere angemeckert, obwohl der Fehler bei mir lag. Ich habe die Schuld oft bei anderen gesucht. Wenn ich heute Fehler mache, halte ich meine Klappe und versuche, sie sofort zu korrigieren."

Stolperstart und der "blinde Pickel"

Und so hatte Caligiuri in der Saison 2012/13 entscheidenden Anteil an Freiburgs Sensations-Jahr, das den Sportclub am Ende in die Europa League führte - und Caligiuri nach Wolfsburg. Dennoch wartete beim ambitionierten Klub aus der Autostadt alles andere als ein Bilderbuchstart.

Eine Sprunggelenksverletzung warf ihn beim VfL in der Saisonvorbereitung sowie zum Saisonstart zurück, über den Großteil seiner ersten Wolfsburger Saison kam er über die Joker-Rolle nicht voraus. Und auch sein Temperament ging gelegentlich noch mit ihm durch. Gegen Schalke flog er in der Rückrunde mit glatt Rot vom Platz, er soll Schiri-Assistent Mike Pickel als "blind" bezeichnet haben.

Caligiuri bestreitet das zwar, doch gleichzeitig wusste er, dass er sich bei der "ärgerlichen" Szene cleverer hätte verhalten können: "Wenn ich nichts sage, passiert auch nichts." So spricht ein Spieler, der erwachsen geworden ist und der weiß, wie sich ein Profi zu verhalten hat.

Direkt nach abgesessener Sperre erzielte er den Siegtreffer bei Hertha BSC - sein erster Treffer für den VfL. "Ich habe am Sonntagabend mein Tor noch ein-, zweimal auf Video zu Hause angesehen", gab er anschließend erleichtert zu: "Ich habe nie daran gezweifelt, dass ich es noch kann. Ich habe in Freiburg auch ewig gebraucht, um mein erstes Tor zu schießen. Aber danach kamen einige weitere nach."

"Wusste immer, was ich draufhabe"

Das Versprechen sollte nicht uneingelöst bleiben. Caligiuri gelangen in dieser Saison wettbewerbsübergreifend 18 Torbeteiligungen, er war über weite Strecken aus der Stammformation nicht wegzudenken. "Ich hatte anfangs ein bisschen Schwierigkeiten und hatte Pech, weil ich verletzt war. Aber ich wusste immer, was ich draufhabe", erklärte Caligiuri gegenüber Bundesliga.de.

Gegen Bremen und Freiburg gelang ihm jeweils ein Doppelpack, ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub schoss er die Wölfe so zum ersten Auswärtssieg der Saison. Seine Erklärung ist relativ simpel: "Ja, ich habe eine große Entwicklung genommen, ich bin jetzt konstanter. Wenn ich den Ball habe, ist es immer gefährlich - und ich will nicht mehr nur mit dem Kopf durch die Wand." Trotzdem war sein Stammplatz plötzlich alles andere als sicher.

Schürrle? "Tat mir gut!"

Für 32 Millionen Euro holte Wolfsburg in der Winterpause Weltmeister Andre Schürrle vom FC Chelsea, die meisten Experten wähnten Caligiuri schnell wieder auf der Bank. Doch der Deutsch-Italiener spielte, und spielte, und spielte. Caligiuri, der einst für 2,5 Millionen Euro gekommen war, ist weiter gesetzt. Weil er die beste Saison seiner Profi-Karriere spielt.

"Klar habe ich mir Gedanken gemacht, als er kam", gab er später zu, betonte aber: "Wenn so ein Spieler wie Andre für 30 Millionen Euro kommt, ist man selbst vielleicht erst mal außen vor. Aber mir hat das nichts ausgemacht. Im Gegenteil: Es tat mir gut." Trainer Dieter Hecking erklärte: "Andre ist in guter Verfassung. Aber Perisic und Caligiuri machen es derzeit überragend."

Konkreter heißt das: Im Wolfsburger Flügelspiel sind Caligiuri und Ivan Perisic von elementarer Bedeutung. Die Wölfe brauchen auf den Außenbahnen Spieler, die ins Pressing gehen, gleichzeitig aber auch lange Seitenwechsel verarbeiten können. Hecking baut auf viele Rochaden und das Konterspiel läuft oft über die Flügel. Auch Variabilität ist entscheidend. Und Caligiuri ließ mehr als einmal hier keine Wünsche offen.

Kommt der Pott nach Wolfsburg?

Der Lohn ist neben dem Kader-Platz vor einem Weltmeister auch die Chance zum Länderspiel-Debüt: Der große Milan-Fan, der die Serie A noch immer verfolgt, wurde in den vorläufigen Kader der italienischen Nationalmannschaft für die anstehenden Quali-Spiele berufen. Caligiuri ist klar und fokussiert und auch wenn er nicht immer im Fokus steht, wissen die Wölfe, was sie an ihm haben - und Squadra-Azzurra-Coach Antonio Conte offenbar ebenfalls.

Am Samstag steigt aber zuvor das nächste Duell mit dem BVB, dieses Mal steht ein Titel auf dem Spiel. "Der Final-Einzug ist einfach überragend", hatte Caligiuri nach dem Halbfinal-Sieg in Bielefeld, als er drei der vier Tore vorbereitet hatte, klargestellt: "Jetzt werden wir alles versuchen, um den Pott nach Wolfsburg zu holen." Ein erneuter Traumstart würde dabei sicher nicht schaden.

Daniel Caligiuri im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung