Wohin mit dem Linksfuß?

Jansens linke Tour

Von Viktoria Noll
Dienstag, 27.01.2009 | 11:00 Uhr
Auf welcher Position sieht Trainer Martin Jol seinen Schützling Marcell Jansen?
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Das erste Pflichtspiel des Jahres steht an. Für den HSV heißt das: Achtelfinale gegen den TSV 1860 München (18.45 Uhr im LIVE-TICKER und im Internet TV). Mit dabei ist natürlich auch Marcell Jansen. Der Nationalspieler legte eine starke Vorbereitung hin, allerdings auf ungewohnter Position. Und damit steht Jansen vor einem Problem.

Im Zeitalter von UMTS, iPhone und Blackberry ist die Geschichte, die Marcell Jansen nach seinem Wechsel vom FC Bayern zum Hamburger SV im "Stern" preisgab, doch wirklich kaum zu glauben.

Nachdem der Transfer perfekt war, erzählte der 23-Jährige, wollte er seine Entscheidung natürlich auch umgehend dem Bundestrainer mitteilen.

Allerdings konnte der Linksfuß Joachim Löw telefonisch nicht erreichen. Vom Festnetz aus nicht, weil Löw auf Anrufe mit unterdrückter Nummer nie reagiert und Jansen "nicht wusste, wie man diese Nummerunterdrückung ausstellt". Per Handy nicht, weil "ich bei uns in Aying, wo wir neben einem Pferdestall wohnten, keinen Empfang hatte."

Hamburg wollte Jansen unbedingt

Eine nette Randgeschichte, die allerdings irgendwie zu seiner Zeit in München passte. Die Verbindung Jansen und Bayern funktionierte einfach nicht.

Nach nur 17 Bundesligaspielen und ein paar Wochen Vorbereitung unter Jürgen Klinsmann verließ der Ex-Gladbacher den Rekordmeister wieder.

"Ich habe das Gespräch mit den Verantwortlichen vom FC Bayern gesucht und mich dann für einen Wechsel zum HSV entschieden", sagt er im Gespräch mit SPOX.

Jansen will nicht weiter zurückblicken. Der FC Bayern ist abgeschlossen, jetzt zählt nur noch der HSV. In Hamburg wollte man ihn unbedingt haben und schon vor seinem Wechsel nach München verpflichten.

Jansen: "Ich bin weitaus besser drauf"

Doch auch im Norden das selbe Bild: Zu Beginn lief es gar nicht für Jansen. Die verpasste Vorbereitung und eine hartnäckige Muskelverletzung warfen ihn zurück. Eine echte Verstärkung war der Nationalspieler in dieser Phase nicht für den HSV.

Zum Ende der Vorrunde, vor allem aber nun in der Vorbereitung, drehte Jansen mächtig auf. "Meine Formkurve zeigt nach oben. Fakt ist, dass ich mich seit Dezember immer besser fühle und auch körperlich weitaus besser drauf bin", sagt er.

Problem: Jansen ist eigentlich Linksverteidiger

Jansen also wieder der Alte? Nicht so ganz. Denn der Jansen, der bei Kellerkind Gladbach zum Nationalspieler wurde und für den Bayern geschätzte 12 Millionen Euro Ablöse zahlte, war der Linksverteidiger Jansen. Beim HSV allerdings spielte er zuletzt im linken Mittelfeld, und das recht überzeugend. "Man merkt, dass er jetzt richtig ins Rollen kommt", sagt Coach Martin Jol.

Das Problem: Für den Niederländer ist Jansen eigentlich eher ein Außenverteidiger denn ein Mittelfeldspieler: "Ich sehe ihn eigentlich eher defensiv", so Jol im "Kicker".

Auch Jansen selbst gibt am liebsten das äußerste Glied der Viererkette. Und: Nur als Linksverteidiger hat er eine realistische Chance auf einen Stammplatz in der Nationalmannschaft.

Wer kommt ins Pokal-Viertelfinale? Auch unterwegs topinformiert!

Jol: "Er hat nie gemeckert"

Jansen weiß das natürlich. Gegen seine Versetzung hat er dennoch bislang nicht aufbegehrt. Anders etwa als Bayerns Martin Demichelis, der sich in der letzten Saison weigerte, im defensiven Mittelfeld auszuhelfen, weil er in der argentinischen Nationalmannschaft als Innenverteidiger die weitaus besseren Chancen hat.

Oder wie damals Stuttgarts Fernando Meira. Der wurde als Mittelfeldspieler eingekauft. Als Meira aber klar wurde, dass er im dicht besiedelten Mittelfeld der Portugiesen keine Chance haben würde, wurde er beim damaligen Trainer Felix Magath vorstellig und bat erfolgreich um seine Versetzung in die Innenverteidigung.

Jansen dagegen nimmt seine Rolle stillschweigend hin. "Obwohl er Linksverteidiger ist, hat er links offensiv ausgeholfen und nie gemeckert", sagt Jol, der seinen Neun-Millionen-Mann wohl auch in der Rückrunde ins Mittelfeld stellen wird.

Konkurrenz durch Aogo

Wodurch Jansen weiter an Boden verliert, im DFB-Team - aber auch im Verein. Beim HSV wächst mit Dennis Aogo derzeit nämlich ein durchaus ernstzunehmender Konkurrent heran, der zudem ebenfalls für Deutschland spielen darf.

"Ich bin jetzt gut im Rennen. Es wird sehr schwer, mich aus der Startelf zu verdrängen", sagt Aogo, der seit dem 9. Spieltag keine Partie mehr verpasst hat. Als Rivalen sieht er Jansen dennoch nicht.

"Marcell hilft sehr viel in der Defensive, indem er den gegnerischen Außenverteidiger ausschaltet. Von dieser Qualität profitiere ich", sagt Aogo. Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer ergänzt: "Die beiden verstehen sich gut, auch außerhalb des Platzes. Sie respektieren sich und haben Vertrauen zueinander."

Jansen: "Ich bin einfach nur froh"

Es läuft also gut für Jansen. Irgendwie. Und doch beschleicht seinen Formanstieg auch immer die Gewissheit, dass er im Moment ein Nomade ist, ohne rechte Heimat und dadurch nicht mehr der Spezialist, sondern der Allrounder Jansen.

Einige Trainer sind ob solcher Qualitäten froh. Andere, wie Bundestrainer Löw, bevorzugen aber lieber die Könner mit den ganz speziellen Fähigkeiten. Es ist eine Gratwanderung für den 23-Jährigen.

Die Episode mit den Unwägbarkeiten moderner Kommunikationsmittel sollte ihm in Hamburg allerdings nicht mehr passieren. Nicht dass ihn der Bundestrainer demnächst vergeblich zu erreichen versucht - und es dann einfach beim nächsten Hamburger Linksverteidiger versucht. Dennis Aogo würde sich freuen.

Das komplette Achtelfinale im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung