Fussball

Horst Heldt: "Wir müssen gewinnen"

SID
Sollte der VfB gegen Fürth im DFB-Pokal nicht gewinnen, dann wird dieses Trio wohl gesprengt
© Getty

Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird für Markus Babbel schon zum Endspiel. Der 37 Jahre alte Trainer des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart ist am Dienstag (19.00 Uhr, live auf SKY und im LIVE-TICKER) im Duell beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth zum Siegen verdammt.

Bei einer erneuten Pflichtspiel-Pleite - es wäre die fünfte in Folge - wäre Babbel trotz aller Treueschwüre der Verantwortlichen wohl kaum mehr zu halten. Babbel ist sich der prekären Situation bewusst.

"Eins ist klar: Wir brauchen möglichst schnell Resultate, sonst wird es auch für mich schwierig. Ich weiß, dass die Reißleine gezogen wird, wenn der Erfolg ausbleibt", sagte er vor einer Partie, die laut Manager Horst Heldt für den VfB eine ganz große Bedeutung hat: "Wir müssen dieses Spiel gewinnen."

Doch trotz der sportlichen Talfahrt war Heldt seit dem 0:1 am Samstag in Hannover bemüht, alle Diskussionen um den Coach im Keim zu ersticken.

Heldt fordert Spieler

"Es gehört auch dazu, Täler gemeinsam zu durchschreiten. Viel zu viele Leute geben viel zu früh auf", betonte er wiederholt und nahm vielmehr die Mannschaft in die Pflicht: "Am Dienstag sind allein 18 Mann gefordert, die elf, die spielen und die anderen auf der Bank, sonst keiner."

Die Rückendeckung sei für ihn sehr erfreulich, "aber wir müssen jetzt schnellstmöglich die Kurve kriegen", meinte Babbel, dessen Team in Fürth und am kommenden Samstag im brisanten Südderby gegen Bayern München vor zwei echten Herausforderungen steht: "Da können wir vieles in die richtige Richtung lenken."

Aufgeben ist nicht die Sache des Markus Babbel, zumal es in seinem Leben schon viel schwierigere Phasen gegeben hat. "Ich war schon immer ein Kämpfer. Wenn ich nicht vorangehe, wer dann", sagte der Trainer-Novize, der im Moment noch nebenbei in Köln seine Fußball-Lehrer-Lizenz macht.

Von seiner Mannschaft sei er trotz der ausbleibenden Ergebnisse weiterhin absolut überzeugt: "Es gibt keinen Anlass zu zweifeln." Auch an den bisher enttäuschenden Zugängen Pawel Pogrebnjak und Alexander Hleb hält er fest.

Babbel fehlen die Tore

Sicher sei man insbesondere mit Hleb nicht ganz zufrieden, "aber wir werden ihm helfen". Gleichzeitig soll der vom FC Barcelona ausgeliehene Hleb nun auch Babbel helfen: "Er weiß, dass er gefordert ist."

Aber nicht nur auf Hleb trifft dies zu. In Fürth müssten die Spieler noch konzentrierter zu Werke gehen, vor allem vor dem Tor viel entschlossener sein, sagte der VfB-Coach. "Wir sind auf dem Weg der Besserung, es fehlen aber die Tore. Außerdem machen wir in spielentscheidenden Situationen zu viele Fehler."

Seit November 2008 ist Babbel Trainer der Schwaben und führte den VfB in dieser Saison sogar in die Champions League. Mit Manager Heldt ist der Europameister von 1996 befreundet, wohnt mit ihm sogar im selben Haus.

Doch auf eine Sonderbehandlung hofft Babbel deshalb noch lange nicht: "Ich habe Horst gesagt: Bei aller Freundschaft zwischen uns: Du hast deinen Job zu erledigen, ich habe meinen zu erledigen. Ich bin lange genug im Geschäft, um zu wissen: Wenn die Resultate nicht kommen, wird er zum Handeln gezwungen."

Hier die Paarungen des DFB-Pokal-Achtelfinale im Überblick

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