Fussball

Joachim Löw attackiert Sandro Wagner: "Als wären seine Mitspieler Vollidioten"

Von SPOX
Joachim Löw hat Sandro Wagner scharf attackiert.
© getty

Joachim Löw hat Sandro Wagner bei einer Veranstaltung der Bild in Berlin scharf attackiert. "Ich empfinde es als Kritik gegenüber seinen Kollegen, die auch spielen. Er stellt manche dar, die bei uns schon ewig spielen, die zu den Führungsspielern gehören, als wären sie ausgemachte Vollidioten. Als ob sie nur deswegen bei uns sind, weil sie nicht ihre Meinung sagen", schimpfte der Bundestrainer.

"Ich kann ein Stück weit nachvollziehen, dass er enttäuscht ist, das ist ja klar", sagte Löw weiter: "Ich finde seine Reaktion ein bisschen überzogen. Jeder, der uns kennt, weiß, wie wir die Spieler immer anhalten, ihre Meinung zu sagen, offen und ehrlich zu sein, uns kritisch gegenüberzutreten. Diese Dinge werden bei uns großgeschrieben."

Er würde sich freuen, "wenn Spieler auch mal den Mund aufmachen." Wagner kritisiere damit zu Unrecht seine Mitspieler: Was soll ein Toni Kroos, ein Mats Hummels, ein Jerome Boateng oder ein Manuel Neuer denken? Es hört sich so an, als wären bei uns nur Spieler, die nie ihre Meinung sagen. Das ist völlig hanebüchen."

Wagner war nach seiner Nichtnominierung für den vorläufigen WM-Kader aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Der Stürmer des FC Bayern erhob indirekt den Vorwurf, beim DFB würden nur Ja-Sager toleriert.

"Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse", hatte Wagner der Bild gesagt. Er könne Löws Entscheidung "nicht ernst nehmen".

Joachim Löw über Özil und Gündogan: "Fokus muss auf Sport liegen"

Außerdem sprach der Bundestrainer über das heiß diskutierte Foto von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit Türkei-Präsident Recep Erdogan. "Oliver Bierhoff und ich werden so schnell wie möglich mit beiden Spielern das Wort suchen." Er werde die richtigen Worte finden. Danach müsse das Thema aber aus der Welt sein: "Ich möchte nicht, dass das Thema unendlich lange mitgetragen wird. Der Fokus muss auf dem Sport liegen."

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