Grindel: Franz Beckenbauer soll Ehrenspielführer des DFB bleiben

Beckenbauer bleibt vorerst Ehrenspielführer

SID
Sonntag, 13.11.2016 | 12:41 Uhr
Franz Beckenbauer bleibt vorerst DFB-Ehrenspielführer
Advertisement
Bundesliga
SoJetzt
Alle Highlights des Spieltags inkl. aller Sonntagsspiele
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine
WC Qualification Europe
Färöer -
Lettland

Franz Beckenbauer bleibt bis auf Weiteres Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft. "Franz Beckenbauer ist wegen seiner großen sportlichen Verdienste Ehrenspielführer geworden, diese Verdienste bleiben immer bestehen", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Grindel weiter: "Abgesehen davon durchlebt er eine menschlich und gesundheitlich schwierige Zeit. Es ist jetzt nicht die Stunde, über solche Fragen nachzudenken, es sind die strafrechtlichen Ermittlungen in Deutschland und in der Schweiz abzuwarten".

Man müsse, so Grindel, jedem unterstellen, dass er bei der Untersuchung der Wirtschaftskanzlei Freshfields "die Wahrheit gesagt hat". Der 71-jährige Beckenbauer steht als ehemaliger WM-Bewerbungs- und späterer WM-OK-Chef aufgrund des Skandals um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland seit geraumer Zeit in der Kritik.

Bislang hat der Kaiser mit seinen Aussagen allerdings kaum zur Aufklärung der Affäre um das Sommermärchen 2006 beigetragen. Deshalb wurde diskutiert, inwieweit der Druck auf den Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 1974 und Teamchef des Weltmeister-Teams von 1990 erhöht werden könne.

"DFB hat alles getan"

Grindel hat derweil erneut das Vorgehen des DFB im Zusammenhang mit dem Versuch der Aufklärung verteidigt. "Der DFB hat als Sportverband alles getan, was die Umstände der damaligen Zahlung von 6,7 Millionen Euro anbelangt. Wir hatten eine millionenschwere unabhängige Untersuchung durch die Kanzlei Freshfields", äußerte der gerade für drei weitere Jahre im Amt bestätigte Verbands-Boss. Freshfields hatte die Vorgänge um die Vergabe der Weltmeisterschaft an den DFB im Jahr 2000 in Zürich im Rahmen ihrer Möglichkeiten untersucht.

Der Verbands-Präsident glaubt, dass alle möglichen Vorkehrungen vonseiten des DFB getroffen wurden. "Wir sind als gemeinnütziger Verband verpflichtet, aussichtsreiche Schadenersatzansprüche geltend zu machen, sollten diese bestehen. Das haben wir geprüft, insbesondere die Frage der Verjährung stellt in Deutschland ein Problem dar. Hier beträgt die Frist zehn Jahre, in der Schweiz sind es 15 Jahre", so Grindel. Deshalb sei der DFB im Rahmen der Schweizer Ermittlungen gegen Beckenbauer und andere damalige OK-Mitglieder (unter anderem wegen Verdachts auf Geldwäsche und Untreue, d.Red.) "dort in ein Adhäsionsverfahren eingestiegen".

Der DFB-Chef erläuterte dieses Vorgehen: "Wir haben der Berner Staatsanwaltschaft angezeigt, dass wir möglicherweise zivilrechtliche Ansprüche haben. Das könnte wegen der längeren Verjährungsfrist erfolgreicher sein."

Kein Freshfields-II

Die Notwendigkeit, einen Freshfields-II-Report auflegen zu lassen, sieht der DFB-Präsident nicht: "Nein, denn die Staatsanwaltschaften sind ja aktiv. Wenn niemand sonst aktiv wäre, könnte man sagen, dass wir noch einmal Millionen anfassen müssen. Ich will aber auch nicht die Qualität des Gutachtens unterlaufen, indem ich bei Nebenaspekten darauf hinweise, dass man das auch alles hätte aufnehmen können."

Bei der Frage nach der möglichen Reform des DFB-Pokals ließ sich Grindel nicht aus der Reserve locken: "Ich vertraue auf die Arbeitsgruppe, dass es zu einer Lösung kommt." Vonseiten der Profiklubs wurde der Vorschlag gemacht, dass die großen Vereine in der ersten Runde möglicherweise nicht mehr am Cup-Wettbewerb teilnehmen müssen, sondern erst im weiteren Verlauf.

"Ich finde es richtig, am Beginn eines Prozesses das Ergebnis nicht gleich vorwegzunehmen, sondern beide Ansinnen als berechtigt anzusehen", äußerte Grindel, "wir werden auch mal darüber zu diskutieren haben, ob es nicht einen Unterschied macht, ob man einen Sommer mit einem Turnier hat oder einen Sommer ohne. Als Präsident, der auf Ausgleich der Interessen bedacht sein muss, will ich darauf nicht näher eingehen."

Franz Beckenbauer im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung