Dresden lässt Gang zum Schiedsgericht offen

SID
Freitag, 08.03.2013 | 15:07 Uhr
Dynamo Dresden möchte das Urteil des DFB noch nicht akzeptieren
© getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur

Dynamo Dresden will sich bei der Entscheidung über einen möglichen Gang vor das Ständige Schiedsgericht des DFB Zeit lassen und setzt auf den Austausch mit den Fans. Der renommierte Sportrechtsexperte Michael Lehner rät Zweitligisten zu weiteren rechtlichen Schritten gegen den Ausschluss vom kommenden DFB-Pokal. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt dagegen den Pokalausschluss.

"Der Gang vor das Ständige Schiedsgericht ist nicht im Vorhinein aussichtslos", sagte Lehner dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Dort haben sie die Gelegenheit, den Fall mit ein bisschen weniger Emotionalität aufzuarbeiten."

Dresden war am Donnerstag auch vom Bundesgericht des DFB wegen wiederholter Ausschreitungen seiner Fans aus dem Pokal 2013/14 ausgeschlossen worden, zuvor hatte Dynamo gegen das Urteil des erstinstanzlichen Sportgerichts Berufung eingelegt. Das Schiedsgericht als dann dritte Instanz sei zwar auch "nicht wirklich unabhängig", sagte Lehner, "aber da sitzen hochkompetente Juristen drin". Das Sportgericht und das Bundesgericht setze sich aus "Leuten zusammen, die tief im Verband verwurzelt sind" und "ergebnisorientiert" entschieden hätten.

Grundsatzdebatte wird ausgelöst

Der Sportrechtler befürchtet hinter der ausgesprochenen Höchststrafe "ein Exempel", welches aber das Problem nicht löst. "Wenn Borussia Dortmund da gestanden hätte, hätte man vielleicht anders entschieden", sagte er: "Auf Dresden draufzuhauen, ist einfach, aber man vernebelt sich selbst die Gedankenschärfe auf die wirklichen Probleme."

Die Verhandlung gegen die Sachsen entwickelte sich in Frankfurt/Main zur Grundsatzdebatte darüber, ob Fußballvereine für Handlungen ihrer Fans in Haftung genommen werden können. Bislang berief sich der DFB immer auf Paragraf 9a der eigenen Rechts- und Verfahrensordnung, die eine verschuldensunabhängige Haftung der Vereine vorsieht.

"Ich habe allergrößte Bedenken, ob die Gefährdungshaftung der Vereine für alle, die ins Stadion gehen, zu halten ist", sagte Lehner: "Die Verbandsautonomie in allen Ehren, aber in dem Bereich, wo es brachial um großwirtschaftliche Dinge geht, wird man bei staatlichen Gerichten immer besser aufgehoben sein. Über die Verfassung, das Grund- oder die Persönlichkeitsrechte kann sich der Sport nicht so einfach hinwegsetzen."

Polizei begrüßt Ausschluss

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt dagegen den Pokalausschluss des Fußball-Zweitligisten. Das Urteil sei ein "deutliche Signal an gewaltbereite Sport-Straftäter", schrieb die GdP in einer Presseerklärung.

"Die Entscheidung unterstützt die jahrelange Arbeit von Verbänden, Vereinen, Fanprojekten und Polizei, Sport-Straftäter aus den Stadien zu verbannen", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut. "Radikale Ultragruppierungen und gewaltsuchende Hooligans wendeten sich mit ihrem unsportlichen Verhalten gegen die große Mehrheit der friedlichen Fußballanhänger."

Allerdings bedauere es die GdP, dass "mit diesem richtungsweisenden Urteil Zehntausende unschuldige Dynamo-Fans mit bestraft werden und auf den spannenden und prestigeträchtigen Pokal-Wettbewerb verzichten müssen". Für den Liga-Spielbetrieb fordere die GdP seit langem "Punktabzüge als Sanktion nach massiver Fußballgewalt in den Stadien. Gewaltsuchende Fußballrowdys müssten wissen, dass sie ihrem Verein unmittelbar schweren Schaden zufügen."

Dynamo lässt sich Zeit

Doch Dynamo Dresden will sich bei der Entscheidung über einen möglichen Gang vor das Ständige Schiedsgericht des DFB Zeit lassen und setzt auf den Austausch mit den Fans. "Wir sortieren uns jetzt und warten darauf, dass wir das schriftliche Urteil zugeschickt bekommen", sagte Dresdens Geschäftsführer Christian Müller am Freitag.

Am Freitagabend wollte der Klub ein Treffen der Dresdner Ultras im eigenen Stadion mit weiteren Fanklubs dazu nutzen, die Stimmung zur möglichen Fortsetzung des juristischen Kampfes auszuloten. Anschließend soll der Fall in den Gremien des Vereins besprochen werden, ehe eventuell das Schiedsgericht angerufen wird.

"Für uns als Mannschaft ist das traurig. Wir sind ja hier, um Leistungen zu bringen und werden nun daran gehindert. Wir fühlen uns in einer gewissen Weise hilflos", sagte Dresdens Abwehrspieler Sebastian Schuppan über das Urteil. Man müsse jetzt im Sachsenduell am Sonntag bei Erzgebirge Aue (13.30 Uhr) mit den Fans gemeinsam ein gutes Bild abgeben: "Der Verein ist zu kultig und schön, als dass wir so einen negativen Eindruck aufrecht erhalten sollten."

Obwohl Dresden für das Spiel in Aue das Kartenkontingent nicht abgerufen hatte, werden viele Dresdner Fans im Stadion sein. Gastgeber Aue hatte über einen Sponsor der Dynamo-Anhängerschaft Tickets zukommen lassen. "Das ist auch extrem wichtig, dass wir bei diesem wichtigen Spiel von unseren Fans unterstützt werden. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie die Stimmung sein soll, wenn der Gästeblock leer ist", meinte Dresdens Trainer Peter Pacult vor dem Kellerduell.

Dynamo Dresden im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung