Pokal im Zeichen der Trainer

SID
Dienstag, 24.09.2013 | 06:04 Uhr
Jürgen Klopp wird in München erneut unter genauester Beobachtung stehen
© getty
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Beim ersten Teil der 2. Runde im DFB-Pokal (ab 19 Uhr im LIVE-TICKER) sind die Favoritenrollen meist klar verteilt. Doch vor allem der Hamburger SV steht gegen den Zweitliga-Spitzenreiter aus Fürth unter Druck.

Bert van Marwijk stellt vor der zweiten DFB-Pokal-Runde selbst Jürgen Klopp in den Schatten. Dabei wird der neue HSV-Coach erst am Mittwoch seinen Dienst in Hamburg antreten. Gegen Greuther Fürth wird erneut Rodolfo Cardoso auf der Bank der Hanseaten sitzen.

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Selbst der Wirbel um BVB-Coach Klopp nach dessen Ausraster in der Champions League und die missglückte Dortmunder Rotation beim 1:1 in Nürnberg traten im Vergleich mit dem Verwirrspiel um die Inthronisation des ehemaligen niederländischen Nationaltrainers in den Hintergrund.

Auch wenn beim Pokal-Auftritt des BVB bei 1860 München erneut jede Geste und jedes Wort des Trainers unter genauester Beobachtung stehen werden.

Klare Favoriten sind am Dienstag sowohl der VfL Wolfsburg gegen den Zweitligisten VfR Aalen, der FC Augsburg beim Drittligisten Preußen Münster und Bayer Leverkusen beim ehemaligen Bundesligisten Arminia Bielefeld. Der FSV Mainz 05 bekommt es im Duell der "Karnevalsklubs" mit dem 1. FC Köln zu tun, 1899 Hoffenheim empfängt Energie Cottbus.

Zudem muss der letzte im Wettbewerb verbliebene Viertligist SC Wiedenbrück gegen den SV Sandhausen antreten. In der ersten Runde hatten die Ostwestfalen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf bezwungen.

Van Marwijk-Vorstellung am Mittwoch

Doch nach dem vergangenen Bundesligawochenende war vor allem der Name Bert van Marwijk in aller Munde - wenn auch mit einem faden Beigeschmack. Denn die Posse um den neuen Trainer passte perfekt in das teilweise blamable Bild, welches der HSV auf und neben dem Platz in den letzten Tagen und Wochen abgegeben hat.

Van Marwijk selbst hatte am Samstag im Fernsehen sein Engagement in der Hansestadt ausgeplaudert, musste aber dann Sonntagmorgen zurückrudern - ehe er am späten Abend erneut von einer mündlichen Einigung sprach. Am Mittwoch soll nun die Vorstellung über die Bühne gehen.

Bis dahin kann der HSV-Coach nur hoffen, dass seine künftige Mannschaft auch nach dem Dienstagabend noch im Pokal vertreten ist. Mit dem Zweitligaspitzenreiter aus Fürth erwischten die Hansestädter das schwerste Los der am Dienstag spielenden Bundesligisten.

Startelf-Rotation beim BVB

Allerdings wird auch der Auftritt der Dortmunder in München kein Selbstläufer - aber immerhin geht es nicht gegen die großen Bayern, sondern gegen den Zweitligisten 1860. Nach seinem Platzverweis gegen Neapel in der Königsklasse bewahrte Klopp beim 1:1 am Samstag beim 1. FC Nürnberg seine Contenance - obwohl der BVB erstmals in dieser Bundesligasaison nicht als Sieger den Platz verließ.

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Wie schon gegen die Nürnberger, als Marco Reus, Robert Lewandowski und Henrich Mchitarjan nicht in der Startelf standen, wird die BVB-Elf wahrscheinlich erneut munter durchgewirbelt werden. Diesmal allerdings nicht ganz freiwillig.

Reus (Pferdekuss) und Marcel Schmelzer (Oberschenkelverhärtung) sind fraglich, bei Mats Hummels könnte es nach Ischiasbeschwerden wieder zu einem Einsatz reichen.

Den Gegner nimmt der BVB ernst. "1860 ist eine Spitzenmannschaft der 2. Liga. Sie wollen raus aus dieser Liga und haben berechtigte Hoffnungen, das auch zu schaffen. Sie sind unangenehm zu bespielen, aber das sind wir auch", sagte Jürgen Klopp.

Beim Duell zwischen Hoffenheim und Cottbus steht ebenfalls ein Trainer im Blickpunkt. Nach zuletzt nur einem Punkt aus vier Spielen und dem Abrutschen in den Tabellenkeller musste sich Energie-Coach Rudi Bommer gegen erste Kritik wehren.

"Vor drei Wochen klopfte man mir auf die Schulter jetzt werde ich fast beerdigt. Das ist beängstigend oder lustig, je nach Gemüt", sagte Bommer im Fachmagazin "kicker": "Es zählt nicht mehr die Arbeit eines Trainers, sondern nur Schwarz und Weiß."

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