"Wäre besser in der Uwe-Seeler-Traditionself aufgehoben gewesen": Jogi Löw watscht Max Kruse ab

Von Felix Götz
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© getty

Joachim Löw hat auf die pikanten Aussagen von Max Kruse rund um dessen Ausbootung aus der Nationalmannschaft vor der WM 2014 reagiert. Dabei wählte der ehemalige Bundestrainer deutliche Worte.

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"Wir wollten Weltmeister im Fußball werden - und nicht im Poker", sagte Löw der Bild.

Dass der ehemalige Stürmer beim Turnier in Brasilien nicht dabei war, hätte leistungsmäßige Gründe gehabt, betonte der 64-Jährige.

"Die Wahrheit ist: Er war einfach nicht gut genug. Max hatte Qualität als Spieler, aber er wäre manchmal besser in der Uwe-Seeler-Traditionself aufgehoben gewesen, weil das Tempo, seine Dynamik im Spiel einfach auch ein Stück weit zu wenig waren."

Max Kruse enthüllt unerlaubten Frauenbesuch

Kruse hatte vor gut zwei Wochen im Podcast "Flatterball" pikante Details rund um ein Länderspiel in England im November 2013 ausgeplaudert.

"Wir haben erst Poker gespielt. Und wie ich halt so bin, komme ich auf dumme Ideen und habe mir dann kurzerhand nach 23 Uhr jemanden auf das Zimmer bestellt. Ich hatte sowas davor auch schon mal gemacht. Aber so dumm nicht", hatte Kruse unerlaubten Frauenbesuch im Hotel in London eingeräumt.

"Ich habe die Frau reingelassen, wir haben uns ein bisschen unterhalten. Fünf Minuten später klopft es auf einmal an meiner Tür. Das Herz hat gepocht. Ich wollte durch das Schlüsselloch gucken. Aber da wurde die Hand von außen vorgehalten. Ich habe die Tür aufgemacht und da standen Oliver Bierhoff und Hansi Flick. Bierhoff sagte: 'Schick die Frau nach Hause, über den Rest reden wir morgen'", so der 35-Jährige weiter.

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© Getty Images

Löw über Kruse: "Das war nicht der Grund"

Kruse mutmaßte anschließend, diese Geschichte sei der Grund gewesen, warum er anschließend nicht mehr zum DFB-Team eingeladen wurde und unterstellte Löw & Co. in diesem Zusammenhang ein heuchlerisches Verhalten.

"Da gab es noch das eine oder andere, das man vielleicht erzählen könnte", meinte Löw nun: "Solche Dinge wie im Hotel hat es früher auch schon mal gegeben. Aber das war jetzt nicht der Grund, warum Max 2014 nicht dabei war."

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