Fussball

Marcus Sorg: Trachte Löw nicht nach dem Job

SID
Ersatz-Bundestrainer Marcus Sorg hat keine Ambitionen, seinen Chef Joachim Löw aus dem Amt zu drängen.

Ersatz-Bundestrainer Marcus Sorg hat keine Ambitionen, seinen Chef Joachim Löw aus dem Amt zu drängen. "Versprechen brauche ich das mit Sicherheit nicht, das weiß der Joachim Löw, dass er sich darauf verlassen kann, dass ich da gar keine Intention habe", sagte Sorg am Montag in Venlo auf eine entsprechende Frage.

Assistenzcoach Sorg (53) vertritt Löw nach dessen Sportunfall bei den anstehenden EM-Qualifikationsspielen am Samstag in Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland (beide 20.45 Uhr/RTL). "Ich sehe mich selbstverständlich hier nicht in der Rolle des Bundestrainers", sagte Sorg im VIP-Raum des Stadions De Koel, wo sich die Mannschaft auf die Begegnungen vorbereitet.

Sein Fokus liege ausschließlich auf dem Training mit der Mannschaft - "wie in meiner normalen Arbeit als Assistenztrainer auch". Das "letzte Wort" in Sachen Aufstellung habe ohnehin Löw, betonte der frühere Bundesliga-Trainer des SC Freiburg.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff sprach voller Hochachtung von Löws Stellvertreter. Er "bewundere" den gebürtigen Ulmer, sagte er: "Marcus ist ein Vollbluttrainer, hat hohe Kompetenz, klare Vorstellungen und ist ein Teamplayer. Das beeindruckt. Er spricht die Dinge klar an, ist in der Lage, Entscheidungen zu treffen, aber auf der anderen Seite lebt er seine Rolle als Assistenztrainer von Joachim Löw hundertprozentig."

Dennoch sei die Vorbereitung durch das Fehlen von Löw "getrübt", meinte Bierhoff: "Aber wir sind ruhig, weil wir mit Jogi ständig in Kontakt sind und aus seiner Stimme hören, wie entspannt und ruhig er ist." Löw gehe es gut, "er ist absolut okay. Er wäre sicher gern hier, aber es ist absolut richtig, das Ganze langsamer angehen zu lassen."

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