Erfahrung oder Jugend? Friedrich oder Tasci?

Von SPOX
Montag, 10.08.2009 | 15:18 Uhr
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Am 11. Juni 2010 findet in Südafrika das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft statt. Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich in der Qualifikationsgruppe 4 auf einem guten Weg zum nächsten großen Fußball-Event.

Zahlreiche deutsche Profis machen sich Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Welttitelkämpfen, jedoch dürfen nur 23 Spieler mit nach Südafrika. Wer darf mit, wer bleibt zuhause? Bis zum Endturnier auf dem schwarzen Kontinent bewertet SPOX wöchentlich die Chancen der 31 potenziellen Kandidaten.

 

Wie kommt die Bewertung zustande? Hier geht's zur Erklärung!

 

 

Andreas Beck: Ordentliches Spiel gegen die Bayern. Schaltete sich immer wieder mit ins Offensivspiel ein. Die zwingenden Akzente setzte er allerdings nicht. Dennoch fanden 82 Prozent seiner Pässe den Mitspieler. In der Defensive ohne Fehl und Tadel.

Fazit: Entwickelt sich auf der rechten Verteidigerseite langsam aber sicher zu einer absoluten Alternative. Wurde allerdings von Löw "wegen Trainingsrückstands" nicht für das WM-Quali-Spiel in Aserbaidschan nominiert.

 

Jerome Boateng: Machte in der HSV-Innenverteidigung eine souveräne Figur. Kaum Fehlpässe und ordentliches Stellungsspiel. Musste nach einem üblen Zusammenstoß mit Freiburgs Idrissou frühzeitig vom Platz.

Fazit: Neuling im DFB-Formcheck. Machte während der U-21-EM mit überragenden Leistungen auf sich aufmerksam und gehört zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft. Sein oberstes Ziel: Verteidigung seines Stammplatzes im Verein gegen David Rozehnal. Erst danach kommen die Gedanken ans DFB-Team.

 

Arne Friedrich: Organisierte die Hertha-Abwehr als Innenverteidiger umsichtig. Dabei gewohnt zweikampstark, ließ nichts anbrennen. Beschränkte sich jedoch komplett auf die Defensive und schaltete sich kaum ins Angriffsspiel ein.

Fazit: In der DFB-Innenverteidigung liegen Mertesacker, Tasci  und Friedrich nahezu auf einer Stufe. Selbst auf der abschließenden Pressekonferenz vor dem Aserbaidschan-Spiel ließ Löw die Frage offen, wer neben Mertesacker in der Innenverteidigung aufläuft. Für Friedrich spricht die größere Erfahrung, für Tasci der jugendliche Elan.

 

Clemens Fritz: Zeigte viel zu wenig gegen die Eintracht: Nur 14 Prozent gewonnene Zweikämpfe sprechen eine klare Sprache. Stand bei den Amanatidis-Toren in Durchgang eins schlecht. Steigerte sich in der zweiten Hälfte ein wenig und traute sich auch mal über die Mittellinie.

Fazit: Das Sorgenkind der vergangenen Saison legte erneut einen Fehlstart hin. In dieser Form kein Thema für Löw. Ist für Aserbaidschan ohnehin nicht nominiert.

 

Andreas Hinkel: Die schottische Premier League startet erst kommendes Wochenende. Die Vorbereitung lief für Hinkel aber schon vielversprechend. Das Highlight: Der Ex-Stuttgarter steht mit den Bhoys in den Playoffs der Champions League. Gegner im Battle of Britain: der FC Arsenal.

Fazit: Die Saison hat noch nicht richtig begonnen, da setzt es in Sachen DFB-Team schon den ersten Rückschlag für Hinkel: Für das Spiel in Aserbaidschan fand er bei Löw keine Berücksichtigung.

 

Benedikt Höwedes: Hatte in Nürnberg auf der ungewohnten linken Abwehrseite überraschend große Probleme mit Gegenspieler Diekmeier und ließ sich des Öfteren überrumpeln. Positiv: seine Offensivaktionen. Beim Pfostentreffer in der 71. Minute fehlten nur wenige Zentimeter.

