DFB-Pokal: Neckarelz - FC Bayern 1:3

Nur drei Tore gegen den Sechstligist

SID
Sonntag, 02.08.2009 | 19:26 Uhr
Mit diesem Schuss markierte Mario Gomez das 1:0 für den FC Bayern München in der 51. Minute
© Getty
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Dank des zweifachen Torschützen Mario Gomez hat Bayern München eine Woche vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison nach großen Anlaufschwierigkeiten eine historische Blamage abgewendet.

Gegen den Sechstligisten SpVgg Neckarelz zog der deutsche Rekordmeister und Rekordpokalsieger zwar standesgemäß in die zweite Runde des DFB-Pokals ein - doch beim 3:1 (0:0) gegen den aufopferungsvoll kämpfenden David bekleckerte sich die mutmaßliche Stammformation des neuen Trainers Louis van Gaal, der Michael Rensing für das Tor und Mark van Bommel als seinen Kapitän aufbot, nicht mit Ruhm.

"Das war kein schöner Tag für uns, aber damit müssen wir uns auseinandersetzen. Wir haben kein gutes Spiel gemacht, ganz klar. Wir müssen uns als Mannschaft besser bewegen und den Ball schneller laufen lassen", sagte Gomez.

Van Gaal verteidigt sein Team

Van Gaal nahm seine Profis in Schutz. "Das war unser zehntes Spiel innherhalb von vier Wochen. Der Gegner hat seine Sache sehr gut gemacht und es uns schwer gemacht, ein Tor zu erzielen. Auch ein Amateurteam kann gut organisiert sein. Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir nur mit dem Ball gelaufen sind, ohne ihn aber nicht", sagte der Niederländer.

Vor 30.017 Zuschauern in der Arena von Bundesliga-Konkurrent 1899 Hoffenheim in Sinsheim, wo er auch am kommenden Samstag zum Bundesliga-Auftakt auf die Hausherren trifft, stand sich der FC Bayern zumeist selbst im Wege.

Gomez trifft doppelt

Erst als Millionen-Mann Gomez nach klugem Pass von Bastian Schweinsteiger mit einem Billard-Treffer sein erstes Pflichtspiel-Tor für die Bayern erzielte (51.), ging alles den erwarteten Gang zu gehen: Gomez legte per Handelfmeter nach (57.), Hamit Altintop konterte das umjubelte 1:2 der SpVgg durch Heiko Throm (80.) nach einem Patzer von Rensing umgehend mit dem dritten Bayern-Treffer (82.).

Neckarelz beendete das Spiel nach Gelb-Rot für Verteidiger Christian Fickert (73.) mit zehn Mann. Selbst in Gefahr geriet der Favorit gegen den Sieger des badischen Verbandspokals außer beim Gegentreffer aber auch nicht.

So diskutierten die SPOX-User während der Partie

Während SpVgg-Torhüter Florian Hickel gleich mehrfach die Gelegenheit nutzte, den Anhang des Verbandsligisten mit Glanzparaden in Verzückung zu versetzen, blieb Gegenüber Rensing bis auf wenige Ausnahmen arbeitslos, bekam vor dem Gegentreffer der Neckarelzer aber den Ball nicht zu fassen.

Demichelis und van Buyten verteidigen

Mit seiner Mannschaftsaufstellung hatte van Gaal durchaus für Überraschungen gesorgt. Anstelle von Nachwuchsmann Holger Badstuber tauchte der Argentinier Martin Demichelis neben Daniel van Buyten auf - eine Abkehr von seinem Credo, ein Linksfuß müsse den linken Innenverteidiger geben.

Neben Rechtsfuß Demichelis wiederum lief der kroatische Neuzugang Daniel Pranjic als Linksverteidiger auf - in der Vorbereitungsphase war auf dieser Position Neueinkauf Edson Braafheid mehr oder weniger überzeugend in Erscheidung getreten.

Nicht mehr ganz überraschend saß dagegen der elf Millionen Euro teure Anatolij Tymoschtschuk nur auf der Auswechselbank. Den Sechser vor der Abwehr wird also van Bommel geben, zumal van Gaal auch angekündigt hatte, der Mannschaftskapitän werde bei ihm immer spielen.

Rensing patzt - ist aber Nummer eins

Wegweisend war auch die Entscheidung, Rensing ins Tor zu stellen. Van Gaal hatte signalisiert, die Nummer eins gegen Neckarelz werde auch beim Bundesliga-Auftakt an gleicher Stelle zwischen den Pfosten stehen. Daran wird auch Rensings Patzer beim 1:2 wohl nichts ändern.

Sollte die Mannschaftsaufstellung gegen den Sechstligisten in der Tat die zunächst bevorzugte Stammformation sein, so heißt dies auch: Hamit Altintop spielt rechts in der Mittelfeldraute, Bastian Schweinsteiger links - und Nachwuchsmann Thomas Müller darf vorerst den Platzhalter für Franck Ribery geben.

Gegen Neckarelz konnte der 19-Jährige als Zehner aber nicht überzeugen. Ab der 65. Minute übernahm Neuzugang Alexander Baumjohann diese Rolle.

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