"Der Wahnsinn geht weiter"

SID
Mittwoch, 28.10.2009 | 12:09 Uhr
Ausgelassene Stimmung herrschte bei den Osnabrückern nach dem Sieg gegen Dortmund
© Getty
Advertisement
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
UEFA Champions League
Ajax -
Sturm Graz
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
UEFA Champions League
Sturm Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
Copa Sudamericana
Sao Paulo -
Colon Santa Fe
Club Friendlies
West Ham -
Angers
Club Friendlies
Brighton -
Sporting
Championship
Reading -
Derby County
League One
Sunderland -
Charlton
Championship
Ipswich -
Blackburn
Club Friendlies
Everton -
Valencia
Club Friendlies
Wolverhampton -
Villarreal
Championship
Sheffield Utd -
Swansea
Club Friendlies
Liverpool -
Napoli
International Champions Cup
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Real Madrid -
Juventus
International Champions Cup
AC Mailand -
FC Barcelona
J1 League
FC Tokyo -
Kobe
Championship
Leeds -
Stoke

Nach dem Sensations-Sieg gegen Dortmund herrscht beim VfL Osnabrück Euphorie. Torschütze Angelo Barletta will den Grund für den Triumph kennen, und Mats Hummels findet klare Worte.

Die lila-weißen Pokalhelden tanzten am Mittelkreis eine lustige Sieges-Polka und Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp konnte ihnen dabei nur noch mit leerem Blick zuschauen - halb bewundernd, halb enttäuscht.

"Wir sind alle ein Stück VfL Osnabrück", dröhnte die Vereinshymne wieder und wieder aus den übersteuerten Lautsprechern, alles zu Ehren des 3:2 (2:0)-Pokaltriumphs des Drittligisten, der nach dem Hamburger SV nun auch den BVB aus dem Wettbewerb kippte und selbst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale erreichte.

BVB scheiterte kläglich

Das hochspannende Duell der Niedersachsen vor fünf Wochen gegen den HSV mit dramatischem Spielverlauf, Verlängerung und Elfmeterschießen schienen die BVB-Profis nicht wirklich registriert zu haben.

Mit der erwarteten spielerischen Überlegenheit, aber ohne den letzten Siegeswillen versuchten sie sich im Stadion an der Bremer Brücke der unangenehmen Pflichtaufgabe mit möglichst geringem Aufwand zu entledigen - und scheiterten kläglich.

Klopp lobt den Gegner

"Der VfL hat mit unglaublicher Courage gespielt, die Zuschauer haben ihr Team toll unterstützt", lobte Klopp den zwei Klassen tiefer spielenden Sieger, für das eigene Team hatte er derlei warme Worte nicht parat: "Wir wollten immer konsequent gegen den Mann verteidigen, davon hat man diesmal nicht viel gemerkt."

Pech für den 42-Jährigen, dass sein Osnabrücker Trainerkollege und Ex-Dortmunder Karsten Baumann seine Hausaufgaben bei der Spielvorbereitung mehr als ordentlich gemacht hatte.

"Wir wussten genau um die Dortmunder Schwäche bei Defensiv-Standards", plauderte VfL-Kapitän Angelo Barletta mit breitem Grinsen und auch ein wenig Genugtuung aus dem Nähkästchen.

Siegert sorgt für Entscheidung

Und der 32 Jahre alte Italiener machte was daraus: In der 37. Minute verlängerte er mit einem Seitfallzieher einen weiten Einwurf von Tobias Nickenig zum 1:0, fünf Minuten später war der Innenverteidiger per Kopf nach Eckball von Björn Lindemann erfolgreich.

Für die endgültige Entscheidung sorgte ein Kontertor von Benjamin Siegert (69.), für Dortmund waren lediglich Nuri Sahin (55.) und Lucas Barrios (90.+6) erfolgreich.

"Der Wahnsinn geht weiter"

"Der Wahnsinn geht weiter" entfuhr es VfL-Coach Baumann, der im Mittelpunkt der Ovationen der 16.130 Zuschauer stand, bei aller Begeisterung aber vor zu viel Euphorie warnte: "Wann soll man feiern, wenn nicht jetzt, das ist schon klar. Aber für uns geht es schon am Samstag in Erfurt weiter", erinnerte der Fußball-Lehrer an den Drittliga-Alltag, in dem die Norddeutschen als aktueller Tabellenfünfter weiter im Aufstiegsrennen mitmischen.

Der Pokal ist da wichtiger für das Rennommme und vor allem für die Vereinskasse. Bis zu 1,6 Millionen Euro könnte der notorisch klamme Klub im Viertelfinale kassieren, eine Liveübertragung im Free-TV allerdings vorausgesetzt.

Owomoyela: "Wie ein stumpfes Messer"

Doch von solchen Zahlenspielen wollte VfL-Präsident Dr. Dirk Rasch im Jubelsturm um seine Profis vorerst noch nichts wissen: "Erstmal wollen diesen sportlichen Erfolg genießen, der kaum noch zu toppen ist."

Beim Ex-Osnabrücker Patrick Owomoyela hingegen war die Enttäuschung über den sportlichen Offenbarungseid an alter Wirkungsstätte kaum noch zu toppen.

"Wir waren wie ein stumpfes Messer, haben hin und her gespielt, aber nicht geschnitten", sagte der frühere Nationalspieler fast noch diplomatisch.

Teamkollege Mats Hummels war da drastischer: "Das war einer Bundesliga-Mannschaft nicht würdig."

VfL Osnabrück - Borussia Dortmund: Daten und Fakten

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung