EM-Qualifikation: Belgien - Deutschland 0:1

Einzelkritik: DFB-Elf mit Licht und Schatten

Von Für SPOX in Brüssel: Stefan Rommel
Freitag, 03.09.2010 | 22:58 Uhr
Bastian Schweinsteiger (M.) und vor allem Miroslav Klose (l.) zeigten gegen Belgien starke Leistungen
© Getty
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Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft 2012 gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw siegte in Brüssel gegen Gastgeber Belgien mit 1:0 (0:0) und hat damit den ersten Schritt auf dem Weg zum Sieg in Gruppe A gemacht.

Vor gut 40.000 Zuschauern im Stade Roi Badouin erzielte Miroslav Klose das goldene Tor für die deutsche Mannschaft (51.). Neben dem Torschützen wusste zudem auch Torhüter Manuel Neuer mit einer reifen Leistung zu gefallen.

Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik:

Manuel Neuer: Der Schalker wurde schnell warm geschossen und war sofort drin im Spiel. Aufmerksam im Herauslaufen, sicher auf der Linie. Hatte Glück beim Schuss von Dembele. Eine tadellose Leistung von Neuer. Note 2

Philipp Lahm: Der Kapitän 1b hatte in der Defensive einige ungewohnte Schwierigkeiten, mal im Stellungsspiel, mal fehlte ihm im entscheidenden Moment die Robustheit im Zweikampf. Zudem ging er ziemlich früh ins Tackling anstatt einfach mitzulaufen und machte so seinem Gegenspieler zweimal den Weg frei. Steigerte sich in der 2. Hälfte.  Note 3

Per Mertesacker: Defensiv quasi der freie Mann neben Badstuber, ohne echten Gegenspieler. Räumte in der Luft gut ab, am Boden mit ein paar kleinen Flüchtigkeitsfehlern. Einige Male marschierte er in der Vorwärtsbewegung mit dem Ball am Fuß weit über die Mittellinie - eigentlich nicht die vereinbarte Auslösehandlung der deutschen Angriffe. Note 3

Holger Badstuber: Etwas überraschend rutschte Badstuber und nicht Westermann ins Team - überraschend vor allem deshalb, weil mit Lukaku ein körperlich deutlich stärkerer Spieler auf Badstuber wartete. In den ersten 20 Minuten hatte der Münchener auch große Probleme mit dem wuchtigen Belgier. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich Badstuber aber immer besser auf das zwar aggressive, aber technisch auch limitierte Spiel Lukakus ein und hatte den Youngster sehr gut im Griff, der nach 73 Minuten demzufolge auch runter musste. Note 3

Marcell Jansen: In den ersten Minuten mit ein paar Schwierigkeiten und offensiv auch kaum eingebunden. Dann aber schwamm er sich mehr und mehr frei und startete einige energische Flankenläufe. Seine Hereingaben wurden dann auch immer schnell recht gefährlich. Eine Sehnenreizung bedeutete dann in der Pause seine Auswechslung. Note 3


Bastian Schweinsteiger: Wurde schnell wieder zur bestimmenden Figur als Ballverteiler. Sein leichtfertiger Ballverlust gegen Vertonghen hätte jedoch beinahe den frühen Rückstand bedeutet. Immerhin sollte dies Schweinsteigers einziger Fehler bleiben. Danach um Linie bemüht, die er auch mehr und mehr ins deutsche Spiel brachte. Starke Balleroberung vor dem Tor. Bei seinen Standards aber etwas zu ungenau. Note 3

Sami Khedira: Schweinsteigers Nebenmann hatte schwer damit zu kämpfen, seinen Rhythmus zu finden. War zu Beginn gar nicht zu sehen, danach rackerte er sich mit ein paar sinnvollen Offensivaktionen ins Spiel. Defensiv in der ersten Halbzeit aber einmal sehr schläfrig, als er ein großes Loch nicht rechtzeitig zulief und Glück hatte, dass Lukaku knapp im Abseits stand. Note 3

Thomas Müller: Licht und Schatten bei Müller. Die Dinge gehen ihm nicht mehr ganz so leicht von der Hand, zumal die Gegner mittlerweile auch wissen, mit wem sie es zu tun haben. Riss in der ersten Halbzeit einige Male mit schnellen Diagonalläufen die nötigen Lücken, nur kam das Zuspiel auf seine Mitspieler leider nicht immer an. Beim Pass vor Kloses Führungstreffer aber gedankenschnell und akkurat im Zuspiel. Note 3

Mesut Özil: Ihm war deutlich anzumerken, dass er noch lange nicht bei hundert Prozent Leistungsfähigkeit ist. Özil war bemüht, wirkte aber nicht spritzig, leichtfüßig und auch geistig frisch genug, um die hartnäckigen Belgier entscheidend abzuschütteln oder einen gescheiten Pass zu spielen. Ihm fehlte schlicht das Spieltempo. Kurz vor Schluss ging er völlig platt runter. Note 4

Lukas Podolski: Bei ihm verhielt es sich im Prinzip genau gegenteilig zu seinen Kollegen. Anfangs munter und wuselig, mit ein paar Abschlussversuchen - und später dann fast gar nicht mehr zu sehen. Defensiv half er immerhin noch ein paar Mal aus. Ansonsten aber eine eher überschaubare Leistung. Note 4

Miroslav Klose: Bester deutscher Feldspieler - nicht nur wegen des Tores. Unheimlich antrittsschnell und clever im Zweikampf. Kompany wandelte einige male an der Gelb-Roten Karte, weil ihm Klose einfach zu quirlig war. Rochierte viel und wechselte sich mit Müller auch ein paar Mal im Sturmzentrum ab. Starke Vorstellung, auch wenn er nur wenige Abschlussszenen hatte. Die Chance zum 0:2 kurz vor dem Ende darf er aber auch machen... Note 2

Heiko Westermann: Kam in der Pause für Jansen auf der linken Seite. Rückte vor Fellainis Schusschance (63.) zu früh ein und entblößte so komplett seine linke Seite. Gab einen Anpfiff von Neuer. So wirklich konnte er seine Seite auch in der Folge nicht stabilisieren, nach vorne ging auch kaum etwas. Dazu einige wilde Abspielfehler. Note 4

Toni Kroos: Durfte in der 70. Minute für Podolski auf der linken Offensivseite ran. Hatte aber kaum noch bemerkenswerte Szenen, sowohl offensiv wie auch defensiv - bis auf die schöne Einleitung vor Kloses Chance (88.). Note 3

Cacau: kam in der 88. Minute für den entkräfteten Özil. Keine Bewertung

Belgien - Deutschland

Belgien - Deutschland: SPOX-Analyse

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