Fazit: War der überragende Abwehrchef der U-21-Europameister. Hat sich auch bei Magath seinen Stammplatz erkämpft. Ist die Zukunft in der deutschen Innenverteidigung, auch wenn gegen Aserbaidschan noch keine Nominierung heraussprang.

 

Marcell Jansen: Kleine Blessuren machten ihm in der Vorbereitung das Leben schwer. Aogo hat im Kampf um die linke Seite die Nase vorn. In Freiburg schmorte Jansen 77 Minuten auf der Bank und spielte lediglich die letzte Viertelstunde.

Fazit: Spielte sich durch eine starke Rückrunde wieder ins DFB-Team. Aber Vorsicht: Sollte er seinen Stammplatz beim HSV verlieren, ist er auch bei Löw raus. In Aserbaidschan aber dabei, auch wenn es für die Startelf nicht reichen wird.

 

Philipp Lahm: Obwohl er gegen Hoffenheim auf seiner geliebten rechten Seite spielte, war von ihm nicht viel zu sehen. Defensiv mit ganz schlechtem Timing vor dem 1:1, als er eine Weis-Flanke unterlief. Nach vorne bemüht, aber ohne Durchschlagskraft. Eines seiner schlechteren Spiele der letzten Zeit.

Fazit: Wenn sich im DFB-Team jemand drei, vier schwächere Partien erlauben darf, dann ist das sicherlich Philipp Lahm. Trotz der unterdurchschnittlichen Leistung gegen 1899: Er muss sich definitiv keine Sorgen um den Stammplatz bei Löw machen.

 

Per Mertesacker: War noch einer der stärkeren Bremer gegen Frankfurt, aber: 50 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind für Mertesacker-Dimensionen unterirdisch. Die wenigen guten Tacklings konnten auch nicht über die Defizite im Stellungsspiel hinwegtäuschen.

Fazit: Noch nicht in WM-Form, für Aserbaidschan aber dennoch in der deutschen Abwehrzentrale gesetzt.

 

Marcel Schäfer: Schaltete sich gegen den VfB immer wieder in die Offensive der Wölfe ein, war ein ständiger Unruheherd auf der linken Seite. Starker Distanzschuss in der 58. Minute. Gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe und blieb in der Defensive fehlerfrei.

Fazit: Mausert sich immer mehr zur Lahm-Alternative. Beginnt gegen Aserbaidschan auf links.

 

Serdar Tasci: Eine fehlerfreie Partie sieht definitiv anders aus. Überzeugte in Wolfsburg zwar mit ordentlichem Stellungsspiel, gewann aber lediglich die Hälfte seiner Zweikämpfe. Beim zweiten Gegentor ließ ihn Grafite aussehen wie einen C-Jugend-Spieler.

Fazit: Tasci ist weiter dran an der ersten DFB-Elf. Löw steht auf seinen abgeklärten Spielstil. Ähnliche Aussetzer wie gegen Grafite darf er sich allerdings nicht oft erlauben. Streitet gegen Friedrich um einen Platz in der Startelf gegen Aserbaidschan.

 

Heiko Westermann: Wird bei Schalke vorerst den Jones-Ersatz geben müssen. So auch in Nürnberg. Erledigte seine Sache auf der Sechs lange Zeit befriedigend, leistete sich aber in der Schlussphase Unkonzentriertheiten. Konnte Mintal nicht am Anschlusstreffer hindern, was Magath auf die Palme brachte.

Fazit: Ist auf Schalke Führungsspieler und neuer Kapitän. Sein Manko hinsichtlich des DFB-Teams aber bleibt die Fähigkeit als Allrounder. Spielt auf der Sechs, bis Jones wieder fit ist, kann auch als Rechts- oder Linksverteidiger aushelfen. Bekommt keine Gelegenheit, sich auf seiner Lieblingsposition in der Abwehrzentrale einzuspielen. Daher auch bei Löw als Innenverteidiger wohl nicht erste Wahl.

 

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